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Essen-Leithe

Essen-Leithe

Wassertürme




Stadtteil Leithe in Essen

Essen-Leithe

Siedlung Isinger Feld



Der Stadtteil Leithe liegt im Osten der Großstadt Essen. Hier grenzt er an Bochum-Wattenscheid und an Gelsenkirchen. Der Teil auf Bochumer Gebiet wird als Westfälisch-Leithe (heute Bochum-Leithe) bezeichnet. Einige Höfe der Bauernschaft Leithe (Schulte Brüning Hof), die zum Kirchspiel Steele gehörten, waren Lehnshöfe der Abtei Deutz und deren Geschichte kann bis 1327 zurückverfolgt werden. Auch der Schultenhof zum Alten Grimberg (heute auf Schonnebecker Gebiet) befand sich in Leithe.



Hellweg

Essen-Leithe

Katholische Kirche St. Joseph in Leithe - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Herkunft der Ritter von Grimberg (Schloss Grimberg in Gelsenkirchen-Bismarck - 1960 abgerissen) wird von diesem Hof abgeleitet. Bis etwa 900 führte der Hellweg durch das Leither Gebiet. Er führte damals am Oberhof Eickenscheidt vorbei durch Leithe in der Nähe der Fünf Höfe (Schaepers Hof, Köllmannshof, Kohlleppel, Reickshof und Rommberghof). Der alte Hellweg war die Strecke, auf der Karl der Große 774 zum Kampf gegen die Sachsen zog. Nachdem eine neue Kaiserpfalz und Haus Horst in Vogelsang angelegt worden war, konnte man dann den kürzeren Weg über Königssteele und Steele nehmen, der durch diese Maßnahmen sicherer geworden war.


Leither Bach

Essen-Leithe

Leither Bach


Beide Wege sind lange nebeneinander benutzt worden und in der Güßfelder Karte von 1776 eingezeichnet. Heute erinnert noch die Straße "Im Helf" (Helf von Hellwegshof für Helfshof) an diese ehemalige Nutzung. Am Mesenhohl (früher ein Bauernhof) beginnt der Leither Bach, der früher die Grenze des Essener Stifts und somit auch die Grenze zur Grafschaft Mark darstellte. Der Leither Bach wurde mittlerweile als offener Kanal ausgebaut, teilweise verläuft er aber auch unterirdisch. Schon auf Gelsenkirchener Gebiet vereinigt sich der Leither Bach mit dem aus Kray kommenden Schwarzbach.


Isinger Feld

Essen-Leithe

Julius Leber Haus


Heute befindet sich auf dem Isinger Feld um die Meistersingerstraße eine Siedlung mit etwa 4.000 Einwohnern. Mitten im Stadtteil Leithe befindet sich das Julius-Leber Haus der Arbeiterwohlfahrt, eine viel besuchte, lebhafte Freizeit- und Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Außerdem gibt es die Studio-Bühne an der Korumhöhe und den SV Leithe 19/65 an der Wendelinstaße als Sportverein. Rund um die Siedlung ist ein grüner Gürtel anzutreffen- im Nordosten findet man noch landwirtschaftliche Flächen, im Westen mehrere Kleingartenanlagen und im Süden der Isingpark.



Volksgarten Kray

Essen-Leithe

Volksgarten Kray - Gebäude des ehemaligen Restaurants zum Volksgarten


Der Volksgarten Kray ist eine Parkanlage im östlichen Essener Stadtgebiet. Der Name des Parks ist irreführend, denn der Grüngürtel befindet sich im Essener Stadtteil Leithe. Auf dem Gebiet des heutigen Volksgartens lag bis 1896 ein Teil des Hofes Schulte-Brüning, dessen Geschichte als ehemaliger Lehnshof der Abtei Deutz bis 1327 zurückverfolgt werden kann. In dieser Zeit war diese Gegend noch überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Der Gelsenkirchener Fabrikant Wilhelm Munscheid hatte angeboten, im rasch wachsenden Kray, in dem sich viele Arbeiter für den boomenden Steinkohlenbergbau und die aufstrebende Stahlindustrie niederließen, einen Erholungsbereich zu schaffen.


Essen-Leithe

Krayer Volksgarten


Der Landwirt Theodor Brüning verkaufte seinen Hof 1896 als einer der Ersten. Die damalige Bürgermeisterei Kray-Leithe zögerte jedoch, kaufte aber schließlich 1912 das Gebiet, als Munscheid auch die Kosten für die Erschließung des künftigen Parks übernehmen will. Die Gesamtkosten zur Errichtung des Volksgartens beliefen sich auf 208.000 Mark, inbegriffen waren dabei der Grunderwerb (etwa 10 Hektar), umfangreiche Erdarbeiten, der Bau der Teiche und die gärtnerische Ausgestaltung. Am 22. Juni 1913 wurde dieser Volksgarten eröffnet. Die welligen Bodenverhältnisse und die natürliche Quelle waren genutzt worden, um einen abwechslungsreichen Garten mit Fischteichen anzulegen, die auch heute noch Anziehungs- und Mittelpunkt der historischen Grünanlage sind.


