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Stadt Kevelaer

Kevelaer

Gnadenkapelle

Überblick

Kevelaer

Restaurant Alt Derp



Kevelaer
ist ein bekannter Marien-Wallfahrtsort in Deutschland. Die Stadt liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen in der schönen Umgebung des Niederrheins. Jährlich besuchen etwa 1 Million Gäste diesen Ort. Das Ziel der meisten Besucher ist die Gnadenkapelle, die seit über 350 Jahren die Wallfahrer vieler Länder anzieht. Eine Verkaufsurkunde aus dem Mittelalter - datiert vom 10. Mai 1300 - ist die älteste noch vorhandene Quelle. Hier wird der Name Kevelaer im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Bauernhofes genannt. Die Stadt bestand bis zu Wallfahrtsbeginn aus Bauernhöfen und Katen. Der größte Teil von Kevelaer war im 12./13. Jahrhundert im Besitz des Stiftes Xanten und des Klosters Graefenthal (Vallis comitis).

Geschichte

Kevelaer

Kapellenplatz


Steuerlisten des Amtes Geldern von 1369 geben Aufschluss darüber, wieviel Häuser und Höfe sich in den Bauernschaften von Kevelaer befanden. Politisch wurde Kevelaer im 14. Jahrhundert von den Grafen und Herzögen aus Geldern geführt. Von den Folgen der Erbauseinandersetzungen der geldrischen Dynasten Rainald und Eduard, Söhne des verstorbenen Herzogs Rainald II., die in der Mitte des 14. Jahrhunderts zwölf Jahre lang mit Waffengewalt im Gelderland und im Klevischen ausgetragen wurden, dürfte Kevelaer als Grenzort und unweit der Festungsstadt Geldern nicht verschont geblieben sein. Im 15. Jahrhundert wird Kevelaer von Herzögen aus dem Hause Jülich, aus dem Hause Egmond und von burgundischen Herzögen regiert.


Kevelaer

Kapellenplatz mit Blick auf das Portal der Basilika


Im Jahr 1472 wird die an der Stelle der heutigen Pfarrkirche gelegene St. Antonius-Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Eine weitere Kirche gibt es in Keylaer. Diese Kirche ist dem heiligen Hubertus geweiht. Um 1500 wurde allgemein die desolate Lage des Landes beklagt. Kevelaer wird wohl auch unter der zunehmenden Gewalt im Lande gelitten haben. Im 16. Jahrhundert stand Kevelaer unter der Herrschaft der Herzöge von Egmond, von Jülich-Kleve-Berg, unter Kaiser Karl V., unter den Generalstaaten (Niederländische Republik) und unter spanischer Herrschaft.


Kaiser Karl V.

Kevelaer

Rückseite der Gnadenkapelle


Im Jahr 1531 existierte in Kevelaer bereits die St. Antonius-Schützengilde, die mehrere Jahrhunderte für Sicherheit und Ordnung im Ort sorgte und gleichzeitig für die Fürsorgeangelegenheiten wie Armenversorgung und Krankenversorgung zuständig war. Kaiser Karl V. vereinigte 1543 das von seinem starken Heer bezwungene Herzogtum Gelderland als eine besondere Provinz mit den übrigen 17 niederländischen Provinzen. Zwölf Jahre später legte Kaiser Karl V. die Regierung der Niederlande zu Gunsten seines Sohnes Philipp von Spanien nieder.


Dreißigjähriger Krieg

Kevelaer

Impressionen


Kevelaer zählte bis 1559 zur Erzdiözese Köln. Auf Wunsch des spanischen Königs Philipp wird durch Papst Paul IV. 1559 das Gelderland und somit auch Kevelaer der Diözese Roermond zugeordnet. Der im Jahre 1568 einsetzende spanisch-niederländische Freiheitskrieg und der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648) brachte auch den Einwohnern von Kevelaer viel Not und Elend. Sie suchten, als der Krieg unter der Herrschaft der Generalstaaten (1578 - 1587) furchtbare Ausmaße annahm, jahrelang Schutz in mit Büschen umwachsenen Schutzanlagen, die durch ein abgeriegeltes Tor geschützt waren (Schanzen oder Landwehr).


Isabella Klara Eugenia

Kevelaer

Impressionen


Während des 17. Jahrhunderts stand Kevelaer ausschließlich unter spanischer Herrschaft. Unter der Regentschaft der spanischen Erzherzöge Albert und Isabella Clara Eugenia herrschte seit 1609 bis 1621 ein 12-jähriger Waffenstillstand zwischen Spanien und der Niederländischen Republik. Kevelaer erlebte unter den spanischen Erzherzögen eine segensreiche Zeit. Nach dem Tode der Infantin Isabella Klara Eugenia sandte der König von Spanien 1634 seinen Bruder Ferdinand mit einem Heer in die Niederlande. Die Niederländische Republik schloss mit König Ludwig XIII. von Frankreich ein Bündnis gegen Spanien. Noch im selben Jahr besetzte Frankreich die Niederlande und erklärte Spanien den Krieg.




