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Zeche Hugo

Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Bergwerk Zeche Hugo - Fördergerüst über Schacht 2




Überblick

Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Bergwerk Hugo Schacht 1/4 mit Grubengasabsaugung - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)



Im Jahre 1873 begannen die Abteufungsarbeiten des Steinkohlebergwerkes Hugo in Buer- das damals noch selbstständig war. Unter der Leitung des Essener Kaufmanns Hugo Honigmann wurde durch Anteilseigner aus den Städten Essen, Mülheim an der Ruhr und Buer am 24. März 1873 die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Hugo gegründet. 1881 wurde die bergrechtliche Gewerkschaft Hugo in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, an der die Harpener Bergbau AG mehrheitlich beteiligt war. 1906 erhielt die Schachtanlage Hugo 2/5 zusätzlich eine Kokerei. Von 1934 bis 1940 wurden weitere Schächte niedergebracht. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Schachtanlage 2/5 schwere Bombenschäden.



Essener Steinkohlenbergwerke AG

Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Gebäude der Markenkontrolle 1/4 der Zeche Hugo an der Hugostraße


1952 wurde die Zeche Hugo gemäß Beschluss des Alliierten Kontrollrates aus der Harpen AG ausgegliedert und der Essener Steinkohlenbergwerke AG zugeordnet. Ab 1954 wurde die Anlage 2/5 umfassend ausgebaut. Die neuen Gebäude wurden durch den bekannten Architekten Fritz Schupp gestaltet. 1957 bis 1960 wurde auf der Anlage 2/5 der neue Förderschacht 8 niedergebracht, welcher mit Großraumwagenförderung die Hauptförderung übernahm. Neben ihm wurde eine komplett neue Aufbereitung errichtet. Dieses Ensemble ist ebenfalls durch Schupp gestaltet worden. Am 1. Januar 1993 wurde die Zeche Hugo gemäß den Beschlüssen der Kohlerunde mit der Zeche Consolidation und Nordstern zum Bergwerk Hugo/Consolidation zusammengeschlossen.


Bergwerk Ewald-Hugo

Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Seilscheibe der Zeche Hugo an der Hugostraße


Am 1. April 1997 erfolgte der Verbund mit dem Bergwerk Ewald/Schlägel & Eisen zum Bergwerk Ewald-Hugo. Die Förderung des Baufelds Hugo wurde ab Januar 1998 nach Ewald in Herten verlagert. Nach der Stilllegung der Zeche Hugo im Jahr 2000 erfolgte der Abriss der obertägigen Werkanlagen. Vollständig erhalten blieb bis heute u.a. das Fördergerüst und die Fördermaschine von Schacht 2, die alte Direktion und einige Beamtenhäuser, das 1880 errichtete ehemalige Bahnwärterhaus der Hugo-Bahn und das Gebäude der Markenkontrolle 1/4 an der Hugostraße, in das ein italienisches Restaurant eingezogen ist.


Abbruch der Tagesanlagen

Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Bildmitte: Förderturm über Schacht 2


Die verbliebenen Schächte sind zwischen 1997 und 2001 verfüllt worden, nachdem Pläne für ein Besucherbergwerk, das über die Schächte 5 und 8 hätte betrieben werden können, 2001 aus Kostengründen endgültig aufgegeben worden waren. Im Anschluss erfolgte der fast restlose Abbruch der Tagesanlagen aller Schachtanlagen, auch der umfangreichen Schupp'schen Gebäude auf Hugo 2/5/8 und Gebäuden aus der Gründerzeit, der mit der Sprengung des Kraftwerks auf Hugo 2/5/8 seinen Abschluss fand. Einer Initiative von ehemaligen Bergleuten und Nicht-Bergleuten Hugo ist es zu verdanken, dass Fördergerüst und Fördermaschine von Schacht Hugo 2 nicht abgebrochen wurden. Sie wurden 2005 von der Stadt Gelsenkirchen übernommen und werden als Museum eingerichtet. Klaus Herzmanatus, letzter Betriebsratsvorsitzender des Bergwerks Hugo ist Geschäftsführer und Motor des Trägervereins Hugo Schacht 2 e.V. Der Aktionskreis zum Erhalt des Schachts hat mittlerweile eine Stärke von knapp 50 Personen.


