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Werdener Schleusen

Essen-Werden - Papiermühlenschleuse

Schleusenwärterhaus




Übersicht

Essen-Werden

Haus Heck



Ehemaliger Sitz der preußischen Ruhrzollinspektion war das Haus Heck in der Werdener Heckstraße. Der ehemalige Rittersitz kam nach der Aufhebung der Abtei Werden 1803 in den Besitz des preußischen Staates und wurde von 1805 bis 1829 Sitz dieser wichtigen preußischen Institution. Die Ruhrzollinspektion hatte die Aufgabe, das Schleusengeld für die vielen die Ruhr passierenden Kohlenschiffe zu erheben. Seit der Schiffbarmachung der Ruhr (1776 - 1778) gab es im Werdener Gebiet drei Schleusen: Die Baldeneyer-, die Neukircher- und die Papiermühlenschleuse. Fast achtzig Prozent der Ruhrkohlenförderung wurden damals auf der Ruhr abtransportiert.

Schleuse Neukirchen

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Schleuse Neukirchen



Die alte Schleuse Neukirchen an der Ruhr im Essener Stadtteil Werden wurde in den Jahren 1777 bis 1778 erbaut. Diese heute nicht mehr in Betrieb befindliche Schleuse liegt unterhalb des Baldeneysees, direkt nordöstlich der Brehminsel. In den Jahren 1774 bis 1780 wurden 16 Schleusen an der Ruhr zwischen Ruhrort und Langschede gebaut. Auf Drängen von Friedrich II. von Preußen sollte die Ruhr auf dieser Länge schiffbar gemacht werden, was trotz Widerstandes örtlicher Grundherren geschah. Nur mit Hilfe von Schleusen konnten die Ruhraaken Kohle ohne Umladung aus der Grafschaft Mark bis zum Rhein transportieren.

Ruhrschifffahrt

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Schleuse Neukirchen


Den Höhepunkt erreichte die Schifffahrt 1860. Die Ruhr war zu dieser Zeit der meist befahrene Fluss Europas. In den folgenden Jahren wurde ein zunehmender Teil der Transporte von der aufstrebenden Eisenbahn übernommen. Mit der Errichtung der Ruhrtal-Bahn (1872 bis 1876) verlor die Ruhrschifffahrt ihre Bedeutung. Der Abt vom Kloster Werden, Johannes Hellersberg (Abt von 1774 bis 1780), ließ von 1777 bis 1778 die Schleuse Neukirchen bauen, um die Neukircher Schlagd (alter Aufstau der Ruhr) zu überwinden, welche der Energiegewinnung für Kornmühlen auf beiden Ruhrufern diente.

Neukircher Schleuse

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Schleuse Neukirchen - Weiße Mühle


Die Schleuse hat eine Länge von 42,90 und eine Breite von 5,65 Metern. Insgesamt zweimal musste 1829 und 1844 die Schleusenkammer erneuert werden. Zur letzten Erneuerung kam das Mühlengebäude der ehemaligen Getreidemühle auf der Schleuseninsel dazu. Das Gebäude heißt heute wegen des Anstrichs Weiße Mühle und beherbergt seit 2003 einen Teil der Folkwang Hochschule. Hier war auch der Neukircher Hafen, ein Sicherheitshafen, indem die Kohlenschiffe überwintern konnten.

Baldeneyer Schleuse

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Baldeneyer Schleuse


Bevor die Schleuse Neukirchen 1984 unter Denkmalschutz gestellt wurde, und in den Jahren 1986 und 1987 vom Statistischen Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft Düsseldorf (StAWA) restauriert wurde, war sie mehrfach überbaut worden. Als 1933 der Baldeneysee zur Verbesserung der Wasserqualität aufgestaut wurde, fiel die Neukirchener Schleuse trocken, da sie sich seitdem unterhalb der neuen großen Staumauer befindet. Der Wasserspiegel sank um 3,70 Meter und die ehemalige Schlagd wurde beseitigt. Die Schifffahrt benutzt seitdem die Baldeneyer Schleuse mit dem folgenden normalen Flusslauf.

Schleuse Papiermühle

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Schleuse Papiermühle


Die Papiermühlenschleuse ließ der Abt von Werden Johannes Hellersberg (Abt von 1774 bis 1780) 1777/78 am linken Ufer unmittelbar neben der dortigen Mühle bauen. Sie wurde 1834 durch eine neue Schleuse am rechten Ufer ersetzt, während die alte Schleuse unter der neuangelegten Laupendahler Landstraße verschwand. Neben der neuen Papiermühlenschleuse entstand das heute noch erhaltene Schleusenwärterhaus. Die Schleuse wurde bis Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts betrieben und erst durch den Neubau des Kettwiger Wehres überflüssig.

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Schleuse Papiermühle


1956 wurden Schleusenkammer und Schleusenkanal zugeschüttet. 1987 wurde die Schleuse vom StAWA Düsseldorf wieder freigelegt und als Denkmal restauriert. Die Schleuse ist 63,67 Meter lang und 5,58 Meter breit. Die Schleusenmauer endet 3,5 Meter über dem heutigen Wasserspiegel, der zu Zeiten des Betriebes der Schleuse etwa 2 Meter niedriger war. Die Schleuse überwandt damals einen Unterschied zwischen Ober- und Unterwasser von 2,70 Metern.

Leinpfad an der Ruhr

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...der hier freigelegte Leinpfad


Der Leinpfad im Bereich der neuen Papiermühlenschleuse wurde im Jahre 1834 angelegt. Er diente für die Pferde der Ruhrschifffahrt (1780 - 1890), die über diesen Pfad die Kähne (Ruhraaken) stromaufwärts zogen. Die Ruhrschifffahrt diente vor allem dem Kohletransport ruhrabwärts. Hier an der Papiermühlenschleuse, die ab 1834 als Ersatz für die am linken Ruhrufer direkt neben der Papiermühle liegende alte Schleuse erbaut wurde, liegt das Pflaster des Leinpfades auf etwa 80 Meter frei. Vor der Neuverlegung (1993) der alten Pflastersteine war es ca. 3,70 Meter breit. Wenn die Schiffe ruhrabwärts fuhren, mußten sie von meist zwei Pferden an einer langen Leine gezogen werden. Für diese Arbeitspferde wurde der Leinpfad gebaut.

Quellenangabe:

Wappen von Werden

Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Informationen zur Geschichte der Schleuse Neukirchen basieren auf dem Artikel Schleuse Neukirchen (Stand vom 11.07.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





Fotos Werdener Schleusen




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