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Ortsteil Mintard

Mülheim - Mintard

Mintarder St. Laurentiuskirche




Überblick

Mülheim - Mintard

Wegekreuz



Der Mülheimer Ortsteil Mintard gehört wie auch der Ortsteil Selbeck zu den südlichsten Bezirken der Ruhrstadt. Der Ort liegt am Fuße des bewaldeten Ruhrtalhanges in landschaftlich schöner Umgebung. Im Nordosten von Mintard fließt die Ruhr am Dorf vorbei. Der Ort grenzt an die Mülheimer Stadtteile Saarn, Menden, Selbeck, an den Ratinger Ortsteil Breitscheid und an Kettwig, dem heutigen Stadtteil von Essen. Mintard hat eine lange und bewegte Geschichte zu erzählen. Bereits im 9. Jahrhundert wird Mintard in der sogenannten Regenbirgschen Urkunde des Klosters Gerresheim erstmals erwähnt. Das älteste Bauwerk in Mintard ist die katholische Pfarrkirche St. Laurentius.

Geschichte der Kirche in Mintard

Mülheim - Mintard

Mintarder Kirche


Die heute zur Stadt Mülheim gehörende ehemalige Bauernschaft Mintard besitzt eine sehenswerte Pfarrkirche, deren romanischer Westturm den oberen Abschluß und seine Anbauten allerdings erst 1890 erhielt. Der dreischiffige Kirchenraum mit seinem hölzernen Tonnengewölbe entstand 1660 und wurde ebenfalls 1890 umgebaut. Der schön gearbeitete romanische Taufstein besteht aus Namurer Blaustein. Als erster geschichtlich verbürgter Grundherr Mintards tritt der fränkische Edeling Gerricius auf, der Gründer des Klosters Gerresheim in Düsseldorf.


Mülheim - Mintard

Impressionen aus Mintard


Der Hof "Zur Nieden" war einer seiner Oberhöfe, die Mintarder Kirche eine seiner sechs Eigenkirchen. Gerricius Tochter Regenberga wurde die erste Äbtissin des Klosters. Nach ihr ist die "Regenbirgsche Urkunde" benannt, in der Mintard zum ersten Mal erwähnt wird. Beurkundet wurde durch sie ein Schenkungsakt am 24. September 873. In einer Aufzeichnung im Saarner Pfarrarchiv heißt es, dass die Saarner Kirche 1214 von Engelbert geweiht worden sei; und "also ist die Kirche in Mintard 341 Jahre älter als die in Saarn".


Geschichte

Mülheim - Mintard

Mintarder Kirche


Wie zuvor erwähnt, wird in der Regenbirgschen Urkunde zum ersten Mal auch die Mintarder Kirche genannt. Sie hieß dort "ecclesia", was bedeutet, dass sie schon Pfarrkirche war. Ein Kirchenneubau wurde an gleicher Stelle in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts vorgenommen und im 14. Jahrhundert war wieder ein Neubau vonnöten. Keiner weiß, warum. In der offenen Balkenlage des Daches, das mit Holzschindeln gedeckt war, ist aber die Ursache vieler Kirchenbrände des Mittelalters zu suchen. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) wurde die Kirche so stark mitgenommen, dass ein weiterer Neubau notwendig war. Er wurde im Jahre 1660 vorgenommen und ist bis heute ohne große Veränderungen erhalten geblieben.


Restaurierung

Mülheim - Mintard

Mintarder Kirche - Marienaltar


Eine längst fällige Restaurierung der Mintarder Kirche wurde 1890 durch den Architekten Fischer vorgenommen. Während des Zweiten Weltkrieges, am 22. Juli 1942, wurde die Kirche durch Luftminen und Fliegerbomben, die in der Nähe fielen, so zerstört, dass sie von der Polizei geschlossen werden mußte. Die Hälfte des Küsterhauses war durch die Bomben beschädigt worden und auch das Dach der Kirche war zerstört, alle Fenster zersplittert. Der Gottesdienst wurde bis Oktober 1946 in der zum Pfarrsaal umgebauten Pfarrscheune gehalten. Ein Jahr später kehrte auch die kleinste Glocke wieder zurück, die zum Einschmelzen für Kriegszwecke beschlagnahmt, in Hamburg aber unversehrt wieder aufgetaucht war.


Mülheim - Mintard

...ehem. Begräbnishalle...


Die Neuerrichtung der Kirche erstreckte sich über mehrere Jahre. Mit ihr einher ging die Schaffung eines kompletten Pfarrzentrums für Mintards Gemeinde St. Laurentius: Umbau des Pfarrhauses, Errichtung des Jugendheims und den Bau eines Kindergartens. Noch bis zum 19. Jahrhundert nutzte die Kirchengemeinde den Vorplatz der Kirche als Friedhof. Später dann wurde nördlich der Kirche ein neuer Friedhof angelegt. Das kleine Gebäude in oktogonaler Form im Westen der Kirche war lange Zeit die Begräbnishalle. Später wurde auf dem Friedhof eine Kapelle mit Leichenhalle errichtet, die dann diese Aufgabe übernahm. Heute befindet sich in der ehemaligen Totenhalle eine aus Holz geschnitzte und farbig bemalte Pieta, die aus der Kirche stammt.



