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Essen-Steele

Essen-Steele

Stiftung der Fürstäbtissin Franziska Christine - ehemaliges Stiftswaisenhaus in Essen-Steele...




Übersicht

Essen-Steele

Grendplatz



Die ehemals selbstständige Stadt Steele wurde 1929 zur Stadt Essen eingemeindet. Die Stadtrechte besitzt Steele seit dem Jahr 1578. Sie liegt im Osten der Großstadt Essen und grenzt im Norden an den Essener Stadtteil Kray, im Nordosten an Leithe, im Osten an Freisenbruch, im Südosten an Horst, im Süden an Überruhr, im Südwesten an Bergerhausen und im Westen an Huttrop. Die Geschichte von Steele reicht bis in das 9. Jahrhundert zurück. 840 wird der Ort Steele erstmals urkundlich erwähnt. 938 hielt der deutsche König und spätere römische Kaiser Otto I. der Große einen Hoftag dort ab. Steele, das einstige Dorf am Hellweg, hatte sich im Industriezeitalter zu einer selbstständigen Stadt entwickelt.




Essen-Steele

Musis-Patriae-Deo - für die Künste, für das Vaterland - für Gott - Wahlspruch über dem Portal des Carl-Humann-Gymnasiums in Steele


Der Name „Steele" stammt wahrscheinlich von den Ripuarern, die neben anderen germanischen Stämmen hier siedelten. 1047 wird in einem Verzeichnis des Klosters zu Werden die Bauernschaft Freisenbruch erwähnt. Durch diese Bauernschaft verlief ein zweiter Zweig des Hellwegs, nachdem er durch die Errichtung von Haus Horst sicherer wurde. Der ursprüngliche Hellweg verlief über Schonnebeck und durch die Bauernschaft Kray-Leithe. Der Weg "Im Helf" (verkürzt für Im Hellwegshof) um das Gewerbegebiet Adlerstraße erinnert noch an den alten Verlauf. Beide Wege wurden noch Jahrhunderte später nebeneinander benutzt. Mit Hellweg ist hier der "Westfälische Hellweg" gemeint, dessen westlicher Teil der mittelalterlichen Wegverbindung zwischen Rhein und Elbe entlang des nördlichsten deutschen Mittelgebirges führte. Im Speziellen bezeichnet der Begriff den Abschnitt zwischen Duisburg und Paderborn bis zum Weserübergang bei Corvey auf der Straße zwischen Aachen und Goslar [1].


Stiftswaisenhaus

Essen-Steele

Portal der Residenzkapelle


Das Stiftswaisenhaus in Essen-Steele ist eine Stiftung der Fürstäbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach (1726 - 1776), einer aufgeklärten und um soziale und Erziehungsfragen sehr bemühten Regentin, die das Haus für Waisenkinder errichtete. Das mächtige spätbarocke Gebäude wurde von 1764 - 1769 erbaut. Die zwischen den beiden Wohnflügeln gelegene Residenzkapelle mit Zwiebelturm wurde 1770 durch den Werdener Abt Anselm Sonius geweiht. Das Portal wird vom Essener Fürstenhut bekrönten Wappen der Stifterin geschmückt. Im Kircheninneren befinden sich drei barocke Altaraufbauten mit Figuren des Künstlers Josef Feil aus Münster, einem Mitarbeiter von Johann Conrad Schlaun. Von Januarius Zick stammen die Gemälde, die im Hochaltar die Aufnahme Mariens in den Himmel, im linken Seitenaltar den Heiligen Josef und im rechten den Heiligen Aloisius, den Patron der Jugend, darstellen.


Essen-Steele

Stiftung der Fürstäbtissin Franziska Christine - ehemaliges Stiftswaisenhaus in Essen-Steele...


Die Stifterin, die vorletzte Fürstäbtissin des Essener Stifts, die am 16. Juli 1776 verstarb, wurde in einer Gruft unter der Kapelle des Waisenhauses bestattet. Die schlichte Grabplatte befindet sich im Mittelgang. Unterhalb des Turmes liegt das Grab des Leibmohren der Fürstäbtissin. Die Kirche ist zugänglich, leider nicht der sehr schöne Residenzsaal mit Stuckarbeiten des Rokoko und zahlreichen großen Ölbildern von Fürstäbtissinnen und deren Verwandten und dem alten Mobiliar. Neben der Kinderbetreuung bietet die Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung Wohnungen für Senioren, vollstationäre Pflege, eine Kurzzeitpflege und eine Tagespflege an.


