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St. Clemens Kirche

Essen-Werden - Clemenskirche

Ruinen der St. Clemenskirche




St.-Clemens-Kirche

Essen-Werden - Clemenskirche

Grundmauern der St. Clemens Kirche



Über dem Zusammenfluss mehrerer Quellen liegen die baulichen Überreste der ehemaligen Klemenskirche oder Borner Kirche. Der Straßenname Klemensborn wird von der Existenz der Kirche (Klemens) und einer Quelle (Born) abgeleitet. Wilhelm Effmann legte 1869 die Grundmauern der am 20. November 1817 abgerissenen Kirche frei. Diese wurden 1967/68 erneut von Günther Binding ausgegraben und schließlich 1987/88 auf ca. einen Meter Höhe aufgemauert und mit einer Putzschicht abgedeckt.

Brunnenbecken

Essen-Werden - Clemenskirche

Brunnenbecken vor den Stufen des Hochaltares


Die sichtbaren Fundamente sind die einer 23,3 x 11 m großen, dreischiffigen Saalkirche mit drei gleich großen Apsiden im Osten. Unter dem Hochaltar entsprang eine Quelle, die in einem Brunnenbecken vor den Stufen des Hochaltares aufgefangen wurde. Die Kirche hatte nach den Ausgrabungen von 1967/68 noch zwei Vorgängerbauten: wahrscheinlich wurde unter Abt Wigger (930 - 940) zuerst nur ein Quellauffangbecken angelegt (Maße ca. 0,3 x 0,5 m), um das Wasser der vier dem Pastoratsberg entspringenden Quellen aufzunehmen.


Essen-Werden - Clemenskirche

Quellfassung


Für den zweiten archäologisch nachgewiesenen Bau könnte nach historischer Überlieferung Abt Wigo (940 - 943) verantwortlich gewesen sein. Dabei wurde direkt westlich vor das Auffangbecken eine Kapelle (6 x 3,80m) gesetzt. Unter Abt Reinher (945 - 962) wurde die Saalkirche um die Kapelle herum errichtet. Sie wurde am 1. Mai 957 durch den Bruder Kaiser Otto I., Erzbischof Bruno von Köln, dem Papst und Märtyrer Clemens I. geweiht.

Essen-Werden - Clemenskirche

Bildstock an der Ruine der St. Clemens Kirche


Die Clemenskirche wurde nach der Säkularisation im Jahre 1803 zum Verkauf und Abbruch bestimmt. Der Giebel mit dem Reliefkreuz aus der inneren Kapelle befindet sich heute in der Schatzkammer an der Abteikirche.

Naturdenkmal

Essen-Werden

Naturdenkmal am Pastoratsberg


Geologischer Aufschluß Pastoratsberg

Über die Straße Klemensborn kommt man zu den Ruinen der St. Clemens Kirche in Essen-Werden. Kurz vor dem Erreichen der Kirchenruinen auf der linken Straßenseite zeigt sich eine ungewöhnliche Felsformation. Hier am Waldrand liegt als geologisches Naturdenkmal links ein sogenannter „Geologischer Aufschluß", der die Faltung des Steinkohlengebirges an einer Verwerfung zeigt. Die Felswände zeigen eine ungewöhnliche Vielfalt von Faltenformen Diese Formen stellen Schichtverbiegungen im Flözführenden Ruhrkarbon dar. Die Sattel und Mulden verändern ihre Gestalt neben- und übereinander.

Essen-Werden

Naturdenkmal


Es kommen vor allem Rundbogen-, Spitz- und Kofferfalten vor. Ähnliche Formen weisen auch die Großfalten auf, die untertage den Verlauf der Steinkohlenflöze und damit die Abbaumöglichkeiten entscheidend bestimmen. Die Gesteinsfolge gehört zu den Sprockhöveler Schichten, die der Bergmann auch als Magerkohlen-Schichten bezeichnet. Die hier sichtbaren Gesteinsschichten überlagern das Flöz Hauptflöz, das zu den ältesten abbauwürdigen Flözen im Ruhrkarbon zählt. Es tritt hier jedoch nicht an die Oberfläche.

Gedenkstein Dr. Ludger Mintrop

Essen-Werden

Gedenkstein mit Tafel für Professor Dr. Ludger Mintrop (1880 - 1956)


Bild nebenstehend: Gedenkstein mit Tafel für Professor Dr. Ludger Mintrop (1880 - 1956). Ludger Mintrop war ein deutscher Geophysiker. Mintrop gilt als der Erfinder der seismischen Verfahren zur Exploration von Kohlenwasserstoffen und Mineralen. Er war ein Sohn der Stadt Werden: geboren wurde er am 18. Juli 1880 in Werden an der Ruhr (heute Essen); gestorben ist er am 1. Januar 1956 in Essen.

Zeche Pauline

Essen-Werden

Pastoratsberg - Wohnhaus in unmittelbarer Nähe der alten Zeche Pauline


Am südwestlichen Ende des Werdener Pastoratsberg liegen einige bauliche Reste der ehemaligenZeche Pauline. Die Straße "Pastoratsberg" führt kurz hinter den Überresten der "Alteburg" in mehreren Windungen zur Kreuzung mit dem Kutschenweg. Das kurz vor der Einmündung in den Kutschenweg aus Bruchsteinen errichtete Haus auf der linken Straßenseite stammt noch aus der Zeit, als die Zeche Pauline noch aktiv war. Direkt an der Kreuzung Pauline/Pastoratsberg/Kutschenweg sprudelt bräunlich gefärbtes Wasser....

Weitere Informationen zur ehemaligen Zeche Pauline in Essen-Werden finden Sie hier....!



Bilder St. Clemenskirche und Umgebung




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