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Abtsküche

Heiligenhaus

Abtsküche




Übersicht

Heiligenhaus - Abtsküche

Haus Hetterscheid



Vor den Toren der Stadt Heiligenhaus liegt im schönen Vogelsangbachtal die Abtsküche. Dies ist ein Name, der eng mit dem ehemaligen Benediktinerkloster Werden verbunden war. Zu sehen ist heute noch ein Wehrturm und das alte Fachwerkhaus des Hofes Hetterscheid sowie eine Scheune im hinteren Bereich. Früher wurde der Ortsteil Hetterscheid im heutigen Heiligenhaus auch als Werdener Land bezeichnet.

Alte Schule

Heiligenhaus

Abtsküche - Schönes Fachwerkhaus



Auf der anderen Straßenseite ist ein aus dem Jahre 1827 stammendes Fachwerkhaus zu sehen, in dem die Alte Schule mit der Wohnung des Lehrers untergebracht war. 1908 wurde neben der Alten Schule ein Neubau errichtet, der die steigenden Schülerzahlen aufnehmen konnte. In diesem schlichten Backsteinbau befindet sich heute die Heimatkundliche Sammlung (Museum Abtsküche) des Heiligenhauser Geschichtsvereins. Im Mai 1908 erfolgte auch die Grundsteinlegung für die neue St. Jakobus-Kapelle.



Geschichte

Heiligenhaus

Abtsküche


Der Name Abtsküche läßt vermuten, das hier früher die Äbte gekocht haben oder für sie gekocht wurde. Ob dem tatsächlich so war, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Fest steht, dass dieses Gebiet schon sehr früh zum Besitz des Klosters Werden gehörte und damit zur ehemaligen Benediktinerabtei, der ein Abt vorstand. Irgendwann verlor das Kloster die Besitzrechte, sodass die Abtei um 1317 den Hof Hetterscheidt wieder zurückkaufte. Das Kloster Werden war im Besitz mehrerer solcher sogenannter Sattelhöfe (hier in Hetterscheid war dies der Hof zum Hofe), wo die umliegenden Höfe allesamt ihren Zins in Form von Naturalien (Korn, Vieh, andere Dienste, etc.) abzuliefern hatten.


Abtsküche

Heiligenhaus

Abtsküche - Wehrturm


So war der Hof Hetterscheid (wurde auch als Haus oder Schloss Hetterscheid bezeichnet) lange Zeit Aufenthaltsort für einen allzu genußfreudigen Abt. Es soll sich hier um Conrad Graf von Gleichen handeln, der von 1452 - 1474 Abt des Klosters Werden war. Conrad von Gleichen wurde durch eine Klosterreform aus der Werdener Abtei ausgeschlossen. Ihm wurde das Haus Hetterscheidt zur lebenslanger Nutzung zugewiesen und seitdem wird diese Gegend "Abtsküche" genannt. Schon zwei Jahre später verstirbt er an diesem Ort. Einst stand hier auch die sogenannte Kornmühle, die durch das Wasser des Vogelsangbach betrieben wurde.

Abtskücher Kornmühle

Heiligenhaus

Abtsküche - Ablauf des Stauteiches in den Vogelsangbach


Die Kornmühle beim Haus Hetterscheid wird bereits 1346 in einer Rechnungsliste der Abtei Werden urkundlich erwähnt. Die über den Sattelhof Hetterscheidt an die Abtei zinspflichtigen Bauern waren zum Mahlen ihres Getreides in dieser zugehörigen Mühle verpflichtet. Die Abtskücher Mühle war aus Bruchsteinen gemauert und mit einer von großen Holzplanken eingefassten winzigen Tür an der Straßenseite versehen. Der Ruhrverband Essen führte im Februar 1932 an dieser Stelle Bau- und Kanalarbeiten durch und so entstand der heutige Stauteich - der vormalige Mühlenteich.

