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Zeche Victoria Mathias

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

...ehemaliger Standort der Zeche Victoria Mathias




Überblick

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

...ehemaliges Verwaltungsgebäude der Zeche Victoria Mathias an der Altenessener Straße...



Im früheren Segerothviertel befand sich bis zur Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts die Zeche Victoria Mathias. Die Zeche war ein Steinkohlenbergwerk im heutigen Bereich des Bezirks Essen-Stadtmitte Nord. Das Bergwerk wurde zwischen 1857 bis 1880 auch Zeche Victoria Mathias & Gustav genannt. Die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Victoria Mathias war eines der Gründungsmitglieder des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte die Zeche zu den bedeutendsten Zechen des Regierungsbezirks Düsseldorf und in den Jahren 1858 bis 1869 war die Zeche Victoria Mathias sogar die größte Zeche an der Ruhr.

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Zeche Victoria Mathias in Essen um 1920 - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Sie befand sich im Osten des alten Segerothviertels. Heute wird das Kerngelände eingegrenzt im Norden von der Grillostraße, im Westen von der Gladbecker Straße, im Süden von der Blumenfeldstraße und im Osten von der Altenessener Straße. Auf dem Gelände befindet sich heute das große RWE-Kraftwerk - Standort des Fernheizwerkes Essen-Nord. Am Standort Altenessener Str. 35 befindet sich noch als letztes Überbleibsel der alten Zeche das ehemalige Verwaltungsgebäude von Victoria Mathias, in dem heute die Firma Westnetz residiert, ein Tochterunternehmen der RWE Deutschland Gruppe.


Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

...ehemaliger Standort der Zeche Victoria Mathias


Das Gelände der Zeche Victoria Mathias ist gewissermaßen die Keimzelle der RWE AG. Das bis zum Jahr 1990 als Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG mit Hauptsitz in Essen bekannte Unternehmen ist einer der größten Energieversorgungskonzerne Europas und gemessen am Umsatz der zweitgrößte Deutschlands. Am 25. April 1898 wurde die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE) durch die Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co und die Deutsche Gesellschaft für elektrische Unternehmungen gegründet, um die Stadt Essen mit Elektrizität zu versorgen. Im Jahr 1902 erwarben August Thyssen und Hugo Stinnes mittels eines von ihnen geführten Konsortiums unter Beteiligung der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und der Disconto-Gesellschaft die Mehrheit an der RWE.


Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Teil eines Grubenlüfters der Zeche Victoria Mathias


Das erste Elektrizitätswerk wurde auf dem Gelände der Stinnes-Zeche Victoria Mathias errichtet. Im Anschluss expandierte die Gesellschaft rasch durch Abschluss weiterer Versorgungsverträge mit Gemeinden im Ruhrgebiet und im Rheinland.

Cöln. Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk in Essen hat dem Staat, den in Betracht kommenden Provinzen und größeren Gemeinden eine ausschlaggebende Beteiligung an seinem Unternehmen angeboten. Wie die „Cöln. Ztg.“ erfährt, findet morgen in Berlin eine Beratung der zuständigen Ministerien unter Zuziehung von Vertretern der beteiligten lokalen Staats- und Gemeindebehörden über die Frage statt, ob und in welcher Form diesem Anerbieten näher getreten werden soll.“ [2]


Geschichte

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Fassade des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Zeche Victoria Mathias


Mit dem Aufschwung des Kohlenbergbaus, in diesem Gebiet speziell die Abteufung der Zeche Victoria Mathias im Jahre 1839, und später auch durch die enorme Expansion der Kruppwerke stieg die Bevölkerung Essens durch Zuwanderungen von Arbeitskräften sprunghaft an, und damit auch die Nachfrage nach billigem Wohnraum. So entstand innerhalb weniger Jahre, wo vorher noch Viehweiden und Äcker lagen, das Arbeiterviertel Segeroth. Die Siedlung erhielt zunächst aus Mitteldeutschland, und bald hauptsächlich aus Ost- und Westpreußen Zuzug, aber auch durch Zuwanderung von Polen, osteuropäischen Juden und Sinti und Roma.