Essen-Steele

Fachwerkhäuser am Kirchenhügel


Die ehemalige selbständige Stadt Steele, mit den dem Kruppschen Werkzeichen gleichenden drei Ringen im Wappen, lohnt einen Rundgang vorbei an zahlreichen noch erhaltenen Fachwerkhäusern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, besonders um die auf einem Kirchenhügel liegende Laurentiuskirche herum. Aus einem karolingischen Reichsgut (Königshof) hervorgegangen, besaß der alte Oberhof Eickenscheidt zeitweilig 113 Unterhöfe. Im Jahre 840 wird der Hof Eickenscheidt erstmalig urkundlich erwähnt. Nach der Uberlieferung fand hier 938 ein „Reichstag" Otto I., wohl richtiger ein Hoftag, statt. Die Stadtrechte erhielt Steele 1578 von der Essener Fürstäbtissin als Landesherrin.


Essen-Steele

...katholische St. Laurentiuskirche


Die Äbtissin Elisabeth von Manderscheid-Blankenheim verlieh der Stadt ihr Siegel mit drei Ringen. Mit den Fürstäbtissinnen war die Stadt immer freundschaftlich verbunden, stellte z. B. die Leibgarde. Zeitweilig hatten die Fürstäbtissinen ihre Residenz in Steele, besonders bei Streitigkeiten mit den Essener Bürgern. Das Handwerk, vor allem das Schmiedehandwerk und eine Gewehrfabrikation in der heute noch stehenden Spillenburg, und der Handel, später auch die Glasindustrie (Firma Wisthoff) bildeten die Lebensgrundlage von Steele. Von den später eingemeindeten Bauernschaften gehörten der Steeler Berg, Freisenbruch, Horst und Eiberg bis zum 13. Jahrhundert zu Essen, dann nach den Isenberger Wirren zur Grafschaft Mark, schließlich zum Königreich Preußen, was zu dem Namen „Königsteele" führte.


Geschichte

Essen-Steele

Details des Steeler Wappens an einem Fachwerkhaus am Kirchenhügel


Steele hat sich von einem kleinen Dorf am Hellweg mit bekanntem Schmiede-Handwerk zu einer selbstständigen Stadt im Industriezeitalter entwickelt. Seit 1929 zu Essen gehörig hat es sich heute, trotz einer radikalen Stadtsanierung in den 1970er Jahren, zu einem bedeutenden Mittelzentrum entwickelt. Im Jahr 938 wird hier ein Hoftag von König Otto I. abgehalten, der später als Kaiser „Otto der Große" in die Geschichte Deutschlands eingehen wird. Otto I. stammte aus Sachsen und lebte von 912 - 973. Bereits 936 wird er als König genannt und 962 krönt in Papst Leo VIII. in Rom zum Kaiser.


Essen-Steele

Laurentiusstift


Ab 1226 erfolgt eine Neuaufteilung des Steeler Gebietes infolge der Wirren um die Ermordung des Erzbischofs Engelbert von Köln und der Hinrichtung des Grafen Friedrich von Isenburg. Die Gemeinden Steeler Berg (Königssteele), Freisenbruch, Horst und Eiberg werden Graf Adolf I. von der Mark zugesprochen und werden damit westfälisch. Im Jahr 1314 wird Steele eigener Pfarrbezirk; die katholische St. Laurentiusgemeinde betrachtet dieses Jahr als ihr Gründungsjahr. Im Jahr 1548 wird, nach einem verheerenden Stadtbrand, eine neue Stadtmauer mit vier Haupttoren errichtet. 1815 wird die Mauer niedergelegt, nur noch wenige Reste sind heute am Albertine-Badenberg-Weg und in der Grendgasse zu sehen.





