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Zeche Nordstern

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Nordsternpark - vor der Installation der Herkules-Statue des Bildhauers Markus Lüpertz auf dem geschlossenen Förderturm von Schacht 1




Überblick

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Blick auf Halde und Fördertürme



Die Zeche Nordstern im Gelsenkirchener Stadtteil Horst war einst ein großes Steinkohlebergwerk im Ruhrgebiet und damit im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Mit dem Abbau von Steinkohle wurde hier bereits 1868 begonnen und bis zum Jahr 1982 - dem Zeitpunkt der Stillegung - fortgeführt. Selbst nach dem Betriebsende wurden die Schächte der alten Zeche von anderen Bergwerken genutzt wie z.B. der Zeche Zollverein in Essen, mit der die Zeche Nordstern in einem Verbundbergwerk zusammengelegt wurde. Später dann wurden die Schächte der Zeche Nordstern von der Zeche Consolidation in Gelsenkirchen übernommen und bis zum Jahr 1993 weiterbetrieben.



Industriekultur

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

...die beiden Fördertürme von Schacht 1 & 2...


Danach wurden sie verfüllt und abgeworfen. Als abwerfen bezeichnet man in der Bergbausprache die völlige Betriebsaufgabe eines Schachtes, Stollens oder Grubenbaues bei gleichzeitigem Weiterbestand des übrigen Bergwerks. Die Tagesanlagen der Schachtanlage 3/4 der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen wurden abgerissen und das Gelände eingeebnet. Die Schachtanlage Nordstern 1/2 allerdings ist nahezu komplett erhalten und beherbergt heute den Nordsternpark mit dem noch erhaltenen Förderturm der Schachtanlage II. Die heutige sichtbare Bebauung der Zeche Nordstern ist ein denkmalgeschützter Teil der Route der Industriekultur.



Geschichte

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Fördergerüste der Schachtanlagen 1 & 2


Die Anfänge der Zeche Nordstern reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Unter dem Namen Gewerkschaft Blücher begannen im Jahre 1857 die Abteufarbeiten und 1866 erhielt das Bergwerk seinen bis heute gültigen Namen - Steinkohlenbergwerk Nordstern. Der gewählte Name bedeutete, dass es sich bei der Bergwerksgründung um die nördlichste Zeche im Revier handelte. Der neu abgeteufte Schacht wurde entwässert und konnte 1868 unter dem Namen Nordstern 1 in Förderung gehen. Er wurde mit einem Malakowturm ausgestattet. Die Kohlenförderung erreichte 1915 den Wert von 1,5 Millionen Tonnen Kohle jährlich und 1980 belief sich die Kohlenförderung auf 1,9 Millionen Tonnen Fett- Gas- und Flammkohle mit 3300 Beschäftigten. Nach über 130 Jahren Kohleförderung erfolgte 1993 die letzte Grubenfahrt.

Die heute noch vorhandenen Tagebauten entstanden durch die bedeutenden Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer. Diese beiden Architekten entwarfen auch die Pläne für die Errichtung der Zeche Zollverein Schacht XII. in Essen.


Bergbaustollen

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Besucherstollen


Viele Besucher fragen sich natürlich, wie denn eigentlich so ein Stollen aussieht. Hier sind die Bergbauexperten gefragt, die solche Anlagen betreiben und die immer wieder solche Anfragen erhalten. Meines Wissens existiert nur im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum eine solche Anlage "unter Tage". Natürlich gibt es auch auf dem Gelände der Zeche Nordstern eine Möglichkeit, dem Forscherdrang der Besucher entgegenzukommen. Anläßlich der Bundesgartenschau 1997 wurde ein etwa 63 Meter langer Stollen von Auszubildenen der Gelsenkirchener Bergwerke Hugo und Consolidation hier errichtet. Ehemalige Bergleute der Zeche Nordstern kümmern sich um diesen Bergbaustollen und erweitern ihn mit Relikten und Exponaten aus der Welt des Bergbaus. Der Musterstollen enthält im Grunde alles, was auch im wirklichen Betrieb von den Bergleuten genutzt und verwendet wurde.

Nach telefonischer Vereinbarung (0209-57042) werden Führungen für Schulklassen, Kindergärten und auch Erwachsenengruppen zwischen April und Oktober angeboten. Dieses Angebot ist kostenfrei!



Nordsternpark

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Plan des Nordsternparks - Fotoquelle: Standort Zeche Nordstern


Nach der Stillegung der Zeche Nordstern wurde das gesamte ehemalige Betriebsgelände grundsaniert. Sinn und Zweck dieser Maßnahme war es, hier einen Landschaftspark zu errichten. Dazu mußten umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt werden. Das Ergebnis all dieser Maßnahmen ist der heutige Nordsternpark in Gelsenkirchen-Horst, einem Ensemble der Route der Industriekultur. Im Jahre 1997 fand hier im weitgehend fertig gestalteten Park die Bundesgartenschau statt. Der Nordsternpark verbindet die Gelsenkirchener Stadtteile Horst und Heßler, durch das Parkgelände verläuft der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher. Der Park ist eingebunden in das European Garden Heritage Network und die Route der Industriekultur.





