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Schurenbachhalde

Essen-Altenessen - Schurenbachhalde

Plateau der Halde mit dem Kunstwerk Stahlbramme von Richard Serra




Überblick

Essen-Altenessen - Schurenbachhalde

...am Fuß der Halde...



Zu den Sehenswürdigkeiten der Industriekultur im Essener Ortsteil Altenessen gehört u.a. auch die Schurenbachhalde. Sie befindet sich etwas versteckt im äußersten Norden von Altenessen und ist aufgrund ihrer Lage und Gestaltung mehrere Besuche wert. Die Schurenbachhalde besitzt eine Höhe von etwa 50 Meter (höchster Punkt 86 m ü. NN) und das Gelände der Halde ist sehr gut erschlossen. Sowohl Spaziergänger, Wanderer (in Kombination mit dem weiter nördlich liegenden Emscherpark), Biker und Jogger kommen hier auf ihre Kosten. Bei meinem ersten Besuch im Frühherbst präsentierte sich die Halde in einem wunderschönen Farbenkleid, wie die hier entstandenen Fotos ja auch dokumentieren.

Essen-Altenessen - Schurenbachhalde

Ansicht vom Gewerbegebiet Fritz


Die Schurenbachhalde ist eine ehemalige Bergehalde des Steinkohlebergbaus im Essener Stadtteil Altenessen. Der Name der Halde entstammt von dem einst hier verlaufenden kleinen Schurenbach, der seinerzeit (ab 1970) von dem Bergematerial der Halde begraben wurde. Im Norden der Halde befindet sich der Rhein-Herne-Kanal, im Westen grenzt sie an das Gewerbegebiet Fritz, einem Gelände, wo 1875 die Zeche Fritz (Schacht 1) errichtet wurde, von der es heute noch einige Gebäude zu sehen gibt. Im Osten grenzt die Halde an die Emscherstraße und dort in etwa 600 Meter Entfernung an den Nordsternpark in Gelsenkirchen. Südlich der Bergehalde verläuft die Trasse der Bundesautobahn A 42 und somit ist die Halde aufgrund ihres Standpunktes in diesem Gebiet fast völlig abgeschottet, was der Fauna und Flora der Halde sehr gut bekommt.


Kunstobjekt Stahlbramme

Essen-Altenessen - Schurenbachhalde

Bramme und Panoramablick über das Ruhrgebiet


Richard Serra entwarf ein Konzept für die künstlerische Endgestaltung der Haldenkuppe. Genau am Schnittpunkt von Längs- und Querachse der Ellipse ließ Serra im November 1998 seine 67 Tonnen schwere "Bramme - für das Ruhrgebiet" errichten. Die massive Stahlskulptur ragt 14,50 Meter in die Höhe, ist 4,20 Meter breit und 13,50 Zentimeter stark. Sie neigt sich um drei Grad seitwärts nach Süden. Das karge Haldenplateau, dessen schwärzliche Oberfläche an eine Mondlandschaft erinnert, ist über mehrere Serpentinen zu erreichen. Ohne Umwege zum Gipfel und geradewegs auf die Bramme zu führen jedoch die 267 Stufen der Direttissima (italienisch: „kürzeste Verbindung“). Wer die Halde erklommen hat, dem bietet sich ein unverstellter Panoramablick über das Ruhrgebiet.


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......direkter Zugang zur Halde über eine Treppe...


Die Halde wurde von der Zeche Zollverein bis zu ihrer Stilllegung im Jahre 1986 zur Lagerung von Abraum genutzt. Bis zur Mitte der 1990er Jahre luden auch andere Steinkohlezechen ihren Abraum auf dieser Bergehalde ab. Ab 1995 wurde die Halde aufwendig renaturiert und zum Landschaftsdenkmal umgebaut. Auf der Haldenspitze befindet sich seit 1998 ein Kunstobjekt des amerikanischen Künstlers Richard Serra, der schon mit anderen Objekten im Ruhrgebiet von sich aufmerksam gemacht hat. Es handelt sich um eine etwa 15 Meter hohe Skulptur Bramme für das Ruhrgebiet, die als Landmarke der Schurenbachhalde weithin zu sehen ist. Die Halde ist ein Teil der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.