Grubenfelder Mathias und Victoria

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Revisionsöffnung von Schacht Mathias


Im Jahr 1839 legte Mathias Stinnes die Mutung auf die Grubenfelder Mathias und Victoria ein. Diese Felder befanden sich im nördlichen Stadtteil von Essen. Im Jahr darauf gründete Stinnes die bergrechtliche Gewerkschaft Victoria Mathias. Noch in diesem Jahr begannen die Teufarbeiten des Schachtes Mathias im Bereich der Essener Altstadt- heute auf dem Universitätsgelände. Im Jahr 1844 konnte der Schacht Mathias die Förderung aufnehmen. In den folgenden Jahren wurde der Schacht immer tiefer geteuft und zwei Wetterschächte wurden errichtet. Dieser Schacht wurde bereits 1893 stillgelegt. 1857 wurde mit den Teufarbeiten für den Schacht Gustav begonnen.


Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Druckleitung zur Protegohaube auf dem Dach eines Universitätsgebäudes


Dieser Schacht wurde etwa 400 Meter nordöstlich von Schacht Mathias im Bereich westlich der Altenessener- und der Beisingstraße angesetzt. Der Schacht Gustav, der 1861 die Förderung aufnahm und 1965 stillgelegt wurde, erreichte eine Teufe von 1150 m und wurde auch als Schacht 1 bezeichnet. 1898 wurde der Schacht 2 abgeteuft, der bereits 1899 die Förderung aufnahm. Dieser erreichte eine Teufe von 1190 m. Aufgrund des Abbaus durch das Bergwerk kam es im Essener Stadtgebiet zu starken Bergschäden, für die die Gewerkschaft Victoria Mathias Entschädigungen zahlen musste. Auch Schacht 2 der Zeche Victoria Mathias wurde 1965 stillgelegt. Die Revisionsöffnungen beider Schächte befinden sich heute auf dem Gelände der RWE an der Altenessener Straße und sind nicht zugänglich.


Rheinische Bahn

Essen-Segeroth

...ehemalige Schienentrasse der Rheinischen Bahn im Nordviertel...


1866 gelang der bis dahin nur linksrheinisch tätigen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft durch die Errichtung des Trajekt Rheinhausen–Hochfeld über den Rhein, ihre Ruhrgebietsstrecke von Osterath (Meerbusch) über Krefeld-Uerdingen, Rheinhausen, Duisburg-Hochfeld, Mülheim-Speldorf, Mülheim (Rheinischer Bahnhof), Mülheim-Heißen nach Bahnhof Essen Nord (Rheinischer Bahnhof- gegenüber dem heutigen Universitätsgelände) zu eröffnen. Zum größten Teil für die Anschließer kostenlos baute sie die Anschlussgleise zu vielen Steinkohlenzechen in dieser Region. Auch die Zeche Victoria Mathias konnte ihre Produkte nun schneller zu ihren Kunden bringen sowie notwendige Materialien und Maschinen auf diesem Weg transportieren.


Essen-Altendorf

Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


1895 einigte sich die Gewerkschaft mit den Eigentümern der Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack bezüglich der Berechtsamsüberschneidungen. Aufgrund dieser Einigung wurde das Feld Mathias westlich der Mathias-Verwerfung an die Vereinigte Sälzer & Neuack abgegeben. Im Gegenzug dafür erhielt Victoria Mathias die östlich der Verwerfung befindliche Hagenbecker Flözpartie. Am 19. August 1898 ging der Schacht Gustav zu Bruch. Bei dem Versuch, den Schaden zu beheben, kam es am darauffolgenden Tag zu einem weiteren Einsturz im Schacht. Hierbei wurden sieben Bergleute getötet. Der Betrieb wurde daraufhin unverzüglich eingestellt. Der Schacht Gustav wurde verfüllt und neu abgeteuft. Gegen Ende des Jahres 1900 konnte sowohl der Schacht Gustav als auch der Schacht Victoria Mathias 2 die Förderung aufnehmen.


