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Essen-Altendorf

Essen-Altendorf

St. Mariä Himmelfahrt




Überblick

Essen-Altendorf

Ehrenzeller Straße



Der Stadtteil Altendorf liegt im Westen der Stadt Essen. Als ehemals selbstständige Bürgermeisterei trug Altendorf die Bezeichnung Altendorf (Rheinland). Im Süden der Stadt liegt die Gemeinde Essen-Burgaltendorf- früher Altendorf (Ruhr). Altendorf ist als einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile Essens geprägt von dichter Wohnbebauung und einigen Gewerbegebieten. Er ist stark durch den Verkehr auf den den Stadtteil durchschneidenden Hauptverkehrsadern Altendorfer Straße und Helenenstraße/Oberdorfstraße belastet. Ab 1818 baute die Firma Krupp im Südosten von Altendorf die Gussstahlfabrik, deren Gelände im Laufe der Zeit immer mehr anwuchs und schließlich größer war als der Ort Altendorf selbst.

Geschichte

Essen-Altendorf

Helenenstraße


Der Name des Stadtteils stammt von der Bezeichnung „Altes Dorf“, welches aus Oberdorf und Unterdorf bestand. Im Unterdorf befand sich der fränkische Oberhof Ehrenzell, der um 800 am Hellweg gegründet und erstmals 966 in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos I. erwähnt wurde. Der Hof gehörte seitdem zum Damenstift Essen. Dem Oberhof Ehrenzell waren im heutigen Gebiet von Essen, Mülheim, Oberhausen 56 Höfe wie beispielsweise der Lepkeshof in Oberhausen unterstellt und abgabenpflichtig. Um 1220 wurde Altendorf in der Vogteirolle des Grafen Isenberg als Altendorpe erwähnt.

Bauernschaft Altendorf

Essen-Altendorf

Ehrenzeller Markt


Die Bauernschaft Altendorf wurde gemeinsam mit Frohnhausen und Holsterhausen auch als Dreibauernschaftsquartier bezeichnet. Nach der Säkularisation und dem Wiener Kongress gehörte Altendorf zur Munizipalität Borbeck. Am 1. Januar 1874 wurde aus den Orten Altendorf, Frohnhausen und Holsterhausen die Gemeinde Altendorf mit eigenem Bürgermeisteramt. Erster und einziger Bürgermeister von Altendorf war Wilhelm Kerckhoff aus Kleve, an den heute noch eine nach ihm benannte Straße erinnert, die die Stadtteile Frohnhausen und Altendorf miteinander verbindet.


Zechen in Altendorf

Essen-Altendorf

Fördergerüst der ehemaligen Zeche Amalie


Bereits 1575 wurde die erste Zeche erwähnt, die Zeche Vereinigte Hagenbeck. Mit dem Beginn der Industrialisierung wurde Altendorf durch Zechen und die Fabriken der Firma Krupp im angrenzenden Westviertel geprägt. Auf dem Gebiet von Altendorf befanden sich unter anderen die Zeche Schölerpad, die bereits 1678 zunächst Stollenbergbau betrieb, die Zeche Helene-Amalie und die Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack. Zeche Helene-Amalie, benannt nach Helene Amalie Krupp, gilt als eine der frühesten Mergelzechen des Ruhrgebietes, Sälzer & Neuack als die erste Tiefbauzeche.

Eingemeindung nach Essen

Essen-Altendorf

Kriegsbunker an der Körnerstraße


Die Verwaltung zog zunächst in ein angemietetes Haus in der Margarethenstraße in Frohnhausen. Es wurde aber bereits ein Grundstück gekauft, um ein eigenes Rathaus zu errichten, welches am 1. Juli 1876 bezogen wurde. Heute erinnert der Straßenzug Altendorfplatz in Frohnhausen an den Standort des Rathauses. Am 23. August 1893 fuhr erstmals eine elektrisch betriebene Straßenbahn auf der Strecke Borbeck-Essen durch Altendorf. 1901 wurde die Bürgermeisterei Altendorf ins Stadtgebiet von Essen eingemeindet, das erst 1874 von der Bürgermeisterei Borbeck gelöst worden war.



Weitere Informationen:

Zeche Amalie An der Helenenstraße im Stadtteil Essen-Altendorf liegen die Überreste einer der größten Zechen der Stadt Essen. Die heute noch vorhandenen Tagesanlagen der Zeche Vereinigte Helene-Amalie stammen ...

Weitere Informationen:

ThyssenKrupp Quartier Am 22. August 2010 wurde der neue Krupp-Park als Teil des Krupp-Gürtels den Essener Bürgern übergeben. Unter den zahlreichen Besuchern waren natürlich auch viele Altendorfer anzutreffen, denn der...