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...letzter Teil des Aufstiegs kurz vor dem Haldenplateau...


Der Zugang zur Halde ist am einfachsten von der Emscherstraße aus zu erreichen, von der man nach einem kurzen Weg an die sehr schön angelegte Treppe gelangt, die über mehrere Abstufungen schließlich zum Gipfelplateau führt, dem eigentlichen Ziel der meisten Besucher. Ein Panorama-Rundblick mit sehr schönen Fotomotiven und dem Kunstobjekt der Stahlbramme entschädigt für die kleine Anstrengung beim Aufstieg. Wem die Treppen zu steil oder zu anstrengend ist, kann die Halde auch vom Westen, von der Nordsternstraße aus erkunden, die über die Heßlerstraße aus zu erreichen ist. Von hier führt ein Weg unterhalb der Halde nach Norden, der nach einiger Zeit verzweigt und man den nach rechts führenden serpentinenförmig ansteigenden Schotterweg zum Plateau nehmen kann.




Industrienatur

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...umlaufender Weg in mittlerer Höhe der Halde...


Ein grüner Mantel aus Bäumen, Sträuchern, Wildkräutern und Gräsern umgibt das kahle Haupt der Schurenbachhalde- Essens jüngster und größter Halde. Mit 250.000 Bäumen und Setzlingen hat die Ruhrkohle AG das Projekt „Waldpark Schurenbach" Ende der 1980er Jahre verwirklicht. Außerdem wurden Wiesen und Teiche angelegt, Ruhebänke aufgestellt und Wege ausgebaut. Das angeschüttete Bergematerial besteht überwiegend aus basenarmen Sandsteinen und Tonschiefer. Solange diese nicht zu Böden verwittert und entwickelt sind, stehen für die Pflanzen kaum Nährstoffe zur Verfügung. Dort, wo das Wasser in dem groben Substrat schnell abfließen kann, fehlt es den Lebewesen.


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...Rundweg am Fuß der Halde....


Am Fuß der Halde gibt es jedoch Nährstoffe und Wasser genug, wie die üppigen Brennnesselbestände und die vielen meist heimischen Baum- und Straucharten zeigen: Birken, Weiden, Pappeln, Stieleiche, Berg-, Spitz-und Feldahorn, Vogel- und Traubenkirsche, Schwarzerle sowie Schwarzer Holunder, Hasel, Brombeere, Weißdorn, Hartriegel usw. Sogar Walnussbaum und Esskastanie wachsen unterhalb der Treppe. Schon im zeitigen Frühjahr kann man hier zahlreiche Singvögel wie Rotkehlchen oder Zilpzalp hören. Am Rand der offenen, warmen Haldenkuppe gibt es ein internationales Rendezvous: Der aus Nordostasien stammende Erbsenstrauch mit seinen langen Schoten, die silbrigweiß schimmernde Ölweide aus Nordamerika, der Sommerflieder aus China und das gelb blühende Schmalblättrige Greiskraut aus Südafrika sind dabei.




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Impressionen


Im Frühjahr kommen viele Kröten und Grünfrösche zum Laichen an die Gewässer. Mit lautem Froschkonzert machen die Männchen auf sich aufmerksam. Schon bald tummeln sich unzählige Kaulquappen im Teich, von denen nur ein Bruchteil die Entwicklung zum Frosch erlebt. Über der Wasserfläche führen verschiedene Libellenarten ihre unglaublichen Flugkünste vor. Wie ein Hubschrauber können einige in der Luft stehen und rückwärts fliegen, dann wieder blitzschnell davonjagen oder federleicht und lautlos dahinschweben. Für Menschen sind Libellen völlig ungefährlich - nur die vielen Insekten über dem Wasser müssen um ihrs Leben fürchten. Dies alles können Sie während der verschiedenen Jahreszeiten selbst sehen und erleben [1].