Schächte Graf Beust

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Fassade des Verwaltungsgebäudes der ehem. Zeche Victoria Mathias


Im Jahr 1901 wurde der Schacht 2 mit einer neuen Fördermaschine ausgerüstet, die von der stillgelegten Zeche Vereinigte Hoffnung & Secratarius Aak stammte. 1910 schloss die Gewerkschaft einen Gaslieferungsvertrag mit der Stadt Essen ab. Im Jahr 1926 trat die Gewerkschaft Victoria Mathias der Aktiengesellschaft für Kohleverwertung bei. Am 1. März des Jahres 1929 wurden das Grubenfeld und die Schächte der Zeche Graf Beust angeschlossen. Grund für diese Maßnahme war die Erzielung eines wirtschaftlicheren Betriebes. Die Wasserhaltung für beide Bergwerke verblieb auf Graf Beust. Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand das Bergwerk aus den Betriebsteilen Victoria Mathias 1/2 und Graf Beust 1/2. Die Hauptfördersohle war die neunte Sohle.


Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Brückenträger der Anschlussgleise zur Zeche Victoria Mathias


Von 1950 bis 1961 wurden mehrere Schächte tiefer geteuft. 1957 erreichte der Schacht Gustav eine Teufe von 1150 Metern. Bei einer Teufe von 1122 Metern (- 1052 m NN) wurde die elfte Sohle angesetzt. 1957 wurden die beiden Bergwerke Victoria Mathias und Friedrich Ernestine vereinigt. Das vereinte Bergwerk bestand nun aus den Bereichen Victoria Mathias, Graf Beust und Friedrich Ernestine. Im Jahr 1960 wurden auf Victoria Mathias an Schacht 2 die Teufarbeiten wieder aufgenommen. Im selben Jahr wurde bei einer Teufe von 1190 Metern (- 1120 m NN) eine Teilsohle angesetzt. 1961 wurde auf Friedrich Ernestine an Schacht 4 die Teufarbeiten wieder aufgenommen und der Schacht tiefer geteuft. In diesem Jahr wurde bei einer Teufe von 1099 Metern (- 1010 m NN) die zwölfte Sohle angesetzt.


Bergbaukrise

Essen-Segeroth - Zeche Victoria Mathias

Detail an der Fassade des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Zeche Victoria Mathias


Die Bergbaukrise machte auch vor dieser Zeche nicht halt. Die letzten bekannten Förder- und Belegschaftszahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1964. In diesem Jahr wurden mit 1781 Beschäftigten 562.990 Tonnen Steinkohle gefördert. Schließlich wurde die Zeche Victoria Mathias 1965 stillgelegt. Die Stilllegung erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurde am 30. Juli 1965 das Baufeld Graf Beust stillgelegt. Am 30. November 1965 folgte dann das letzte noch vorhandene Baufeld Victoria Mathias. Im darauffolgenden Jahr wurden die Schächte 1, 2 und 6 verfüllt. Weitere Tagesöffnungen in den Feldern von Vereinigte Hoffnung & Secretarius Aak und Neuwerk wurden ebenfalls verfüllt. Die meisten Tagesanlagen wurden abgerissen. Das gesamte Gelände an der Altenessener Straße ist mittlerweile überbaut, lediglich das Verwaltungsgebäude der Zeche an der Altenessener Straße ist noch erhalten [1].


Grubenunglücke

Essen-Segeroth

Grabdenkmal auf dem Segerothfriedhof zur Erinnerung an das Grubenunglück vom 20. Oktober 1921


Am 22. November 1910 verloren bei einer Schlagwetterexplosion fünf Bergleute ihr Leben. Neun Bergleute kamen am 20. Oktober 1921 bei einer Schlagwetterexplosion ums Leben. Am 1. März des Jahres 1929 wurden das Grubenfeld und die Schächte der Zeche Graf Beust angeschlossen. Am 15. Oktober des Jahres 1930 wurde die Kokerei stillgelegt. Am 1. Mai 1933 kamen acht Bergleute bei einem Grubenunglück ums Leben. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Durchschlag mit der Zeche Friedrich Ernestine erstellt. Am 19. April dieses Jahres wurden bei einer Schlagwetterexplosion drei Bergleute getötet. Bei einem Luftangriff am 12. Dezember 1944 auf den Betriebsteil Graf Beust wurden 99 russische Zwangsarbeiter, die sich in einem Luftschutzstollen befanden, getötet. Im letzten Kriegsjahr wurden die Tagesanlagen der Zeche Victoria Mathias durch Bomberangriffe stark beschädigt.