Geschichtskreis Hugo/Schüngelberg

Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Fördergerüst über Schacht 2


Der Trägerverein unterhält zusammen mit dem Geschichtskreis Hugo/Schüngelberg "das kleine Museum", hier gibt es Bergbau- und Heimatgeschichte zu erleben, sowie die Verbindung des FC Schalke 04 zu den Knappen zu sehen. Ebenfalls ist die Markenkontrolle Hugo 1/4 erhalten, die heute Gastronomie beherbergt. Auch die alte Direktion und einige Beamtenhäuser an der Horster Straße zeugen von der bergbaulichen Vergangenheit. Des Weiteren sind natürlich in der Umgebung immer wieder mal ausgemusterte Förderwagen in Vorgärten und auch aufgestellte Seilscheiben an der Horster Straße (Ecke Horster-/Hugostraße) zu finden. Die Außenschächte Nord, Ost, 9, EMU 2 wurden ebenfalls verfüllt - sie werden aktuell teilweise zur Grubengasnutzung verwendet.


Gelsenkirchen - Zeche Hugo

Bergwerk Hugo / Kraftwerk, Aufbereitung, links Kohlekraftwerk Scholven - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Das Schrankenwärterhäuschen der Hugo-Bahn an der Horster Straße blieb durch den Einsatz von Alfred Konter erhalten. Der im Volksmund als Don Alfredo bekannte ehemalige Bedienstete der Hugo-Bahn weigerte sich das Gebäude beim Anrollen des Abrissbaggers zu verlassen. Letztendlich konnte er den Abriss verhindern und das Häuschen wird jetzt vom Regionalverband Ruhr verwaltet, und Alfred Konter hat Erinnerungsstücke in dem Häuschen ausgestellt. Die Trasse der Hugo-Bahn ist als Radweg umgebaut worden und führt an dem Schrankenwärterhäuschen vorbei [1].


Rungenberghalde

Gelsenkirchen - Rungenberghalde

Blick auf das Gipfelplateau


Von dem neuen Teil der Schüngelbergsiedlung führen 300 Stufen auf die angrenzende Rungenberghalde. Der Weg beginnt am neuen Torhaus der Siedlung, führt zuerst über eine Brücke und führt weiter über Stufen bis fast zum Plateau. Der Aufstieg wird an klaren Tagen nicht nur mit einem schönen Rundblick auf Gelsenkirchen-Buer und die Umgebung belohnt. Auch das Stahlkunstwerk Schienenplateau und riesige Lichtkanonen sind zu entdecken. Sie malen jeden Abend Nachtzeichen in den Himmel....

Weitere Informationen zur Rungenberghalde in Gelsenkirchen-Buer finden Sie hier....!


Siedlung Schüngelberg

Gelsenkirchen - Schüngelbergsiedlung

Siedlung Schüngelberg - im Hintergrund das Fördergerüst über Schacht 2 der Zeche Hugo


Die heute unter Denkmalschutz stehende Siedlung Schüngelberg wurde zwischen 1897 und 1919 für die Beschäftigten der benachbarten Zeche Hugo errichtet. Nach den Plänen des Zechenbaumeisters Wilhelm Johow entstand die Siedlung am Fuße der heutigen Rungenberghalde in unmittelbarer Nähe zur Zeche Hugo. Die Schüngelbergsiedlung entstand in Buer- denn vor 1928 war der heutige Stadtteil von Gelsenkirchen ein selbständiger Stadtkreis....

Weitere Informationen zur Schüngelbergsiedlung in Gelsenkirchen-Buer finden Sie hier....!


Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Geschichte der Zeche Hugo in Gelsenkirchen-Buer basieren auf dem Artikel Zeche Hugo (Stand vom 16.10.2010) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




Fotos der Zeche Hugo




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