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Basilika St. Ludgerus

Essen-Werden - Abteikirche

Basilika St. Ludgerus - ehemalige Benediktiner Abtei




Abteikirche St. Ludgerus

Essen-Werden - Abteikirche

Haupteingang der Basilika



Die ehemalige Abteikirche St. Ludgerus (Kirche der Benediktiner Abtei) wurde um 799 zusammen mit dem Kloster Werden erbaut. Nach einigen größeren Bränden konnte sie schließlich im Jahre 1275 wieder eingeweiht werden. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen des Rheinlandes und als Paradebeispiel des rheinischen Übergangsstils. Sie besitzt einen barocken Hochaltar und Gemälde des Werdener Malers Theodor Mintrop. Der Bau diente nach der Säkularisation als Pfarrkirche.

Basilica minor

Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche St. Ludgerus


Am 6. Juli 1993 erhob Papst Johannes Paul II. die Kirche mit dem Apostolische Schreiben Merito quidem zur Basilica minor. In der Krypta liegen die Gebeine des Hl. Liudger, Begründer des Klosters Werden und des Bistums Münster, begraben. In der angeschlossenen Schatzkammer befindet sich mit dem Helmstedter Kreuz ein bedeutendes Kunstwerk des Übergangs von der ottonischen zur romanischen Plastik sowie mit dem Liudgerus-Schrein einer der wenigen erhaltenen barocken Reliquienschreine in Deutschland.

Kloster Werden

Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche


Die Anfänge Werdens liegen in der Zeit der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert und sind eng mit der Person des Heiligen und Missionars Liudger (742 - 809) verbunden. Wie seine Vorgänger Winfried Bonifatius und Gregor von Utrecht wirkte der um 742 bei Utrecht geborene Liudger zunächst in Friesland, dann nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen in Westfalen von Münster aus. Zu Beginn des Jahres 796, folgt man der urkundlichen Überlieferung, erschien der Friese Liudger, der erste Bischof von Münster, an der unteren Ruhr, wo er nach umfangreichen Landerwerbungen durch Schenkung, Kauf oder Tausch auf seinem Erbgut 799 ein Kloster gründen konnte: das Kloster Werden.

Benediktinerkloster

Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche


Das an der Ruhr gelegene Kloster war ein Benediktinerkloster. Der Ort war seit etwa 800 ein reichsunmittelbares Fürstentum- daher die Bezeichnung Reichsabtei oder Reichsstift Werden. Es gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Seit 1653 war der Abt Direktor des Rheinischen Reichsprälatenkollegiums. 1802 (Säkularisation) wurde das Kloster aufgehoben, die Stadt fiel an den preußischen Staat. 1929 wurde der Landkreis Essen aufgelöst und Werden nach Essen eingemeindet.


Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche St. Ludgerus


Die Leitung des so begründeten Werdener Eigenklosters stand dabei der Familie Liudgers zu, zunächst bis zu seinem Tod (809) dem Heiligen selbst, dann seinem Bruder Hildegrim I. (809 – 827) und den Liudgeriden Gerfried (827 – 839), Thiatgrim (839–840), Altfried (840 – 849) und Hildegrim II. (Neffe von Liudger, 849 - 886). Durch die Liudgeriden war Werden bis 849 in Personalunion mit den Bischofssitzen von Münster und bis 886 mit Halberstadt verbunden; auch das Zusammengehen von Werden und Helmstedt könnte in diese Zeit fallen. Nach dem Tod Hildigrims II. (886) wählten erstmals Mönche des Klosters den Abt.

Blütezeit des Klosters

Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche


Die Blütezeit des Klosters fällt in die Zeit vom 10. bis ins 12. Jahrhundert. Das Kloster war mit Privilegien der deutschen Könige und Kaiser aus ottonischer, salischer und frühstaufischer Zeit reich ausgestattet. Die materielle Grundlage des Klosters, erkennbar an den schon aus früher Zeit überlieferten Urbaren der Werdener Grundherrschaft und am Besitz in der näheren Umgebung (Werden, Friemersheim), in Westfalen, Ostsachsen (Helmstedt) und Friesland, war beträchtlich, muss aber wohl im 11. Jahrhundert stagniert haben, wie aus Verwaltungsmaßnahmen der Äbte Gerold (1031 - 1050) und Gero (1050 - 1063) zu erschließen ist.

