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Essener Innenstadt Teil IV.

Essen-Ostviertel - Klosterstraße

Blick auf das Gebäude der Freien evangelischen Gemeinde Essen-Mitte - im Hintergrund das Rathaus




Überblick

Essen-Ostviertel - Klosterstraße

Impressionen



Diese Seite dokumentiert im vierten Teil einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der attraktiven Essener Innenstadt. Vorgestellt werden hier u.a. das Essener Rathaus, die Kriegsgräberstätte der Zeche Graf Beust an der Gerlingstraße, der Hochbunker Eiserne Hand und Teile des Ostviertels der Innenstadt von Essen. Das Ostviertel ist ein Stadtteil der Stadt Essen und bildet zusammen mit dem Westviertel, dem Nordviertel, dem Südviertel, dem Südostviertel und dem Stadtkern die Stadtmitte. Dieser Stadtteil besteht überwiegend aus dichter Wohnbebauung und Industrieansiedlungen. Die Wohngebiete grenzen direkt an den Stadtkern und werden durch die Goldschmidtstraße von den Gewerbegebieten und Industrieansiedlungen abgetrennt.



Essen-Ostviertel - Kirche

St.-Barbara-Kirche an der Elisenstraße


Durch die nahe Lage im Innenstadtbereich ist das Wohngebiet durch mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Essener Verkehrs-AG an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Hier befindet sich der Betriebshof der Essener Verkehrs-AG, die Hauptfeuerwache sowie die alteingesessene Firma Theodor Goldschmidt AG, die heute zur Evonik AG gehört. Die Universität Duisburg-Essen nutzt neben dem ehemaligen Technikum auch andere Gebäude im Ostviertel. Die 1904 errichtete St.-Barbara-Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1965/1966 instandgesetzt. Heute zählt sie zur Pfarrgemeinde St. Gertrud und diente bis Ende 2014 den italienischen, koreanischen und afrikanischen Gemeinden als Gottesdienststätte.


Essener Rathaus

Essener Rathaus Das Essener Rathaus befindet sich in der Innenstadt der Stadt Essen (am Rand des Ostviertels) und ist seit 1979 Sitz der Essener Stadtverwaltung. Die Postadresse lautet Porscheplatz 1. Das Gebäud...

Kriegsgräberstätte Zeche Graf Beust

Essen-Ostviertel - Denkmal

Zugang zur Kriegsgräberstätte auf dem Gelände der ehem. Zeche Graf Beust


Die 1963/64 angelegte Kriegsgräberstätte der ehemaligen Zeche Graf Beust befindet sich im Essener Ostviertel an der Gerlingstraße. Sie besteht aus einer Grünanlage mit Grabdenkmal und aus einem teilweise zerstörten, als Grabstätte belassenen unzugänglichen Luftschutzstollen, der sich unter dem Denkmalbereich befindet. Von der Gerlingstraße - ein Schild am Zugang verweist auf diese Stätte - führt ein schmaler Weg durch eine Grünanlage bis zum eigentlichen Denkmal, das an die 99 hier verschütteteten russischen Kriegsgefangen erinnern soll. Sie kamen bei einem verheerenden Luftangriff britischer Bomber auf die Stadt Essen am 12. Dezember 1944 zusammen mit einem deutschen Unteroffizier ums Leben.


Essen-Ostviertel - Denkmal

Kriegsgräberstätte auf dem Gelände der ehem. Zeche Graf Beust


Die Gebeine der Kriegsgefangenen ruhen noch heute in dem Luftschutzstollen. Die Gedenkstätte, deren Entstehung seit 1963 mit Kontakten zu der russischen Botschaft einherging, war später ein Ziel von Besuchergruppen ehemaliger russischer Zwangsarbeiter, von der Stadt Essen eingeladen und geführt vom Stadthistoriker Dr. Ernst Schmidt. Die Führungen begannen an der Gedenkstätte und Dr. Emst Schmidt erinnert sich, dass russische Besucher von der Tragik des Geschehens und der Eigenart der Grabstätte besonders gerührt gewesen seien und dass Anregungen zur Umbettung der Kriegstoten nicht zu vernehmen waren.