Essen-Steele

Brunnen und Treppenaufgang zur St. Laurentiuskirche


1578 bestätigt die Furstäbtissin von Essen, Elisabeth von Manderscheid-Blankenheim, die Privilegien von Steele und verleiht dem Ort ein Siegel mit drei Ringen, dem Zunftzeichen der Schmiedegilde. Die drei Ringe symbolisieren den unlösbaren Zusammenhalt der in der Gilde vereinigten Huf-, Nagel- und Rinkschmiede, der Schlosser, Büchsen- und Goldschmiede. Im Jahr 1695 wird den lutherischen Christen eine eigene Kirche und Schule am Steeler Berg erlaubt. 1764 errichtet die Äbtissin Franziska Christine das Waisenhaus für „Kinder von braven katholischen Eltern" in Steele, dessen Barockfassade noch heute das Stadtbild prägt. Seit 1775 Stiftung, besteht diese Einrichtung heute als moderne Hilfseinrichtung für Jugendliche und Erwachsene.


Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft

Essen-Steele

Bahnhof Essen-Steele-Ost


Bei der Neuordnung Europas 1815 auf dem Wiener Kongress kommt Steele endgültig zu Preußen und gehört als Bürgermeisterei zum Landkreis Essen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Provinz Niederrhein. Am 1. März 1862 wird von der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft die Strecke Bochum - Steele - Essen - Mülheim (Ruhr) - Oberhausen dem Betrieb übergeben. Steele erhält damit den ersten Eisenbahnanschluss. Der heutige Bahnhof Essen-Steele-Ost ist der erste Steeler Bahnhof. 1863 übernahm die BME die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn-Gesellschaft und verband deren Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr mit ihrer eigenen Strecke im Bahnhof Steele über die neue Ruhrbrücke und baute die Strecke weiter nach Dahlhausen. Der so entstandene Knotenbahnhof hatte im Laufe der Zeit verschiedene Namen: Königssteele, Steele Nord, Steele Hbf, heute Bahnhof Essen-Steele Ost.


Essen-Steele

...schöne Häuserzeile an der Westfalenstraße...


Am 1. August 1929 wird die bis dahin selbstständige Stadt Steele nach Essen eingemeindet. Drei Jahre vorher hat sich das Amt Königssteele mit den Gemeinden Königssteele, Horst, Eiberg und Freisenbruch mit Steele vereinigt. In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 wird die Sperrmauer des Möhnetal-Stausees durch eine Fliegerbombe getroffen, am Mittag erreicht die Flutwelle Steele und überschwemmt Teile des Stadtgebietes. Im Vergleich mit dem sonstigen Essener Stadtgebiet gibt es zwischen 1941 und 1945 nur wenige Zerstörungen durch Bombenangriffe.


Essen-Steele

...die Ruhr bei Essen-Steele in der Nähe der Spillenburg...


1961 beschließt der Rat der Stadt Essen den Bau der Oststadt. In der Folge entstehen die Großsiedlungen Isinger Feld, Bergmannsfeld und! Hörsterfeld. Am 25. Oktober erfolgt der Ratsbeschluss zur Aufstellung von Bebauungsplänen zur Stadtsanierung von Steele. In den folgenden 25 Jahren erfolgt die bis dato größte Flächensanierung der Bundesrepublik, bei der hunderte von Häusern abgerissen werden. Infolge der Sanierungsmaßnahmen entstehen ein größerer Bahnhof samt Verkehrsplatz, ein Einkaufszentrum (Center Carree) und die Fußgangerzone zwischen Kaiser-Otto-Platz, Grendplatz und Dreiringplatz.

Textquelle: Geschichts- und Denkmaltafel am Kaiser-Otto-Platz


Evangelische Friedenskirche

Evangelische Friedenskirche Die evangelische Friedenskirche befindet sich im Essener Stadtteil Steele, einer ehemals selbstständigen Stadt. Es handelt sich um ein aus Sandsteinquadern errichtetes, neugotisches, dreischiffig...

Zeche Johann Deimelsberg Wie fast überall im Ruhrgebiet gab es auch in Steele frühen Bergbau. Hier an der heutigen Westfalenstraße befand sich die Zeche Deimelsberg. Die Zeche Johann lag etwas weiter nordöstlich in der N...

Ehemalige Jüdische Gemeinde in Steele

Ehem. jüdische Gemeinde in Steele Schon seit dem Mittelalter lebten Juden in Steele. Zuerst eine kleine Gemeinschaft, aus der dann im ausgehenden 18. Jahrhundert eine kleine Gemeinde wurde. Im 19. Jahrhundert vergrößert sich die ...