Landesherrschaft der Äbte

Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche - Eingang zur Krypta


Dem entsprach vielleicht auch der schlichtere und strengere Lebensstil, den das Benediktinerkloster unter Einfluss zunächst der Gorzer, dann der Siegburger Regeln zu dieser Zeit und bis ins 12. Jahrhundert hinein erkennen lässt. Mit Abt Wilhelm I. (1151 - 1160), unter dem die letzten Teile des so genannten großen Werdener Privilegienbuchs angefertigt wurden, fand diese innere Blütezeit ihr Ende. Gleichzeitig waren die nachfolgenden Äbte stärker als je zuvor in der Reichspolitik engagiert, und sie konnten ihre Kontakte zum Papsttum ausbauen.

Essen-Werden - Abteikirche

Abteikirche


So war Abt Adolf I. (1160 - 1173) am Romzug Kaiser Friedrich Barbarossas beteiligt. Im welfisch-staufischen Thronstreit spielte Abt Heribert II. (1197 - 1226) eine bedeutende Rolle, von König Otto IV. (1198 - 1215/1218) wurde er privilegiert und in einer Urkunde des deutschen Königs Heinrich VII. (1220 - 1235) als Fürst bezeichnet, ein Hinweis auf die reichsunmittelbare Stellung Werdens und auf die sich spätestens zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus Besitz und Rechten ausbildende kleine Landesherrschaft des Abts zwischen Kettwig und Heisingen, Essen-Bredeney und Essen-Heidhausen.




Abt und Mönchsgemeinschaft

Essen-Werden - Abteikirche


Zwar behaupteten Abt und Mönchsgemeinschaft weiterhin ihr kleines Territorium an der unteren Ruhr gegen Werden und den Klostervogt, hielten auch einen erheblichen Teil des umfangreichen Besitzes in Norddeutschland, doch sorgte das Vordringen der Reformation (seit 1550) für Unruhen, ebenfalls die Übernahme der Vogtei über das Kloster Werden durch den protestantischen Kurfürsten Ernst von Brandenburg (1609). Im Dreißigjährigen Krieg konnte sich die Mönchsgemeinschaft unter dem Abt und „kaiserlichen General-Kriegs-Kommissarius“ Hugo Preutaeus (1614 - 1646) behaupten, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts arrangierten sich preußischer Vogt und katholischer Abt miteinander.

Auflösung

Essen-Werden - Abteikirche


Barocke Klosterneubauten, Tuchmachereien und Kohlebergbau prägten die wirtschaftliche Entwicklung Werdens im 18. Jahrhundert, beispielsweise unter den Äbten Coelestin von Geismar (1706 - 1718), Benedikt von Geismar (1728 - 1757) oder Anselm Sonius (1757 - 1774). Die Abtei wurde 1802 säkularisiert und wurde endgültig - nach dem Zwischenspiel des französischen Großherzogtums Berg (1808 - 1815) - preußisch (1815/1816).


Reichsabtei Werden

Essen-Werden

Reichsabtei


Die Abtei Werden war bis 1803 Sitz des Abtes der Reichsabtei Werden und des Klosters Helmstedt. Die Werdener Äbte waren bis in die frühe Neuzeit gleichzeitig auch Leiter des Helmstedter Klosters St.Ludgeri. Der barocke Mittelbau und der rechte Flügel wurden 1745 - 1757 unter Abt Benediktus von Geismar anstelle der älteren Klostergebäude errichtet. Der linke Flügel wurde 1764 unter Abt Anselm Sonius beendet....

Weitere Informationen zur ehemaligen Reichsabtei Werden finden Sie hier....!


Quellenangabe:

Wappen von Werden

Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Informationen zur Geschichte der Abteikirche St. Ludgerus und der Geschichte des Kloster Werden basieren auf dem Artikel Kloster Werden (Stand vom 27.12.2009) und stammen aus der Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



Bilder der Basilika St. Ludgerus




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