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Angerpark

Duisburg - Wanheim-Angerhausen

Weg zum Rheinportal im Angerpark




Überblick

Duisburg - Wanheim-Angerhausen

Angerpark - Blick auf die Heinrich-Hildebrand-Höhe



Im Duisburger Stadtteil Wanheim-Angerhausen befindet sich der Angerpark mit der Heinrich-Hildebrand-Höhe. Der Angerpark ist etwa 14 Hektar groß und relativ jung. Er besteht aus der ehemaligen Schlackenhalde der Metallhütte Duisburg und einigen angrenzenden Sanierungsflächen, die abgedichtet und renaturiert wurden. Der Angerpark bildet die Fortsetzung des Landschaftsschutz- und Erholungsgebietes Biegerhof-West und zusammen mit dem Angerbach die Verbindung zum Rhein und dem dort noch vorhandenen Haus Angerort. Das Wegenetz im Park ist teils asphaltiert, teils mit Hartkalksteinschotter befestigt. Es umrundet die Heinrich-Hildebrand-Höhe vollständig und führt spiralförmig auf den Gipfel.

Duisburg - Wanheim-Angerhausen

Angerpark - Weg zur Heinrich-Hildebrand-Höhe


Weg und Gipfelplateau sind mit Parkbänken ausgestattet. Die Aussicht von der Spitze der Landmarke bietet schöne Ausblicke auf den Duisburger Süden, auf den Rhein mit den Friemersheimer Rheinauen auf der gegenüberliegenden Flussseite und die umliegenden Industriebetriebe. Für die Sanierungsarbeiten und die Renaturierung des Geländes der ehemaligen Zinkhütte wurden insgesamt über 50 Millionen Euro vom Land NRW und der Stadt Duisburg aufgebracht. Ende 2008 wurde der Angerpark mit einem Bürgerfest von Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg, dem damaligen Oberbürgermeister Adolf Sauerland, Stadtdirektor Peter Greulich und Bezirksbürgermeister Arno Müller eröffnet. [1]

Tiger & Turtle

Duisburg - Wanheim-Angerhausen

Hochskulptur Tiger & Turtle


Im Jahr 2011 wurde die einer Achterbahn nachempfundene Großskulptur Tiger and TurtleMagic Mountain vom Künstlerduo Heike Mutter und Ulrich Genth auf dem Haldentop aufgestellt, die den 2009 ausgeschriebenen Wettbewerb mit der von ihnen vorgestellten künstlerisch gestalteten Konzeption der Landmarke gewonnen hatten. Ursprünglich war die Eröffnung bereits für das Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 vorgesehen, konnte aber aus technischen Gründen nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. Die Skulptur ist 20 Meter hoch, der höchste begehbare Punkt liegt 13 Meter über dem Niveau der Deponie. Nachts wird die Skulptur auf der Spitze der Heinrich-Hildebrand-Höhe mit 880 LED-Lampen beleuchtet. Bei schlechtem Wetter oder Glatteis wird der Zugang verschlossen, der Looping selbst darf nicht begangen werden. Die Baukosten (Skulptur) beliefen sich auf insgesamt 2 Millionen Euro.

Halde

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Halde mit Heinrich-Hildebrand-Höhe


Die neue Landmarke besteht aus der ehemaligen, von 1905 bis 2008 betriebenen Werksdeponie (enthielt die Reststoffe aus der Verhüttung der Zinkerze), dem geringer belastetem Aushub des sanierten Werksgeländes (höher belasteter Aushub wurde auf Sonderdeponien verfrachtet) und dem nicht verunreinigten Bauschutt der abgerissenen Werksgebäude. Während der Deponieschließung von 2006 bis 2008 wurden insgesamt 1,8 Millionen Tonnen Material bewegt. Das Volumen der Halde selbst beträgt etwa 1 Million Kubikmeter, die Standfläche 90.000 Quadratmeter. Die Höhe über dem Straßenniveau beträgt 35 Meter, über Normalnull 67 Meter. Das Wegenetz auf der Halde ist 2,7 Kilometer lang. Die Höhe ist nach dem 2004 verstorbenen Heimatforscher Heinrich Hildebrand benannt. Auf dem Gipfel befindet sich eine Gedenktafel, die seine Verdienste um die Heimatgeschichte würdigt.

Heinrich Hildebrand

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Evangelische Kirche Wanheim


Die Halde als Landschaftsbauwerk erhielt ihren Namen nach dem Wanheim- Angerhausener Heimatforscher Heinrich Hildebrand. Er wurde am 21. März 1927 in Duisburg-Wanheim geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Duisburg-Buchholz und dem Steinbart-Gymnasium in Duisburg-Stadtmitte wurde er noch kurz vor Kriegsende als Soldat eingezogen und kehrte erst 1948 aus der Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Duisburg zurück. Von 1951 bis 1987 arbeitete er - zuletzt als Technischer Assistent - beim Mannesmann Forschungsinstitut in Duisburg. Nach seiner Pensionierung suchte er sich ein neues Äufgabenfeld und begann akribisch die Geschichte von Wanheim-Angerhausen in vielen verschiedenen Archiven in Stadt und Land zu erforschen und aufzuschreiben.