Auf dem ehemaligen Segerothfriedhof erinnert ein Grabdenkmal an die verstorbenen Bergleute, die bei einem Grubenunglück am 20. Oktober 1921 auf der Zeche Victoria Mathias ums Leben kamen. U.a. befindet sich auch hier auf dem Friedhof die Ruhestätte mit Denkmal der 23 Knappen, die am 21. Mai 1922 auf der Zeche Amalie (Schacht Amalie) verunglückten [1].


Mathias Stinnes (1790 - 1845)

Mathias Stinnes

Mathias Stinnes (1790 - 1845), Kopie von Höing nach unbekannter Vorlage, Ruhr Museum auf der Zeche Zollverein - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Wer war Mathias Stinnes? Der Zechengründer wurde am 4. März 1790 in Mülheim an der Ruhr geboren. Stinnes war ein deutscher Unternehmer, der in Mülheim an der Ruhr eine Firma für Schifffahrt und Kohlenhandel gründete. Er legte mit seinem Unternehmen den Grundstein für die ehemalige Stinnes AG. Mathias Stinnes kam als dritter Sohn des Ruhrschiffers Hermann Stinnes und dessen Ehefrau Margaretha, geborene Werntges, in der damaligen Herrschaft Broich auf die Welt. Schon als Junge arbeitete er auf dem Schiff seines Vaters, danach war er als Schiffergehilfe beim Kohletransport auf der Ruhr tätig. Mit seinen Brüdern gründete Mathias Stinnes 1808 ein Unternehmen für Schifffahrt und Kohlenhandel. 1810 erwarb er einen Kohlenplatz sowie eine zweimastige Ruhraak und transportierte Kohle ruhraufwärts und Waren aller Art ruhrabwärts. Bereits 1820 gehörten zum Konzern Mathias Stinnes vier Bergwerke und 36 Bergwerksbeteiligungen.


Matthias Stinnes

Raddampfschlepper Stinnes 3, erbaut 1866 - Fotoquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


An Rhein und Ruhr gehörten über 65 Binnenschiffe zur Stinnes-Flotte. 1831 erwirkte Stinnes die Zollfreiheit der Rheinschifffahrt und führte 1843 die Dampfschifffahrt auf dem Rhein ein. Die Seetransporte des Unternehmens hatten Hamburg und Stettin als Ziel. Der Bergwerksbesitzer Stinnes führte das senkrechte Abteufen von Kohlenflözen in Deutschland ein. Der Konzern stand auf drei Säulen: Produktion, Handel und Schifffahrt. Als Mathias Stinnes starb, galt er als größter Reeder zwischen Koblenz und Amsterdam. Er verstarb am 16. April 1845 in seiner Heimatstadt Mülheim. Er hinterließ seinen Söhnen Mathias junior (1817 - 1853), Gustav (1826 - 1878) sowie seiner Tochter Katharina (1819 - 1903) die größte deutsche Handelsflotte, Beteiligungen an vierzig Bergwerken sowie umfangreichen Landbesitz. Tochter Katharina war seit 1858 mit Gerhard Küchen senior (1809 - 1886) verheiratet, der in dem Unternehmen seines Schwiegervaters eine führende Rolle übernahm und diese Aufgabe später seinen Sohn Gerhard Küchen junior (1861 - 1932) übertrug. [3]


Hugo Stinnes (1870 - 1924)

Mülheim - Zeche Wiesche

Maschinenhaus


Sein Enkel Hugo Stinnes setzte den erfolgreichen Kurs seines Großvaters weiter fort, allerdings trennte er sich vom Familienunternehmen (Mathias Stinnes KG) und gründete ein eigenes Unternehmen, das zeitweilig eines der größten deutschen Industrie- und Handelsunternehmen war. Hugo Stinnes wurde am 12. Februar 1870 in Mülheim an der Ruhr geboren. Er war ein deutscher Industrieller und Politiker. Der von ihm ab 1893 und insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg geschaffene Montan-, Industrie- und Handelskonzern gehörte zu den größten Mischkonzernen Deutschlands. Zu Beginn der Weimarer Republik zählte Stinnes zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im Deutschen Reich. Nach Lehraufenthalten im Koblenzer Handelsunternehmen Carl Spaeter und in der Mülheimer Zeche Wiesche studierte Stinnes an der Königlichen Bergakademie in Berlin Bergbau sowie Chemie und trat 1890 als Prokurist in das Familienunternehmen Mathias Stinnes KG ein.