Essen-Ostviertel - Denkmal

Kriegsgräberstätte auf dem Gelände der ehem. Zeche Graf Beust


Die hier verstorbenen 99 sowjetischen Kriegsgefangenen, die auf der Zeche Graf Beust als Zwangsarbeiter eingesetzt waren, suchten zum Zeitpunkt des Angriffs einen von ihnen selbst angelegten und gegrabenen Luftschutzstollen auf dem Areal der Zeche auf. Den nur wenig entfernten Hochbunker in diesem Bereich konnten sie nicht nutzen, da es Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern nicht gestattet war, hier Schutz zu suchen. Sie wurden von einem deutschen Unteroffizier begleitet. Durch einen Bombentreffer stürzten Teile des Stollens ein und alle Schutzsuchenden kamen in dem Stollen um. Am 12. Dezember 1964, dem zwanzigsten Jahrestag des Todes der Kriegsgefangenen in dem Luftschutzstollen fand eine feierliche Kranzniederlegung an der neuen Gedenkstätte statt.


Essen-Ostviertel - Denkmal

Kriegsgräberstätte auf dem Gelände der ehem. Zeche Graf Beust


An der Trauerfeier nahm unter anderem der Bonner Korrespondent der russischen Nachrichtenagentur TASS, lgor Jakowlew, teil. Die deutsche Inschrift wird in russisch, in kyrillischer Schrift, wiederholt. Sie war 1964 "im Einvernehmen mit der sowjetischen Botschaft" gewählt worden:

HIER RUHEN 99 RUSSlSCHE
KRIEGSGEFANGENE,
VERSCHÜTTET DURCH
FLIEGERBOMBEN
AM 12. DEZEMBER 1944

Darunter befindet sich die russische Inschrift. Das Bronzerelief mit kreuzförmigem Umriss zeigt in abstrahierenden Formen die Figur eines hinsinkenden Verschütteten in Rückenansicht. Es wurde von Peter Weiss, Darmstadt, geschaffen. Mittlerweile sind zu jeder Seite des Reliefs zwei Tafeln mit den Namen der Toten angebracht worden. Die Einweihung der neuen Inschrifttafeln fand am 1.9.2014 statt [1].




Hochbunker im Ostviertel

Essen-Ostviertel - Bunker

Hochbunker am Rande des Zechenareals von Graf Beust


An der Straße "Eiserne Hand" im Essener Ostviertel befindet sich ein Hochbunker für den öffentlichen Luftschutz im Zweiten Weltkrieg. Er wurde im Rahmen des im Oktober 1940 angeordneten reichsweiten „Führer-Sofortprogramms“ für den Luftschutz an der ehemaligen Straße Lysegang (diese Straße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg südlich des Schachtgeländes von Graf Beust verlegt) errichtet. Erbaut wurde der Bunker von Dezember 1940 bis April 1941 als Betonrohbau. Der Bunker lag etwa 200 m nordöstlich der Schächte 1 und 2 der damaligen Zeche Graf Beust, etwa 300 - 400 m südöstlich der damaligen „Chemischen Fabrik Goldschmidt“ und etwa 200 m Fußweg von der 1904 geweihten, südöstlich gelegenen katholischen Pfarrkirche St. Barbara entfernt.


Essen-Ostviertel - Bunker

Eingang an der Westseite


Das zweigeschossige Bauwerk bot Luftschutz für etwa 430 Personen. Das Flachdach aus Eisenbeton besitzt eine 1,40 m starke Schutzdecke. Die beiden Eingänge des Bunkers befinden sich in weitem Abstand voneinander- einer an der Südseite und der andere an der Westseite des Gebäudes. Die Außenwände des Hochbunkers sind etwa 1,10 m stark ausgeführt worden, ebenfalls in Stahlbeton. Die Bunkeranlage war im Zweiten Weltkrieg nur gering beschädigt worden und konnte 1983 für den Zivilschutz modernisiert werden, u.a. erhielt das Bauwerk eine ABC-Schutzbelüftungsanlage. Der Hochbunker liegt in der Nähe eines Stollensystems, das sich russische Zwangsarbeiter als Schutz vor den Bomben der Aliierten gegraben hatten.