Essen-Leithe

Krayer Volksgarten


Geprägt wird der Park durch den wertvollen Baumbestand, zu dem auch Naturdenkmäler gehören, wie z.B. die Linde (Tilia platyphyllos), die Baum-Hasel (Corylus colurna), die kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) und der Fächerbaum (Ginkgo biloba). Die Wiesenflächen an leichten Hängen vermitteln den Eindruck von großzügiger Weite, wenn man von den oberen Bänken zu den Fischteichen blickt. In den Jahren um 1980 wurde die Anlage bis an die umliegenden Wohngebiete erweitert. Damals entstanden Kinderspielplätze und ein Bolzplatz. Im Jahre 2006 haben Landschaftsgärtner den Park noch einladender gestaltet, für dessen Pflege und Erhalt sich seit 2008 der Naturschutzverein Volksgarten engagiert.


Essen-Leithe

...der südliche Bereich des Krayer Volksgartens...


Ein Gebäude des ehemaligen Hofes Schulte-Brüning, das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet worden war, wurde zum Restaurant zum Volksgarten umgestaltet. Es wechselte bis heute mehrfach seine Besitzer und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Seitdem der Volksgarten in den 1950er Jahren von der A 40 zerschnitten wurde, befindet sich das ehemalige Restaurant südlich der Autobahn und damit außerhalb des heutigen Volksgartens. Eine Unterführung unter der Autobahn verbindet beide Teile des Parks.


Landschaftspark Mechtenberg

Essen-Kray

Landschaftspark Mechtenberg


Im Norden des Stadtteils Leithe - auf Krayer Gebiet - liegt der Mechtenberg. Der Landschaftspark Mechtenberg befindet sich im Städtedreieck von Bochum, Essen und Gelsenkirchen und ist 290 Hektar groß. 1999 wurde der vom Kommunalverband Ruhrgebiet umgestaltete Park der Bevölkerung übergeben. Im Rahmen der IBA wurden der Mechtenberg als einzige natürliche, eiszeitbedingte Erhebung in der Emscher-Region (etwa 84 m hoch) sowie eine Bergehalde und eine ehemalige Deponie am Nattmannsweg dafür durch Baumpflanzungen an Alleen und in Aufforstungen, mit Obstwiesen, einen Baumkreis und Rad- und Wanderwegen aufgewertet.


Essen-Kray

Bismarckturm


Die Radwege sind an das Wegenetz auf der ehemaligen Kray-Wanner-Bahn und auf der alten Essener Bahntrasse (Zollvereinsweg) angeschlossen. Das Gebiet wird durch die kanalisierten Vorfluter des Leither Bachs und des Schwarzbachs sowie durch die B 227 zerschnitten. Auf dem Berg steht der 1900 aus Basaltlava erbaute Bismarckturm der Stadt Essen. Seit 1986 ist der Bismarckturm als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Essen eingetragen worden. Die Initiative zum Bau dieser reinen Feuersäule kam von Emil Kirdorf, dem Vorsitzenden des 1896 gegründeten Bismarck-Vereins des Kreises Gelsenkirchen.


Emil Kirdorf

Gelsenkirchen - Ückendorf

Ehemalige Gebäude der Zeche Rheinelbe - Gelsenkirchener Bergwerks AG


Emil Kirdorf (1847 - 1938) war ein deutscher Industrieller. Kirdorf war einer der ersten bedeutenden angestellten Ruhrindustriellen, die ausschließlich Manager und nicht, wie beispielsweise August Thyssen oder Hugo Stinnes, selbst Eigentümer ihrer Konzerne waren. 1893 wurde Kirdorf Generaldirektor der Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG), zu dieser Zeit das nach Fördermenge größte deutsche Bergbauunternehmen.....

Weitere Informationen zu Emil Kirdorf finden Sie hier....!