Mülheim - Mintard

Grabstein (kleine Grabplatte) aus dem Jahr 1788 vor der ehemaligen Totenhalle der Pfarrkirche St. Laurentius


Vor der ehem. Totenhalle befinden sich zwei Grabplatten mit Inschrift, eine davon, direkt an der Wand des Gebäudes, stammt aus dem Jahr 1788 und gedenkt eines gewissen Ioannes Iacobus Bourbach, der am 14 April 1788 verstarb. Die Inschrift der größeren Grabbodenplatte unmittelbar vor diesem Gebäude ist sehr stark verwittert und bis heute nicht eindeutig identifiziert. Höhepunkt der Bautätigkeit war die Renovierung und Restaurierung des Kircheninneren im Jahre 1972/73 unter Pastor Dr. Jonas Petraitis. Im Jahr 1975 sind unter anderem Altäre und Altarbilder restauriert worden. Jetzt wirkt die Kirche wieder wohlgestaltet und sehr gepflegt. Von jungen Paaren aus nah und fern wird sie gerne als Hochzeitskirche aufgesucht.


Mintard

Mülheim - Mintard

...schöne Fachwerkhäuser...


Bis zum 31.12.2004 gehörte Mintard als Ortsteil zur damals selbstständigen Stadt Kettwig an der Ruhr und damit zum Keis Mettmann. Ab dem 1. Januar 1975 wurde Mintard im Zuge der kommunalen Neugliederung von Kettwig getrennt und in die Stadt Mülheim eingegliedert. Kettwig gehörte ab diesem Zeitpunkt zur Großstadt Essen. Mintard besitzt einen schönen Ortskern an der Mintarder Dorfstraße. Typisch für den Ort sind die vielen, teils Jahrhunderte alten Fachwerkhäuser, die das Aussehen von Mintard nachhaltig prägen. Weiterhin ist die Pfarrkirche St. Laurentius als Hauptsehenswürdigkeit erwähnenswert. Sie zählt zu den ältesten Kirchen im Rheinland. Am nordwestlichen Ortsrand führt Deutschlands längste Autobahnbrücke vorbei- die Mintarder Ruhrtalbrücke.


Ruhrtalbahn

Mülheim - Mintard

Ruhrtalbrücke


Die Brücke ist über 1800 Meter lang und verbindet als Autobahn A 52 die Städte Essen und Düsseldorf. Gebaut wurde die Brücke von 1963 - 1966 und vom damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm (von 1949 bis 1966 Bundesminister für Verkehr) eröffnet. Einst gab es in Mintard auch einen Bahnhof, denn von 1876 bis 1968 führte die untere Ruhrtalbahn zwischen Styrum über Saarn nach Kettwig durch den Ort. Bereits am am 15. Oktober 1884 wurde ein Haltepunkt errichtet, der um 1900 um ein Stellwerk, eine Fahrkartenausgabe mit Kiosk und einen Warteraum mit Toilette ergänzt wurde. Leider wurde die Bahnstrecke 1968 stillgelegt. Heute erinnern nur noch einige wenige Teile des ehemaligen Bahndamms an diese Zeit [1]. Die schöne Lage des Ortes zwischen den Ruhrauen und den bewaldeten Ruhrtalhöhen lädt viele Wanderer, Spaziergänger und Ausflügler zu einem Besuch ein.

1. Textquelle: Wikipedia - Mintard: Ruhrtalbahn


Kloster Saarn

Mülheim - Kloster Saarn

...geschlossener Kreuzgang...


Das Kloster Saarn wurde 1214 als Tochter - Kloster von Kloster Kamp (...heute Kamp-Lintfort - Kreis Moers) gegründet- und zwar als Frauenkonvent. Es war die erste sogenannte Frauenzisterze der Zisterzienser auf deutschem Boden. Das Kloster hatte den Namen Maria Saal (Aula Sanctae Mariae). Die Kirche, jetzt Pfarrkirche, stammt aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts, wurde aber 1895 neu auf den alten Grundmauern errichtet. Das Äbtissinnenhaus wurde 1719, das jetzige Wirtschaftsgebäude 1755 erbaut.

Weitere Informationen zum Kloster Saarn in Mülheim an der Ruhr finden Sie hier....!


Essen-Kettwig

Essen-Kettwig

Katholische Kirche St. Joseph in Kettwig vor der Brücke


Kettwig
, unmittelbar an der Ruhr gelegen, ist heute einer der südlichen Stadtteile der Stadt Essen. Die Gemeinde Kettwig gehörte bis 1800 zur Reichsabtei Werden. Von 1800 bis 1975 war Kettwig eine selbstständige Stadt im Kreis Mettmann mit rund 20.000 Einwohnern. Am 1. Januar 1975 wurde das zuvor zum Landkreis Düsseldorf gehörende Kettwig zur Stadt Essen eingemeindet; der westlichste Kettwiger Stadtteil Mintard fiel zu Mülheim an der Ruhr. Andere Teile gingen an....

Weitere Informationen zum Essener Stadtteil Kettwig finden Sie hier....!


Weitere Links:



Informationen:

Wappen der Stadt Mülheim


Weitere Informationen zum Kloster Saarn, zur Musik im Kloster Saarn, zur Kirchenmusik in der Petrikirche, zum Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, zum Aquarius Wassermuseum und zu den Sehenswürdigkeiten in Mülheim finden Sie hier.




Fotos aus Mintard




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