Stauteich

Heiligenhaus

Abtsküche - Ablauf des Stauteiches


Im Zuge der Anlage des Stauteichs mit einer Wasserfläche von gut 17 Morgen und einer „Rundpromenade", verschwand am südlichen Abfluss des Mühlenteichs nicht nur die Alte Mühle, sondern es wurde auch der Verlauf der Abtskücher Straße verändert. Genau dort, wo sich das zu diesem Zeitpunkt als baufällig bezeichnete Mühlengebäude befand, wurde ein Wassersturz von sechs Metern Fallhöhe angelegt. Die Steine der Mühle wurden nach ihrem Abbruch zum größten Teil zum Bau des Fundamentes der Pumpstation verwendet.

Quelle: Verein für Verkehr und Heimatpflege Heiligenhaus - Infotafel

Museum Abtsküche

Heiligenhaus

Museum Abtsküche - alte Landschule von 1908


Gleich zwei Museen finden Sie im Heiligenhauser Ortsteil Abtsküche: Die Heimatkundliche Sammlung (Museum Abtsküche) des Geschichtsvereins Heiligenhaus sowie das Feuerwehrmuseum der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heiligenhaus. Das Museum Abtsküche liegt unmittelbar im Denkmal- und Naherholungsbereich Abtsküche. Das denkmalgeschützte Gebäude, eine ehemalige Landschule von 1908, wurde im Rahmen der EUROGA 2002 von der Stadt Heiligenhaus umgebaut und erweitert.

Feuerwehrmuseum

Heiligenhaus

Abtsküche - Feuerwehrmuseum


Das Feuerwehrmuseum der Freiwilligen Feuerwehr befindet sich nur wenige Schritte über einen „Museumspfad“ entfernt, ebenfalls in einer ehemaligen Schule. Das Spezialmuseum beherbergt eine bemerkenswerte Sammlung von unterschiedlichsten Exponaten aus über 100 Jahren Feuerwehrgeschichte.

Hof zum Hofe

Heiligenhaus

Hof zum Hofe


Auf dem nebenstehenden Bild sehen Sie den Hof zum Hofe mit Scheune und Wohnhaus - heute im Besitz der Stadt Heiligenhaus. Jahrhundertelang war dieser Hof im Besitz des Klosters Werden. Die Hofanlage stammt aus dem 14./15. Jahrhundert. 1458 ist der Hof dem Kloster in Werden zehntpflichtig. In späteren Jahren (ab etwa 1633) ist der Hof von Abgaben freigestellt. Ab diesem Zeitpunkt handelt es sich um einen sogenannten Sattelhof, der die Zinseinkünfte des Klosters einsammelte und selber jedoch nicht abgabenpflichtig war, weil der Hof direkt dem jeweiligen Abt unterstellt war. Nach der Säkularisation (1803) wird der Hof preußische Domäne und an den damaligen Pächter verkauft. Danach folgten mehrere Besitzerwechsel, bis schließlich 1979 die Stadt Heiligenhaus das Anwesen kaufte. Nach einer grundlegenden Renovierung nutzen seit 1982 die Stadtwerke den Hof zum Hofe.

Roßdelle

Heiligenhaus

Reiterhof Roßdelle


Auch das Gebiet der Roßdelle - es liegt wie Haus Hetterscheid im schönen Vogelsangbachtal - gehörte früher zum Besitz der Benediktinerabtei Werden, die hier einen weiteren Hof zu ihrem Eigentum zählte. Die Namen "Roßdelle" und "Abtsküche" sind auch heute noch geschichtsbewußten Bürgern der Stadt Heiligenhaus ein Begriff. Der Name Roßdelle legt zuerst die Vermutung nahe, es handele sich bei diesem Namen um einen Begriff oder eine Eigenschaft aus der Tierwelt eines damaligen Hofes, z.B. um ein Pferd (Roß).


