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Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Klostergründung

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Blick auf das Kloster und den Terrassengarten



Das Kloster Kamp befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Kamp-Lintfort. Es wurde 1123 gegründet und war das erste Zisterzienserkloster im damaligen deutschsprachigen Raum. Die Klosteranlage liegt weithin sichtbar auf einem Hügel, an dem südlich der historische Kanal Fossa Eugeniana entlangführt. Kloster Kamp war die erste Gründung eines Klosters der Zisterzienser auf deutschem Boden (Frauenzisterzen folgten in Mülheim-Saarn, Oberhausen-Sterkrade und in Duisburg-Duissern). Erzbischof Friedrich von Köln stellte am 23. Januar 1123 die Stiftungsurkunde aus und beauftragte seinen Bruder Abt Arnulf von Morimond mit der Entsendung von Mönchen. Der gemeinsame Bruder Heinrich reiste daraufhin mit 12 Mönchen an den Niederrhein.


Zisterzienser

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp


Sie brachten alles notwendige für den Gottesdienst und die tägliche Arbeit, aber auch wertvolle Reliquien (z. B. die Reliquie der Hl. Agatha) mit. Da die Zisterzienser ursprünglich ihre Klöster in Tälern errichteten, mutmaßt man, dass die ersten Gebäude nicht auf dem Kamper Berg, sondern in Altfeld errichtet wurden. Wegen der Hitze und der Mücken zog man dann aber auf den Südhang des Kamper Berges. In kürzester Zeit entwickelte sich Kamp zum geistigen Zentrum der Region.

Säkularisation

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp


Mit Ausbreitung der Reformation geriet das Kloster unter politischen und wirtschaftlichen Druck, bis es schließlich im Truchsessischen Krieg 1587 vom letzten Abt verlassen und der Vernichtung preisgegeben wurde. 1640 kehrten die ersten Mönche zurück und begannen mit dem Wiederaufbau, der Kirchenneubau aber konnte erst 1683 - 1700 ausgeführt werden. Mit der Eroberung durch den französischen Kaiser Napoleon endet 1802 die Geschichte des Klosters Kamp.

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Park des Klosters


1954 zogen Mönche des Karmeliter-Ordens in das Kloster ein und sicherten somit die Existenz der Abtei und seiner Gebäude. Vom ersten, romanischen Bau ist nur wenig bekannt. Er besaß jedoch ebenso wie der Bau aus den Jahren 1410 - 1415 kein Querhaus. Der fast vollständige Neubau aus dem Ende des 17. Jahrhunderts orientierte sich mit breitem Mittelschiff und schmalen Seitenschiffen an dem vorhandenen System. Aus dem Vorgängerbau wurde der grade geschlossene, eingezogene Chor übernommen. Markant sind die beiden weithin sichtbaren Turmaufbauten mit geschweiften Dach über den östlichen Seitenschiffjochen. Die Innenausstattung zeigt Formengut aus mehreren Jahrhunderten. Nördlich schließt sich die 1714 geweihte, sechseckige Marienkapelle an.

Terrassengarten

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Terrassengarten


Unter Abt Franziskus Daniels aus Grevenbroich (1733 - 1749) brach für das Kloster die letzte Blütezeit an. Er ließ den heute noch bekannten Terrassengarten errichten, der als reiner Obst- und Gemüsegarten genutzt wurde. Die Terrassierung erfolgte dabei nach italienischer, die Ausfüllung der Flächen nach französischer Mode. Für die Wasserspiele im Garten wurde das Gefälle des Berges ausgenutzt, der Wasserspeicher dafür befand sich unter dem Südturm der Klosterkirche. Abt Daniels ließ ebenfalls noch eine Prälatur direkt neben der Klosterkirche bauen.Der reizvolle barocke Garten mit seiner markanten Terrassenanlage entlang des abfallenden Südhanges wurde rekonstruiert und 1990 der Öffentlichkeit übergeben.


Museum im ehemaligen Agatha-Stift

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Ordensmuseum im ehemaligen Agatha-Stift


In diesem Haus war einst das Agatha-Stift untergebracht- ein ehemaliges Schwesternheim. Es wurde im Jahr 1912 gebaut und hat insofern nichts mit den Gebäuden des Klosters zu tun, die alle insgesamt wesentlich älter sind. Seit 1987 ist hier an diesem Ort das Ordensmuseum der Abtei Kamp untergebracht. Im selben Jahr wurde das Haus auch unter Denkmalschutz gestellt. Es zeigt Exponate zur Geschichte des Zisterzienserordens und der 1802 aufgehobenen Abtei Kamp.

Kamp-Lintfort - Kloster Kamp

Ehemaliges Pförtnerhaus des Klosters


Anschaulich wird das Leben und Wirken der Zisterzienser dargestellt. Kernstück ist die "Schatzkammer" mit alten Pergament-Handschriften und kunstvoll bestickten liturgischen Gewändern. Wertvollstes Ausstellungsstück ist ein kunstvoll gesticktes Altartuch (Antependium) aus dem 14. Jahrhundert. Weiterhin sehenswert ist der sogenannte "Kamper Stammbaum" von 1728. Er dokumentiert, dass von der Abtei Kamp aus seit 1128 insgesamt über 40 Töchter- und Enkelklöster gegründet wurden.

Informationen:


Eine kleine Bildergalerie zum Kloster Kamp finden Sie hierunter. Weitere Informationen zur Stadt Kamp-Lintfort finden Sie hier....!

Informationen zum Kloster:

Kloster Kamp
Abteiplatz
D - 47475 Kamp-Lintfort

Telefon: 0 28 42- 40 41

Internet: www.kloster-kamp.de

Internet: www.zentrum-kloster-kamp.de

Interessante Links:

Wappen der Stadt Kamp-Lintfort



Fotos Kamp-Lintfort - Kloster Kamp




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