Zeche Centrum

Essen-Leithe

Gewerbegebiet Adlerstraße - ehem. Standort der Zeche Zentrum Schacht 4/6


1898 wurde in Leithe der Schacht 4 der Wattenscheider Zeche Centrum abgeteuft. Damals gab es noch 15 Höfe in der Bauernschaft. In diesem Jahr wurden in Essen-Leithe die Vorarbeiten zum Abteufen einer neuen eigenständigen Doppelschachtanlage aufgenommen. Der zunächst einzeln abgeteufte Schacht 4 erreichte noch im selben das Steinkohlengebirge. Hierbei stellte sich heraus, dass die im westlichen Feldesbesitz liegenden Kohlenvorräte nur schwer verkokbare Magerkohle enthielten, während die Zeche Centrum (Wattenscheid) an sich eine Fettkohlenzeche mit Kokereibetrieb war. Daher wurden die Arbeiten zunächst zwecks weiterer Planung unterbrochen. Das Abteufen der Schachtanlage 4 wurde um 1900 wiederaufgenommen und neben Schacht 4 der Schacht 6 in Angriff genommen. Diese Anlage wurde nebst Grubenfeld von der Zeche Centrum abgespalten und fortan als eigenständige Zeche Centrum 4/6 geführt.


Essen-Leithe

Gewerbegebiet Adlerstraße


1902 ging der Schacht 6 in Betrieb. Beide Schächte wurden mit identischen deutschen Strebengerüsten ausgestattet. Die Schachtanlage 4/6 wurde fortan durch die Rheinischen Stahlwerke betrieben. Als Wohnraum für die Bergleute wurden die Siedlungen Wackenberg, Sulzbachtal, Pleskengarten, Tiemansleithe und Volksgartenweg gebaut. Ab 1908 wurde eine Brikettfabrik auf der Zeche betrieben. 1922 beschlossen die Rheinischen Stahlwerke AG, sich dauerhaft von dem Magerkohlengeschäft zu trennen. Daher wurde die Zeche Centrum 4/6 an die Bergbaugesellschaft Adler mbH veräußert. Es wurde geplant, die Zeche mit der ebenfalls im Besitz von Adler stehenden Zeche Johann Deimelsberg zu verbinden. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings an der generell schlechten Wirtschaftslage für Magerkohlenzechen um 1926.


Essen-Leithe

Gewerbegebiet Adlerstraße


Es zeichnete sich ab, dass die Zeche Centrum 4/6 aus eigener Kraft nicht überlebensfähig war. Im Rahmen des allgemeinen Verkaufs der Bergbaubesitztümer der Adler GmbH wurde die Zeche Centrum 4/6 1929 stillgelegt. Im Jahre 1952 wurden Grubenfeld und Schächte von der Zeche Katharina für den erneuten Abbau wieder in Betrieb genommen. Die Schächte wurden aufgewältigt und tiefergeteuft, Schacht 4 erhielt ein neues Fördergerüst. Bis zur Stilllegung von Katharina 1972 blieb die Schachtanlage Centrum 4/6 in Betrieb. Danach wurden die Schächte endgültig verfüllt, und alle verbliebenen Anlagen abgebrochen. Von den ursprünglichen Bebauungen ist nichts erhalten geblieben. Das Gelände Centrum 4/6 beherbergt das Gewerbegebiet Adlerstraße/Leithe. Die Centrumstraße in diesem Gewerbegebiet erinnert noch an die ehemalige Zeche.


Gewerbegebiet Adlerstraße

Essen-Leithe

Gewerbegebiet Adlerstraße


Auf dem früher zum Schacht 4/6 der Zeche Centrum gehörigen Gebiet befindet sich heute das Gewerbegebiet Adlerstraße. Zum Zentrum von Leithe wurde die Gaststätte Max Siepmann. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Gaststätte die erste Apotheke von Leithe aufgemacht. Hans Zumbumsch bekam die Betriebserlaubnis am 15. Mai 1956 und führte die Apotheke in der Gaststätte bis Oktober 1958. Dann wurde die Bonifacius Apotheke in der Wendelinstraße 42 eröffnet. Die Gemeinde Leythe gehörte seit dem 19. Jahrhundert zur Bürgermeisterei Altenessen. 1906 bildeten die Gemeinden Kray und Leythe eine eigene Bürgermeisterei. Bürgermeister waren vom 1. Oktober 1906 bis zum 1. September 1924 Ludwig Kohlen, und vom 3. März 1926 bis zum 30. September 1929 Jacob Weber. Kray und Leythe wurden am 1. April 1921 zur vergrößerten Gemeinde Kray zusammengeschlossen. Als Teil von Kray wurde Leythe 1929 ein Teil der Stadt Essen (jetzt mit der Schreibweise Leithe) [1].


Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Quellennachweis:


1.: Die Informationen zum Stadtteil Essen-Leithe basieren auf dem Artikel Essen-Leithe (Stand vom 21.03.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos Essen-Leithe




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