Essen-Ostviertel - Bunker

Hochbunker am Rande des Zechenareals von Graf Beust


Zwangsarbeiter besaßen kein Recht auf einen Bunkerplatz, deshalb suchten sie am Abend des 12. Dezember 1944 Schutz vor den Bomben in einem nur etwa 6 - 9 m tiefen Stollen auf dem Zechenareal von Graf Beust. Mehrere Bombentreffer brachten den Stollen in Teilen zum Einsturz und die Schutzsuchenden wurden verschüttet. 99 russische Zwangsarbeiter und ein deutscher Unteroffizier starben hier in diesem Luftschutzstollen. Ihre Gebeine befinden sich noch heute an dieser Stelle, deshalb wurde 1964 über dem Stollen ein Denkmal errichtet. Die Bezirksregierung Düsseldorf stellte den Luftschutzbunker an der Eisernen Hand im Essener Ostviertel unter Denkmalschutz, in dem einst tausende Essener während der Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges Schutz fanden. Den Bunker kann man über die Straße Barbarakirchgang erreichen [2].


Essener Rathaus

Essen-Rathaus

Ansicht von der Fußgängerbrücke über die Schützenbahn


Das Essener Rathaus befindet sich in der Innenstadt der Stadt Essen (am Rand des Ostviertels) und ist seit 1979 Sitz der Essener Stadtverwaltung. Die Postadresse lautet Porscheplatz 1. Das Gebäude wurde in den Jahren 1975 - 1979 als Hochhaus errichtet. Es besitzt 23 Etagen und bietet auf 69 000 Quadratmetern Nutzungsfläche Platz für ca. 1900 Beschäftigte. Das Essener Rathaus wurde im modernen Baustil vom Architekten Theodor Seifert errichtet. Die Gesamthöhe des Gebäudes beträgt 106 Meter....

Weitere Informationen zum Rathaus der Stadt Essen finden Sie hier.....!


Zeche Graf Beust

Essen-Ostviertel - Zeche Graf Beust

Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zeche Graf Beust im Essener Ostviertel


Im Ostviertel der Essener Innenstadt befindet sich das ehemalige Betriebsgelände der Zeche Graf Beust. Wer nicht weiß, wo sich diese Zeche damals befand, würde sie oder das Gelände im heutigen Ostviertel der Stadt Essen nicht mehr finden, den das Zechenareal wurde größtenteils komplett überbaut. Benannt wurde die Zeche nach dem rheinischen Berghauptmann Ernst August Graf von Beust. Graf von Beust (1783 - 1859) war ein preußischer Geologe und Bergbeamter und der erste Berghauptmann des rheinischen Oberbergamtes....

Weitere Informationen zur ehemaligen Zeche Graf Beust im Essener Ostviertel finden Sie hier....!


Zeche Hercules

Essen-Ostviertel - Zeche Hercules

Areal der ehem. Zeche Hercules zwischen der Natorpstraße und der Glashüttenstraße


Im Ostviertel der Essener Innenstadt befindet sich das Areal des ehemaligen Bergwerks Hercules. Heute erinnert außer der Straßenbezeichnung Herkulesstr. fast nichts mehr an das Steinkohlenbergwerk. Die Zeche Hercules befand sich zum Zeitpunkt der Gründung außerhalb der Stadtmauern von Essen und somit auch außerhalb der Stadt in einem damals zwar noch ländlichen aber stadtnahen Gebiet. 1855 konsolidierten mehrere Essener Kaufleute die Grubenfelder „Hercules“, „Katharina“, „Wohlfahrt“ und „Amsterdam“ zur Gewerkschaft Hercules mit....

Weitere Informationen zur ehemaligen Zeche Hercules im Ostviertel der Essener Innenstadt finden Sie hier....!


Quellennachweis:


1.: Die Informationen zur Kriegsgräberstätte der ehemaligen Zeche Graf Beust im Essener Ostviertel stammen aus der Denkmalliste der Stadt Essen, eingetragen am 16.08.2008, zuletzt abgerufen am 06.11.2016!

2.: Die Informationen zum Hochbunker auf dem Areal der ehem. Zeche Graf Beust im Essener Ostviertel stammen aus der Denkmalliste der Stadt Essen, eingetragen am 11.09.2012, zuletzt abgerufen am 09.11.2016!


Fotos der Essener Innenstadt Teil IV.




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