Stadtgarten Steele Ein Kleinod in Essen-Steele ist der schön angelegte Stadtgarten, der auf das Jahr 1897 zurückgeht. Er befindet sich im westlichen Bereich des Essener Stadtteils. 1892 wurde ein Verschönerungsvere...



Katholische Pfarrkirche St. Laurentius

Essen-Steele

Katholische Pfarrkirche St. Laurentius


Die St. Laurentius Kirche in Essen-Steele ist die älteste Kirche am Ort. Sie befindet sich auf dem Kirchenhügel oberhalb des Kaiser-Otto-Platzes an der Paßstraße. In der Pfarrchronik ist zu lesen, das um 1080 erstmalig ein Priester in Steele genannt wird, der wohl an dieser ersten Laurentiuskirche gewirkt hat. Die Gemeinde wurde bereits im Jahre 1314 gegründet. Im Jahr 1697 gründet der Vikar Leo Hertiger die "Lateinschule", aus der das spätere Carl-Humann-Gymnasium hervorgeht. Die heutige Kirche wurde in den Jahren von 1871 - 1873 errichtet. Es handelt sich um eine dreischiffige, im neugotischen Stil erbaute Kirche in der Form eines Oktogon. Die Einweihung erfolgte am 20. Mai 1875 durch den Erzbischof von Köln, Paulus Melchers.


Essen-Steele

...schönes Kirchenportal von St. Laurentius


Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Kapelle aus dem 11. Jahrhundert, die in Erinnerung an den Besuch Kaiser Ottos I. auf dem Hoftag 938 zu Steele errichtet wurde. Um 1360 erfolgte ein spätromanischer Neubau. Die Kirche wurde im Kriegsjahr 1944 durch Luftminen bis auf die Außenwände zerstört. Zwischen 1945 und 1948 wurde die Kirche wiederhergestellt. Die Gestaltung des Innenraumes erfolgte 1969/1978 nach Plänen von Rudolf Peer. Im Jahr 1999 wurde die Restaurierung der historischen Sonreck-Klais-Orgel aus dem Jahr 1874 durchgeführt. Die St. Laurentiusgemeinde in Essen-Steele feierte im Jahr 2014 ihr 700jähriges Bestehen.


Evangelische Friedenskirche

Essen-Steele

Evangelische Friedenskirche Steele


Die Friedenskirche wurde in den Jahren 1871/72 als Ersatzneubau für die zu klein gewordene 1697 gebaute alte evangelische Kirche zu Königssteele errichtet. Die alte Kirche stand etwa dort, wo sich heute der Turm der Friedenskirche befindet. Sie lag auf dem Gebiet der zum damaligen Kurfürstentum Brandenburg-Preußen gehörenden Grafschaft Mark, unmittelbar jenseits der Grenze der zum Stift Essen gehörenden Stadt Steele. Dort hatte die katholische Fürstäbtissin keinen protestantischen Kirchenbau erlaubt....

Weitere Informationen zur evangelischen Friedenskirche im Essener Stadtteil Steele finden Sie hier....!


Carl Humann (1839 - 1896)

Essen-Steele

Gedenkstätte Carl Humann am Rande des Kaiser-Otto-Platzes


Einer der größten Söhne der damals selbstständigen Stadt Steele ist der Archäologe Carl Humann. Humann wurde am 4. Januar 1839 in Steele, einem kleinen Ort in der Nähe von Essen geboren. Humann war ein deutscher Ingenieur, Architekt und Klassischer Archäologe, der durch die Entdeckung des Pergamonaltares bekannt geworden ist. Desweiteren hat er an der Erforschung zahlreicher anderer Kulturstätten in Griechenland, im Osmanischen Reich und Palästina gearbeitet. Carl Humann starb am 12. April 1896 nach längerer, schwerer Krankheit in seiner Wahlheimat im Osmanischen Reich, der Stadt Smyrna (heute Izmir), einer damals mehrheitlich von Griechen bewohnten ehemaligen kosmopolitischen Metropole und wurde dort auf einem Friedhof beerdigt.