Veranstaltungen

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Emscherpumpwerk


Ganzjährig gibt es viele Angebote, die regelmäßig von vielen Besuchern gern genutzt und angenommen werden. Der Nordsternpark kann erwandert werden, Fahrradtouren durch den Park und die angrenzenden Stadtteile bieten sich an und ganz besonders attraktiv an heißen Tagen ist der Wasserspielplatz am Rhein-Herne-Kanal. Weiterhin befindet sich auf dem Gelände des Nordsternparks auch das Amphitheater Gelsenkirchen. Hier im Amphitheater finden, vornehmlich im Frühjahr und Sommer, viele Veranstaltungen statt. In der Vergangenheit wurden u.a. als regelmäßige Events das Rock Hard Festival, das Kanalfest, das Open-Air-Kino, das Blackfield-Festival, sowie Konzerte verschiedenster lokaler, nationaler und internationaler Künstler und Bands durchgeführt.



Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Schiffsanleger am Rhein-Herne-Kanal in Höhe des Amphitheaters Nordsternpark Gelsenkirchen


Weiterhin begrüßt Sie der Deutschland-Express- eine der größten Dreileiter-Modellbahnanlagen der Welt, lernen Sie den Haldenpark mit Klettergarten kennen, besuchen Sie das Kinderland, erleben Sie den Besucherstollen oder/und machen Sie eine Schiffstour z.B. zum Schiffshebewerk Henrichenburg über den Fahrgastschiffanleger am Amphitheater. Sie sehen selbst- Ihren Unternehmungsaktivitäten sind kaum Grenzen gesetzt.


Schloss Horst

Gelsenkirchen - Schloss Horst

Renaissance-Schloss


Das westfälische Adelsgeschlecht wurde um 1200 mit Gerhard von der Horst an der Emscher ansässig. Der bedeutendste Sproß aus dem Geschlecht war Rütger von der Horst (1519-1582). Er genoss eine umfangreiche humanistische Bildung, reiste in europäische Hauptstädte. Seine wohlhabende Ehefrau Anna von Palandt nahm großen Einfluss auf Horst. Er machte Karriere als Amtmann in Rheinberg, wurde kurkölnischer Marschall, hatte als Verwandter familiäre Bindungen zu Wilhelm von Oranien-Nassau....

Weitere Informationen zu Schloss Horst im Gelsenkirchener Stadtteil Horst finden Sie hier....!



Zeche Zollverein

Essen-Katernberg - Zeche Zollverein

Schachtanlage 1/2/8


Die industrielle Kulturlandschaft in Essen wird vorwiegend geprägt von der ehemaligen Zeche und Kokerei Zollverein in den Stadtteilen Stoppenberg, Katernberg und Schonnebeck. Fünfzehn Jahre nach der Stilllegung des größten Bergwerks des Ruhrgebietes nahm das Komitee des Weltkulturerbes der UNESCO im Jahr 2001 Zeche und Kokerei Zollverein in seine Liste auf. Schon 1932 galt die Zeche bei ihrer Inbetriebnahme....

Weitere Informationen zur Zeche Zollverein im Essener Stadtteil Katernberg finden Sie hier....!

Das untenstehende Video zeigt den Film "Unter Tage Teil 2/2"...



Rhein-Herne-Kanal

Gelsenkirchen - Zeche Nordstern

Rhein-Herne-Kanal


Der Rhein-Herne-Kanal ist Teil des nordwestdeutschen Kanalnetzes und 45 km lang mit einem Höhenunterschied zwischen Duisburg und Herne von 36 Metern. Der Kanal wurde 1914 in Betrieb genommen als Verbindung des Dortmund-Ems-Kanal zum Rhein. Der Rhein-Herne-Kanal unterlag in den letzten 85 Jahren vielfältigen Anpassungen aus bergbaulichen und verkehrstechnischen Gründen. Diese Eingriffe prägten schon von Anfang an den herben Charme des Kanals mit seinen doch so technischen Uferbauwerken aus Stahl und Stein....

Weitere Informationen zum Rhein-Herne-Kanal im Ruhrgebiet finden Sie hier....!



Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Informationen:


Adresse:

Zeche Nordstern

Nordsternplatz 1
45899 Gelsenkirchen

Telefon: 0209 3806-0

E-mail: info@nordsternpark.info

Internet: www.nordsternpark.info/


Fotos Zeche Nordstern




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