Zeche Helene-Amalie

Essen-Altendorf

Fördergerüst der ehemaligen Zeche Helene-Amalie


An der Helenenstraße im Stadtteil Essen-Altendorf liegen die Überreste einer der größten Zechen der Stadt Essen. Die heute noch vorhandenen Tagesanlagen der Zeche Vereinigte Helene-Amalie stammen aus den 1930er Jahren. Nach Stilllegung der Schachtanlage im Jahr 1968 wurden die Aufbereitungsanlagen abgerissen, während die übrigen Bauten weitgehend erhalten blieben. Auch zwei Fördergerüste stehen noch, eines davon ein zweigeschossiges Deutsches Strebengerüst....

Weitere Informationen zur ehemaligen Zeche Vereinigte Helene-Amalie in Essen-Altendorf finden Sie hier....!

Hauptquartier ThyssenKrupp

Essen-Westviertel

Hauptquartier ThyssenKrupp


Das neue Hauptquartier in Essen von ThyssenKrupp liegt im Zentrum des Krupp-Gürtels. Schon kurz nach der Fertigstellung hat der ThyssenKrupp Konzern einen Großteil der Verwaltungsgebäude bezogen. Die Bürofläche mit mehr als 100.000 Quadratmetern ist schon beeindruckend. Der jetzige Verwaltungsstandort in Düsseldorf wird aufgegeben und nach Essen verlegt. Gleichzeitig haben etwa 2.500 Mitarbeiter und der Vorstand ihre Arbeitsplätze gewechselt. Der Vorstand wird im sogenannten Acre (Bild nebenstehend), einem Tor ähnlichen, 60 Meter hohen Gebäude mit 14 Etagen residieren. Hinzu kommen weitere Büro- und Verwaltungsgebäude, ein Multifunktionsgebäude mit Konferenzzentrum und Mitarbeitergastronomie, eine Akademie sowie ein Hotel mit rund 200 Betten.

Weitere Informationen zum Hauptquartier des ThyssenKrupp Konzerns in Essen finden Sie hier....!


Zeche Vereinigte Hagenbeck

Essen-Altendorf

Maschinenhaus der ehemaligen Zeche Vereinigte Hagenbeck


Die Zeche Vereinigte Hagenbeck war die erste Zeche im Bereich des heutigen Essen-Altendorf. Die erste Erwähnung fand bereits 1575 statt. Die Zeche ist somit eine der ältesten urkundlich nachweisbaren Bergbaubetriebe des gesamten Ruhrgebietes. Schon 1575 bestand im Grubenfeld die "Societät der Köhler auf der Goes", die Steinkohle im Pingen- und Stollenbau gewann. 1735 taucht für diese Gesellschaft der Name Kohlen Werck Hagenbeck auf, benannt nach der Hagenbecke (kleiner Bach) im damaligen Altendorf. Die bergrechtliche Gewerkschaft Vereinigte Hagenbeck wurde 1836 gegründet. Bereits 1837 wurde südlich von Altendorf (heutiges Gewerbegebiet "In der Hagenbeck", wo auch das Maschinenhaus als letztes Relikt steht) der erste Schacht niedergebracht, der nach mehreren Wassereinbrüchen 1842 in Betrieb gehen konnte.

Mülheimer Bergwerks-Verein

Essen-Altendorf

Maschinenhaus der ehemaligen Zeche Vereinigte Hagenbeck


Neben dem Schacht 1 wurde 1853 bis 1858 der Schacht 2 niedergebracht, der 1902 zum Hauptförderschacht mit neuartiger Fördereinrichtung umgebaut wurde. 1896 wurde dem Bergwerk eine Kokerei angegliedert, 1904 eine Brikettfabrik. Der Mülheimer Bergwerks-Verein hatte bereits 1898 die Vereinigte Hagenbeck übernommen. Die Kohlenförderung der Zeche wurde 1928 eingestellt. Fortan übernahm die Mülheimer Zeche Rosenblumendelle die Förderung. Bis zur Stilllegung der Zeche Rosenblumendelle 1966 verblieben die Schächte Hagenbeck 2 und 3 bei dieser Zeche.

Kirchen in Altendorf

Essen-Altendorf

Pfarrkirche St. Anna


1892 wurde die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt (Altendorfer Dom) eingeweiht. Am 26. Juli 1903 folgte die Evangelische Christuskirche. 1907 wurde die Kirche St. Anna und, als letzte Kirche im Stadtteil, 1958 die Kirche St. Clemens Maria Hofbauer erbaut. Alle drei katholischen Kirchen wurden 2008 mit anderen Gemeinden aus Frohnhausen, Holsterhausen und der Margarethenhöhe zur neuen Großgemeinde St. Antonius Essen-Altendorf zusammengeschlossen.