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Evangelischer Gemeindefriedhof


So entstand eine vierbändige umfangreiche Heimatchronik mit dem Titel
Wanheim - Angerhausen, Heimat zwischen Anger und Rhein". Als wissenschaftliches Nachschlagewerk über die Heimatgeschichte von Wanheim-Angerhausen hat diese Chronik in der Fachwelt Anerkennung gefunden und ist mehrfach ausgezeichnet worden. Heinrich Hildebrand verstarb am 2. November 2004 kurz nach der Fertigstellung des 4. Bandes "seiner" Heimatchronik. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Evangelischen Gemeindefriedhof am nördlichen Fuß der „Heinrich-Hildebrand-Höhe".

Der Heimat- und Bürgerverein behält Heinrich Hildebrand als Wanheimer Heimatforscher in dankbarer Erinnerung. Sein Geist und seine Heimatverbundenheit werden in seinen Büchern weiterleben.

Duisburg - Wanheim im November 2008

Textquelle: Gedenktafel auf der Haldenspitze der Heinrich-Hildebrand-Höhe.

Angerpark

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Angerpark


Der eigentliche Angerpark besteht aus der Heinrich-Hildebrand-Höhe und weiteren etwa 50.000 Quadratmetern umliegenden Geländes, das für diesen Zweck teilweise von der Stadt Duisburg angekauft werden musste. Im Wesentlichen waren das der ehemalige Werksparkplatz der MHD, private Grünflächen, Bereiche an der Berzeliusstraße und im Angerbachtal. Zur Gestaltung der Grünanlagen wurden 350 Hochstämme und 50.000 - 60.000 Büsche und Bäume angepflanzt, je nach Hanglage wurden dabei Eichen, Erlen, Weiden, Birken, Eschen und Pappeln verwendet. Gut die Hälfte der Grünflächen ist als Streuwiese ausgelegt. Der vorhandene Baumbestand am Angerbach wurde erhalten, mit ortstypischen Anpflanzungen ergänzt und sehr steile Böschungsbereiche am Rande des ehemaligen MHD-Werksgeländes mit Gabionen gesichert. Insgesamt fast 5 Kilometer Wanderwege wurden an der Höhe, im Park und am Bach angelegt. Der 1,6 Kilometer lange Fuß- und Radweg entlang des Angerbaches führt von der Mündelheimer Straße über den Angerpark bis zum Aussichtssteg "Rheinportal Angerort" gegenüber dem Haus Angerort.

Entlang des Bachweges wurden durch den Huckinger Bürgerverein Tafeln mit Informationen zur Medefurter Mühle oder Angerorter Mühle und dem Haus Angerort angebracht. Er erhält damit eine Anbindung an den historischen Wanderweg im Angerland.



Haus Angerort

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Haus Angerort


Auf der linken Seite der Anger, kurz bevor der kleine Bach in den Rhein mündet, befindet sich auf einer Anhöhe das Haus Angerort. Auf den ersten Blick handelt es sich eher um ein unscheinbares Haus, das sich auf dem Gelände der HKM (Hüttenwerke-Krupp-Mannesmann) befindet. Zudem ist es hinter Bäumen verborgen, so das nur im Winter/Frühjahr eine genauerer Blick möglich ist. Dieses Haus soll aber einmal eine große Bedeutung für das Angerland gehabt haben. Der Sage nach wurde 796 ein Turm gebaut, auf dem im Gefahrenfalle (beim herannahen von Normannen) ein Feuer entfacht werden konnte. Im Jahr 1051 wird Haus Angerort an der Angria in einer Urkunde der Abtei Werden genannt. 1425 ordnete Herzog Adolf VII. von Berg den Ausbau zur festen (Wasser-) Burg an.

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Zeichnung Haus Angerort


Die Anger ist hier die Grenze zum Herzogtum Kleve. Arnold Mercator zeichnete 1571 die älteste, uns bekannte Ansicht der Wasserburg. Nach der Plünderung 1629 durch holländische Truppen erfolgte der Ausbau zur Festung. Jedoch wurde schon 1644 die Sprengung dieser Festung befohlen. Ein Jahrzehnt später wurde das Haus unter Verwendung nicht zerstörter Teile wieder aufgebaut. 1740 und 1799 fügten Hochwasser und Eisgang dem Haus schweren Schaden zu. 1907 erwarb die Firma Schulz Knaudt die Äcker und Haus Angerort vom Grafen v. Spee. 1914 fusionierte die Firma mit den Mannesmannröhren-Werken, die ab 1990 in Hüttenwerke Krupp Mannesmann umfirmierten. Seit dem Jahr 2004 ist das Haus Angerort denkmalgeschützt.