Rosendelle

Heiligenhaus

Reiterhof Roßdelle


Weit gefehlt! Der zuerst gebräuchliche Name war "Rosendelle" und wurde aus der Pflanzenwelt entlehnt und erinnert wahrscheinlich an einen Rosenstrauch (in einer Mulde?). Der Name Roßdelle als Bezeichnung des Hofes ist wesentlich jünger und soll aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen. Die „Rosendelle" war ein angeblich schon im 9. Jahrhundert bestehender bevorzugter Hof der Äbte von Werden. Auch hier spielte sich eine ähnliche Geschichte ab wie in der Abtsküche. Fast zur selben Zeit wie der Abt Conrad von Gleichen wird der Werdener Dompropst Reifferscheidt auf den Hof Rosendelle verbannt.

Reiterhof mit Reitschule

Heiligenhaus

Reiterhof Roßdelle - Bruchsteinscheune


Er darf bis zu seinem Tod hier wohnen und der Besitz fällt an das Werdener Kloster zurück. Danach wechseln die vornehmlich adeligen Besitzer, bis das Gut schließlich an Bauern verpachtet wird. Das Wohnhaus soll aus dem 16. Jahrhundert stammen und heute wird das Gut als Reiterhof mit Reitschule in privater Hand weitergeführt. Beeindruckend ist die mächtige, aus Bruchsteinen errichtete alte Scheune, die quer mitten im Tal steht. Wanderwege führen von der Abtsküche zur Roßdelle und über Heiligenhaus wieder zurück.

Wandertipp:

Heiligenhaus

Abtsküche - Impressionen


Der Wanderer findet über 45 km markierte Wanderwege in und um Heiligenhaus, der „Industriestadt im Grünen“, etwa durch das Angertal und Vogelsangbachtal bis hinein ins Ruhrtal. Direkt am Museum Abtsküche - Straße Paradies - führt ein Rundweg (Zeit etwa 1 Stunde ruhiges gehen) ins Vogelsangbachtal. Nach etwa 1 Kilometer trifft dieser Weg auf den Herberger Weg, wo man sich rechts hält und den nach einer Weile von links hinzukommenden Weg (führt zur Straße Kalkofen) ignoriert und weiter geradeaus läuft- um einen schönen im Tal gelegenen Bauernhof herum. Der Weg wird jetzt zum Pfad und das nächste Ziel sind die beiden Häuser auf der Kuppe. Der Mühlenweg - der Name steht in Verbindung mit der alten Kornmühle - steigt jetzt etwas an (mit schönen Aussichten nach Heiligenhaus) und führt in einigen Windungen hinauf nach Isenbügel. Hier führt der Pfad um eine Buchsbaumhecke und mehrere Häuser bis zum Mühlenweg, der ab hier wieder befahrbar ist.

Alte Eiche

Heiligenhaus

Alte Eiche von 1900 mit Gedenkstein


Hier trifft der Mühlenweg auf die Hauptstraße (Langenbügeler Str.), wo wir nach rechts abbiegen und auf dem Fahrradweg eine zeitlang paralell neben der Hauptstraße gehen. Nach 1,5 Kilometern kommen wir zur Kreuzung mit der Abtskücher Straße. Kurz vor der Kreuzung, an einer ehemaligen Gaststätte, steht eine alte Eiche mit interessanter Hinweistafel. Hier halten wir uns rechts und kommen direkt zum Ausgangspunkt (Parkplatz am Stauteich oder Heimatmuseum) zurück.

Hof-Café Abtsküche

Heiligenhaus

Café beim Hof Hetterscheid


Für Besucher, die nicht so weit laufen können, empfehle ich einen Rundgang um den Stauteich. Für anspruchsvolle Wanderer gibt es einen Rundwanderweg, der am Bahnhof Kettwig v. d. Brücke beginnt und endet. Mittlerweile ist in der Scheune beim Hof Hetterscheid ein Café eröffnet worden, wo Sie sich vor oder nach Ihrem Spaziergang, Rundgang oder Wanderung stärken können.

Adresse:

Hof-Café Abtsküche

Öffnungszeiten:
Mittwoch - Sonntag 14:00 - 18:00 Uhr

Telefon: 02056/286605

Internet: www.hofcafe-abtskueche.de


Fotos Abtsküche




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