Tipps für Fahrradfahrer

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Eickwinkelstraße


Im Nordosten der Schurenbachhalde führt eine ehemalige, jetzt zum Fahrradweg ausgebaute Bahntrasse vom Revierpark Nienhausen (am Gelände von Triple Z vorbei- ehemalige Schachtanlage 4/5/11 der Zeche Zollverein) über den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher bis nach Karnap, dem nördlichsten Stadtteil von Essen. Beim Erreichen der Eickwinkelstraße verläßt man die Eisenbahntrasse und hält sich westlich in Richtung der Halde, die kurz darauf zu sehen ist. Bei der Weiterfahrt in Richtung Norden kann man zum sehenswerten Nordsternpark in Gelsenkirchen abbiegen oder den westlich hiervon liegenden Emscherpark (südlich von Karnap) näher in Augenschein nehmen.


Informationen:

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...der Plan zeigt den Zugang vom Gewerbegebiet Fritz aus...


Adresse:

Schurenbachhalde

Emscherstraße
45329 Essen-Altenessen

Am besten zu erreichen ist die Halde über die Emscherstraße, die über die Zollverein- oder die Stauderstraße angefahren werden kann, oder über die Altenessener Straße im Norden (L 448), wo man nach Unterquerung der A 42 rechts in die Heßlerstraße einbiegt. Von hier geradeaus weiter bis zur Kreuzung Emscherstraße, dann links abbiegen und unter der A 42 können Sie ihren Wagen parken. Eine weitere Alternative währe nach dem Abbiegen in die Heßlerstraße sofort die nächste Straße links zu nehmen- die Nordsternstraße, wo Sie auch einen Parkplatz finden werden.


Quellenhinweis:


1.: Die Informationen zur Industrienatur der Schurenbachhalde entstammen den Informationen des Emscher Landschaftsparks am Fuß der Halde.


Zeche Carl

Essen-Altenessen - Zeche Carl

...heute abgeräumtes Außengelände der Zeche Carl...


Zu den Sehenswürdigkeiten im Essener Ortsteil Altenessen - auch mit Freizeitwert - gehören die noch vorhandenen Gebäude der Zeche Carl. Die Gebäude der Zeche Carl bilden heute ein weit über Altenessen hinaus bekanntes soziokulturelles Zentrum, ein Ort der Begegnung, der Kultur, des Selbermachens, der Kommunikation, der Teilhabe und der Information. Es handelt sich bei den noch vorhandenen Gebäuden um die Tagesanlagen der Zeche Carl u.a. um die eigentliche Schachtanlage, um das ehemalige Bergwerkscasino mit Kaue und um Teile....

Weitere Informationen zur Zeche Carl im Essener Stadtteil Altenessen finden Sie hier....!


Zeche Helene

Essen-Altenessen - Zeche Helene

Verwaltungs- und Kauengebäude


Zu den Sehenswürdigkeiten im Essener Ortsteil Altenessen - auch mit Freizeitwert - gehören die noch vorhandenen Gebäude und das Außengelände (Helenenpark) der ehemaligen Zeche Helene an der Twentmannstraße. Bereits im Jahr 1870 wurde hier an dieser Stelle ein Schacht niedergebracht, der den Namen Helene erhielt. Benannt wurde die Zeche nach Helene-Amalie Krupp (1732 - 1810), der Gattin des angesehenen Essener Kaufmanns....

Weitere Informationen zur ehemaligen Zeche Helene im Essener Stadtteil Altenessen finden Sie hier....!

Zeche Zollverein

Essen-Katernberg - Zeche Zollverein

Schachtanlage 1/2/8


Die industrielle Kulturlandschaft in Essen wird vorwiegend geprägt von der ehemaligen Zeche und Kokerei Zollverein in den Stadtteilen Stoppenberg, Katernberg und Schonnebeck. Fünfzehn Jahre nach der Stilllegung des größten Bergwerks des Ruhrgebietes nahm das Komitee des Weltkulturerbes der UNESCO im Jahr 2001 Zeche und Kokerei Zollverein in seine Liste auf. Schon 1932 galt die Zeche bei ihrer Inbetriebnahme....

Weitere Informationen zur Zeche Zollverein im Essener Stadtteil Katernberg finden Sie hier....!


Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Halden im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Fotos Schurenbachhalde in Altenessen




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