Mülheim - Altstadtfriedhof

Familiengruft Hugo Stinnnes


Im Alter von 23 Jahren trennte er sich vom Familienunternehmen und machte sich mit finanzieller Unterstützung seiner Mutter selbstständig. 1903 firmierte das Unternehmen in Hugo Stinnes GmbH um. Geschäftssinn, Handelsgeschick und Weitsicht des jungen Unternehmers führten zu einem grenzenlosen Erfolg. Hugo Stinnes gelang es, unabhängig vom Familienunternehmen seinen eigenen internationalen Handelskonzern aufzubauen. Er verstarb am 10. April 1924 in Berlin, wo er auch politisch tätig war. Stinnes wurde auf dem Altstadtfriedhof in Mülheim-Stadtmitte im Familiengrab seines Vaters Hermann Hugo Stinnes beigesetzt. Bereits ein Jahr nach seinem Tod zerfiel sein Imperium, weil seine Erben nicht in der Lage waren, den Fortbestand des Unternehmens sicherzustellen.


Segeroth-Friedhof

Essen-Segeroth

Grabdenkmal im Segerothpark (westlicher Bereich)


Am 1. November 1868 eröffnete die Güterbahnstrecke vom Bahnhof Altenessen zum heute nicht mehr existierenden Güterbahnhof Essen-Segeroth (in etwa auf dem Gelände des heutigen Universitätsparkplatzes), nicht zu verwechseln mit dem südlicher gelegenen Güterbahnhof Essen-Nord, der an der im gleichen Jahr eröffneten Strecke nach Bergeborbeck lag. Auf dem Segeroth-Friedhof, dem heutigen Segerothpark, liegen unter anderem die Bergleute des schweren Grubenunglücks vom 20. Oktober 1921- Zeche Victoria Mathias - begraben. Auch einige Gräber von Essener Kaufleuten sind hier zu finden. Im südlichen Teil des Segerothparks am Assmannweg (früher Reckhammerweg) existiert bis zum heutigen Tag ein Jüdischer Friedhof.


Segeroth

Essen-Segeroth

Nordwestansicht des Stadtteils


Zu den versunkenen Stadtteilen von Essen gehört der ehemalige Stadtteil Segeroth. Er entstand vor der Kulisse der Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war dies der Platz eines Industrie- und Arbeiterviertels in der Stadt Essen. Oft wurde dieser Stadtbezirk als wilder Norden bezeichnet, weil es hier häufig Auseinandersetzungen gab wegen der Enge des Viertels, in dem viele teils aus Osteuropa eingewanderte Arbeitskräfte leben mussten. Häufig waren diese Arbeitskräfte ohne ihre Familien hier angekommen und mussten sich in schwieriger Umgebung behaupten....

Weitere Informationen zum ehemaligen Essener Stadtteil Segeroth finden Sie hier....!


Universität Duisburg-Essen

Essen-Nordviertel

Universität Duisburg-Essen


Erbaut wurde die Universität als Gesamthochschule Essen ab 1974 als Gebäude-Karree um einen grünen Campus herum am nördlichen Rand der Innenstadt. Auf dem Hochschulareal befand sich u.a. ein zuvor abgerissener Teil des traditionsreichen Arbeiterviertels Segeroth- heute Essen-Nordviertel.....

Weitere Informationen zur Universität Duisburg-Essen im Nordviertel der Ruhrstadt finden Sie hier.....!


Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Quellennachweis:


1.: Die Informationen zur Geschichte der Zeche Victoria Mathias basieren auf dem Artikel Zeche Victoria Mathias (Stand vom 29.05.2012) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Kurzmeldung im Dresdner Journal, Nr. 2, Mittwoch, den 3. Januar 1906

3.: Kurzbiographie Mathias Stinnes - Wikipedia, zuletzt abgerufen am 04. September 2013


Fotos Zeche Victoria Mathias und Umgebung




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