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Karl-Humann-Gymnasium


1967 wurde der dortige Friedhof aufgelassen und die Gebeine Carl Humanns in sein geliebtes Pergamon (heute: Bergama) überführt und dort am Burgberg begraben. Heute erinnern in Steele eine Straße und der Name des Gymnasiums - 1935 in der Zeit des Nationalsozialismus umbenannt - an Carl Humann. Am Rande des Kaiser-Otto-Platzes, an dem sich einst sein Geburtshaus befand, wurde eine Gedenkstätte eingerichtet. Seine Büste, eine Kopie aus dem Berliner Pergamonmuseum des Künstlers Adolf Brütt, zusammen mit einer Gedenktafel, die eine kurze Biographie Carl Humanns enthält, wurde von der Bezirksvertretung VII Steele/Kray aufgrund einer Initiative des Steeler Archiv e.V. hier aufgestellt.

Weitere Informationen zur Person Carl Humann und seinen Entdeckungen in den Ländern der Levante finden Sie auf meiner Website Reiseinformationen zur Insel Samos in Griechenland....!


Karl-Humann-Gymnasium

Essen-Steele

Karl-Humann-Gymnasium


Das Karl-Humann-Gymnasium ist ein städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen. Im Jahr 1697 gründet der Vikar Leo Hertiger die "Lateinschule", aus der das spätere Karl-Humann-Gymnasium hervorgeht. Später entsteht eine Rektoratsschule. Das Gebäude am Grendplatz, die Rektoratsschule, war für ein neunjähriges Gymnasium zu klein geworden. Deshalb entsteht ab 1902 ein neues Gebäude am Laurentiusweg. Am 17. Mai 1904 konnte das neue Gebäude bezogen werden. Es ist nun ein Vollgymnasium mit der Berechtigung zur Durchführung von Abiturprüfungen. Über dem Eingangsportal stehen in vaterländischer Manier die Worte "MUSIS PATRIAE DEO" - für die Künste, für das Vaterland, für Gott. Unter den Widmungsworten steht seit 1935 der neue Namen der Schule: "Karl-Humann-Gymnasium". In einem Festakt am 22. Juni 1935 wurde die Büste Humanns auf der Ehrentafel der Stadt Steele im Eingangsportal der Schule aufgestellt, zur Erinnerung an den in Steele geborenen Carl Humann.


...ehem. Rathaus der Stadt Steele

Essen-Steele

Kulturzentrum Grend


Am Grendplatz befindet sich das ehemalige Rathaus der damals selbstständigen Stadt Steele. Errichtet wurde das Gebäude im Jahre 1876 für die Steeler Rektoratsschule, aus der sich später das Karl-Humann-Gymnasium entwickelte. Als die Schule im Jahre 1904 einen Neubau bezog, wurde das alte Schulgebäude zum Rathaus der Stadt Steele umgestaltet und am 24. November 1904 eingeweiht. Nach der Eingliederung Steeles in die Stadt Essen am 1. August 1929 diente das Rathaus weiterhin als städtisches Bürogebäude für die damals neu eingerichtete Verwaltungsstelle Essen-Steele. Heute nutzt das Kulturzentrum Grend das Gebäude, in dem sich u.a. Deutschlands erstes Ruhrgebietstheater, das Theater Freudenhaus, befindet.

Weitere Informationen zum Kulturzentrum Grend in Essen-Steele finden Sie hier....!


Glashütte Wisthoff

Essen-Steele

...ehemaliges Wohnhaus des Fabrikanten Wisthoff


Im Jahr 1723 entsteht in Königssteele eine Glashütte, die als „Königliche Glas-Manufaktur" durch den König von Preußen privilegiert wird. Nach wechselvollem Schicksal anfangs des 19. Jahrhunderts kommt die Hütte in den Besitz von Wisthoff, unter dessen Namen sie bis Ende des 20. Jahrhunderts firmiert. Das ehemalige, heute denkmalgeschützte Wisthoff'sche Wohnhaus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im sogenannten "Bergischen Typ" als Wohnhaus des Fabrikanten Wisthoff errichtet. Seit 1973 ist es Sitz des evangelischen Gemeindeamtes Königssteele. Friedrich Ignaz Wisthoff hatte 1820 die damals gegenüberliegende alte Knohl'sche (vormals Hünninghauser) Glashütte übernommen und 1824/25 erneuert.