Textquelle: Historischer Wanderweg im Angerland - Informationstafel vor Ort
Vermutliches Aussehen um 1433 - Zeichnung Haus Angerort: Bernd Braun

Stifter der Tafel: Hüttenwerke Krupp Mannesmann und Huckinger Bürgerverein
Konzeption und Realisation von Bernd Braun mit Unterstützung vom Huckinger Bürgerverein und der Bezirksvertretung

Medefurter Mühle

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Infotafel zum Standort der Mühle am gegenüberliegenden Ufer der Anger


Auf dem neu geschaffenen Weg zum Aussichtssteg "Rheinportal Angerort" befindet sich kurz hinter der Brücke, über die die Ehinger Straße verläuft, eine Infotafel, die auf die ehemalige Medefurter- oder Angerorter Mühle hier an dieser Stelle auf der linken Seite der Anger hinweist. Auf dem gegenüberliegenden Ufer stand einst die Mühle, die in der Pfarrchronik der Evangelischen Kirchengemeinde Wanheim erwähnt wird "[...] nur der Müllermeister Arnold Bohres auf der kaum eine Viertelstunde von Wanheim entfernten Angerorter Mühle, sowie die Familienhäupter zu Ehingen haben sich abschlägig erklärt [...]". In dieser Erklärung ging es um den Beitritt zur Gemeinde um etwa 1862. [1] Heute rauscht das Wasser des Angerbaches an den noch sichtbaren Fundamenten der Mühle vorbei. Nach dem Winterhochwasser 1920/ 21 wurde sie abgerissen. Oberhalb stand der Medefurter Hof, den 1271 der Ritter Heinrich von Linnep besaß. Der Hof wurde etwa 1938 abgerissen, damit dort das RWE- Umspannwerk „Angerort" gebaut werden konnte.

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Zeichnung der Medefurter Mühle


Mühle und Hof sind Opfer der Industrialisierung am ländlichen Niederrhein! In einer Urkunde des Jahres 1448 bekunden Herzog Gerhard von Berg und Ritter Hermann von Winkelhausen, dass der Hof Medefurt wegen der Nähe zum Schloss Angerort dem Herzog überlassen werde soll und auch die Mühle, weil eine Trennung von Schloss und Hof ihr nicht zuträglich sei. Um zu vermeiden, dass durch diese Übertragung der Mahlzwang der Sandmühle beeinträchtigt würde, durfte die Angerorter Mühle nur für das Schloss und den Medefurter Hof mahlen. Bevor 1909 - 1912 die Brücken für Straße, Straßen- und Eisenbahn gebaut wurden, führte nur ein Feldweg links neben der Mühle über den Angerbach. Der Name Medefurt für Mühle und Hof könnte die Bezeichnung für eine mlttlere Furt hier im Angerbach gewesen sein, bewiesen ist das allerdings nicht.

Historischer Wanderweg im Angerland
Stifter der Tafel:
Bezirksvertretung DU Süd und Huckinger Bürgerverein

Zeichnung: R. Stemmer


Halden im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Wanheim-Angerhausen

Duisburg - Wanheim-Angerhausen

...altes Pfarrhaus der Ev. Gemeinde Wanheim...


Zum Stadtbezirk Duisburg-Süd zählt der Stadtteil Wanheim-Angerhausen. Er befindet sich im südlichen Bereich der Stadt Duisburg und besitzt nach dem Stand vom 31. Dezember 2011 (Einwohnerstatistik 31.12. 2011) 11 918 Einwohner, die auf einer Gesamtfläche von etwa 378 Hektar leben und wohnen. Im Norden von Wanheim-Angerhausen befindet sich der Stadtteil Wanheimerort, im Osten der Stadtteil Buchholz und im Süden die Stadtteile Huckingen und Hüttenheim. Die Westgrenze des Stadtteils bildet der Rhein und der auf der linken Rheinseite liegende Ort Friemersheim....

Weitere Informationen zum Duisburger Stadtteil Wanheim-Angerhausen finden Sie hier....!

Fahrradtour Duisburger Süden

Duisburg - Ehingen

Rheinauen bei Ehingen


Hier präsentiere ich Ihnen einen Tourenvorschlag, den ich selbst schon einmal am Tag des offenen Denkmals (dieses Jahr am 11. September 2011) in einer Gruppe so durchgeführt habe. Auf dieser Tour lernen Sie den Duisburger Süden kennen. Sie beginnt in Alt-Huckingen auf der Raiffeisenstraße an der Kirche St. Peter und Paul, führt an alten Höfen, dem Halmeskreuz und der Rochuskapelle vorbei. Sie verläuft über grüne Wegeverbindungen durch die denkmalgeschützte Siedlung in Hüttenheim mit dem Uhrenturm als Wahrzeichen....

Weitere Informationen zur Fahrradtour durch den Duisburger Süden finden Sie hier....!



Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte des Angerparks im Duisburger Stadtteil Wanheim-Angerhausen basieren auf dem Artikel Angerpark (Duisburg) (Stand vom 14.01.2012) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

1. Quelle: Angerpark (zuletzt abgerufen am 14. April 2013)

2. Quelle: Chronik der Ev. Pfarrgemeinde Wanheim/Geschichte




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