Kirche St. Maria Himmelfahrt

Essen-Altendorf

Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt


In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Anzahl der Bewohner der Bügermeisterei Altendorf so stark an, das die katholischen Christen in Altendorf über den Bau einer Kirche nachdachten. Die fortschreitende Industrialisierung und die Ansiedlung der Gussstahl-Werke der Firma Krupp, verbunden mit dem Bau von Arbeiter-Wohnungen, brachte weitere Zuwanderer in die Gemeinde Altendorf. In diese Zeit fiel die Gründung der Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt und der Bau der Kirche. 1892 wurde die Kirche eingeweiht. Zuerst noch als Tochter der Stadtpfarrei St. Gertrud in Essen, später dann als selbstständige Gemeinde. Von vielen Altendorfern wird die Kirche auch liebevoll "Altendorfer Dom" genannt. 20.000 Mitglieder hatte sie damals in ihrer Blütezeit. Inzwischen ist die Gemeinde von St. Maria Himmelfahrt durch den Zusammenschluss mit weiteren Gemeinden mehrerer Stadtteile im Bistum Essen die größte Pfarrei in der Stadt Essen.


Christuskirche in Altendorf

Essen-Altendorf

Christuskirche


Die Christuskirche an der Kopernikusstraße gehört zur Evangelischen Lutherkirchengemeinde Essen-Altendorf. Das Aufstreben der Industrie in Altendorf und der Zuzug vieler Arbeitskräfte für die Industrie und den Bergbau in diesen Raum bedingte die Gründung einer eigenen Gemeinde und die Errichtung einer Kirche an dieser Stelle. Die Firma Friedrich Krupp schenkte ein entsprechendes Grundstück. Im Jahr 1901 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 3. November 1901. Im Sommer 1903 wurde der Kirchenbau fertiggestellt. In der Kirchenchronik wird erwähnt: "...dass Herr Geheimrat Krupp zu den Kosten die Summe von 100.000 Mark zur Verfügung gestellt hatte..." Die Altendorfer Christuskirche wurde am 26. Juli 1903 feierlich eingeweiht. Zugleich mit der Kirche wurde die Walker-Orgel gebaut. Im Zweiten Weltkrieg, bei einem verheerenden Bombenangriff im Januar 1943, wurde die gesamte Dachkonstruktion der Christuskirche zerstört, Fenster und Orgel erheblich beschädigt. Bei einem zweiten, heftigen Bombenangriff am 26. Juli 1943, dem fast das ganze Umfeld der Kirche zum Opfer fiel, wurde das Kirchengebäude endgültig zerstört, auf den Tag genau 40 Jahre nach ihrer Einweihung.

Wiederaufbau

Essen-Altendorf

Christuskirche


Nach dem Krieg wurde die Christuskirche mit Hilfe der Mitglieder der Gemeinde wiederaufgebaut. Am 26. Juli 1953 (genau zehn Jahre nach der Zerstörung) wurde die Kirche nach ihrer Wiederherstellung unter großer Beteiligung der Gemeinde feierlich eingeweiht. Zu Beginn des Jahres 1956 konnte auf der Empore mit dem Aufbau der neuen Schuke-Orgel begonnen werden. Im Jahre 2001 wurde damit begonnen, die Außenfassade der Christuskirche zu sanieren. Viele der durch Umwelteinflüsse angegriffenen Klinker mußten ersetzt und neu verfugt werden. Im Sommer 2005 waren die Arbeiten am Turm und am Nordgiebel abgeschlossen. Inzwischen sind auch die Arbeiten an den Gehwegen und Plätzen rund um die Kirche abgeschlossen. Hier wurden deutliche Akzente der Umstrukturierung in einem stark belasteten Stadtteil gesetzt und es bleibt zu hoffen, das auch andere Viertel in Essen-Altendorf in Zukunft davon profitieren.

Umstrukturierung

Essen-Altendorf

...historische Wohnbebauung


Im südlichen Teil von Altendorf befindet sich die Hirtsiefer-Wohnsiedlung, die nach dem Zentrumspolitiker Heinrich Hirtsiefer benannt wurde. Der nördliche Bereich ist geprägt durch Arbeitersiedlungen und Schrebergartenkolonien. Bedingt durch den Strukturwandel im Ruhrgebiet ist Essen-Altendorf seit 1998 ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Knapp 20 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Im Jahre 2005 entstand das City-Center Altendorf, welches im Rahmen der Umstrukturierung des Krupp-Gürtels auf dem Gelände an der Altendorfer Straße/Ecke Haedenkampstraße erbaut wurde. Dort finden sich neben Geschäften des täglichen Bedarfs auch verschiedene Dienstleister und Gastronomiebetriebe. Mittlerweile ist auch das ThyssenKrupp Quartier fertiggestellt.

Quellennachweis:


Die Informationen zur Geschichte von Essen-Altendorf basieren auf dem Artikel Essen-Altendorf (Stand vom 27.04.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Der Informationen zur Geschichte der Zeche Vereinigte Helene-Amalie basiert in Teilen auf Informationen am Standort der Zeche - herausgegeben von der Route der Industriekultur.

Fotos Essen-Altendorf




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