Wasserturm Essen-Steele

Essen-Steele

Wasserturm am Laurentiusweg


Der Wasserturm am Laurentiusweg 83 wurde 1898 auf dem höchsten geographischen Punkt in Steele errichtet und bezog sein Wasser aus dem Steeler Wasserwerk an der Westfalenstraße direkt an der Ruhr. Der dreigeschossige runde Wasserturm ist aus Ziegelsteinen gemauert, auf dem der sichtbare Wasserbehälter aus Stahlblech mit 1.000 Kubikmeter Volumen ruht. Der Turmschaft schließt mit einem Rundbogenfries im Stil des Historismus ab. Der freiliegende Wassertank ist nichtarchitektonisch verkleidet und kragt provokativ über den Turmschaft hinaus. Nach seiner Außerbetriebnahme stand er 1984 zum Verkauf. Er wurde 1986 grundlegend von Axel Kalenborn restauriert. Der Turm steht seit 14. Mai 1987 unter Denkmalschutz. Bis 2006 beherbergte der Wasserturm dann eine Galerie. Seit Ende 2006 ist hier ein Software-Unternehmen ansässig.


Zeche Johann Deimelsberg

Essen-Steele

Zeche Johann Deimelsberg - ehem. Verwaltungsgebäude


Wie fast überall im Ruhrgebiet gab es auch in Steele frühen Bergbau. Hier an der heutigen Westfalenstraße befand sich die Zeche Deimelsberg. Die Zeche Johann lag etwas weiter nordöstlich in der Nähe des Holbecks Hof. Unter dem Namen Gewerkschaft der Zeche Johann Deimelsberg schlossen sich zwischen 1885 und 1887 zwei Zechen zusammen, die schon seit langer Zeit im Raum westlich von Steele Kohleabbau betrieben. Ein Stollen namens Deimelsberg wurde schon im 16. Jahrhundert erwähnt. Der Deimelsberger Stollen, aus dem die Zeche entstand....

Weitere Informationen zur Zeche Johann Deimelsberg im Essener Stadtteil Steele finden Sie hier.....!


Ehem. jüdische Gemeinde in Steele

Essen-Steele

Jüdischer Friedhof Hiltrops Kamp


Schon seit dem Mittelalter lebten Juden in Steele. Zuerst eine kleine Gemeinschaft, aus der dann im ausgehenden 18. Jahrhundert eine kleine Gemeinde wurde. Im 19. Jahrhundert vergrößert sich die Gemeinde, so dass über den Bau einer Synagoge nachgedacht wird. 1882 beginnen die Bauarbeiten für das jüdische Gotteshaus am Isinger Tor, einem Platz, an der sich früher eines der vier Steeler Stadttore befand. Am 14. September 1883 weihen die in Steele lebenden Juden am Isinger Tor ihre Synagoge. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich die jüdische Volksschule....

Weitere Informationen zur ehemaligen jüdischen Gemeinde in Steele finden Sie hier....!


Franz Dinnendahl

Essen-Bergerhausen

Fassade der Dinnendahl'schen Fabrik an der Westfalenstraße


Einer der Pioniere der Industrialisierung des Ruhrgebietes wurde im Essener Stadtteil Horst (Königssteele), genauer gesagt auf der Horster Mühle geboren. Es handelt sich um Franz Dinnendahl, den Konstrukteur und Erbauer der ersten Dampfmaschine im Ruhrgebiet. Dinnendahl wurde am 20. August 1775 in Horst geboren. Er baute 1803 in Essen die erste Dampfmaschine im Ruhrgebiet. Dinnendahl kam als Sohn eines Müllers zur Welt. Als Jugendlicher arbeitete er als Viehhirte, um dann zwei Jahre lang als Kohlenschieber sein Geld zu verdienen...

Weitere Informationen zum Erbauer der ersten Dampfmaschine im Ruhrgebiet Franz Dinnendahl finden Sie hier....!


Quellenangabe:

Wappen von Steele

Grafik: Wikipedia (gemeinfrei)


1.: Die Informationen zur Geschichte des Essener Stadtteils Steele basieren auf dem Artikel Essen-Steele (Stand vom 28.02.2014) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




Fotos Essen-Steele




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