Kevelaer

Innenansicht der Basilika


Kroatische Soldaten
, die den spanischen Regenten im Krieg unterstützten, fielen am 1. August 1635 in Kevelaer ein. An diesem Tag starben 100 Kevelaerer in ihren Schutzanlagen. Während des Dreißigjährigen Krieges erlebte ein Handelsmann aus Geldern kurz vor Weihnachten 1641 inmitten der Kevelaerer Heide nahe eines Hagelkreuzes eine Stimme. Ihm wurde aufgetragen, an dieser Stelle eine Kapelle zu bauen. Als er dieselben Worte noch an zwei weiteren Tagen vernahm, stand sein Entschluss fest, hier eine Kapelle zu bauen. Im Jahre darauf kam eine französische Armee über den Rhein, die zusammen mit einem kurhessischen Korps die kaiserliche Armee bekämpfte.


Kevelaer

Innenansicht Basilika, Altarraum


Im selben Jahr sah die Ehefrau des Kaufmanns aus Geldern bei Nacht ein großes, glänzendes Licht, in dessen Mitte sich ein Heiligenhäuschen mit einem Andachtsbild befand, das einem Luxemburger Wallfahrtsbildchen glich, das ihr vor kurzem von kaiserlichen Soldaten angeboten worden war. Sie erzählte das ihrem Mann, der das Bildchen daraufhin erwarb. Der Kaufmann hielt sein Versprechen und baute trotz widriger Zeiten einen Bildstock an der Stelle, die seine Frau beschrieben hatte. Am Sonntag den 1. Juni 1642, stellte der damalige Kevelaerer Ortspfarrer das Andachtsbildchen in den Bildstock.


Wallfahrtszentrum

Kevelaer

Wallfahrtsbasilika


Die in den Jahren 1858 bis 1864 erbaute große Wallfahrtskirche wurde 1923 zur Päpstlichen Basilika erhoben. Das Patronat der „Aufnahme Mariens in den Himmel“ soll daran erinnern, was das Ziel irdischer Pilgerschaft ist. Die Ausmalung durch Friedrich Stummel greift den Gedanken der "biblia pauperum" auf, das heißt: Der Pilger, der in der Basilika verweilt und innerlich ausruhen möchte, richtet seinen Blick auf die Malereien und kann meditierend ein Geschehen aus der Heilsgeschichte, der Kirchengeschichte, aus dem christlichen Leben in den Sakramenten, aus der Heiligen Schrift oder der Liturgie bedenken. Die zahlreichen Ornamente wollen sich nicht wiederholen.



Kevelaer Gnadenkapelle innen
Kevelaer, Gnadenkapelle, Innenansicht - eingebunden über Commons Wikimedia

Wallfahrtskirche

Kevelaer

Seifert-Orgel


Die Kirchenmusik in Kevelaer ist ein wichtiger Bestandteil des Wallfahrtsortes. Neben dem großartigen Spiel des Basilika-Organisten an der berühmten Seifert-Orgel der Wallfahrtskirche sind es vor allem die verschiedenen Ensembles der Basilikamusik, die das musikalische Bild am Zentrum der Marienstadt prägen. Kinder- und Jugendschola, Choralschola, Basilikachor- und Orchester sowie die Bläser des Musikvereins stellen sich ehrenamtlich und unentgeltlich in den Dienst der Musica sacra. In der Wallfahrtszeit von Mai bis November gestalten Chor und Orchester an jedem Sonntag das Pilgeramt in der Basilika mit Gregorianischem Choralgesang und einer festlichen Orchestermesse einer der großen Meister.


Kevelaer

Innenansicht der Basilika


Durch Erlass des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen sind der Gemeinde Kevelaer am 25. Mai 1949 die Stadtrechte verliehen worden. Zwanzig Jahre später, am 1. Juli 1969, erfolgte die kommunale Neuordnung. Die Stadt Kevelaer, die Gemeinden Kleinkevelaer, Twisteden und Wetten (Amt Kevelaer) und die Gemeinden Kervendonk, Kervenheim und Winnekendonk (Amt Kervenheim) werden zu einer amtsfreien Gemeinde zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde erhält den Namen Kevelaer und führt die Bezeichnung "Stadt". Die Ämter Kevelaer und Kervenheim wurden aufgelöst.


Kerzenkapelle

Kevelaer

Kerzenkapelle


Neben der Gnadenkapelle befindet sich die Kerzenkapelle, die älteste Wallfahrtskirche der Stadt Kevelaer, die zwischen 1643 und 1645 errichtet wurde. Der Kirchenraum ist mehr als 30 Meter lang, etwa 10 Meter breit und 15 Meter hoch und ähnelt durch diesen Baustil einer schmalen Filialkirche. Der einschiffige Backsteinbau besitzt keinen Turm, sondern wurde mit einem Dachreiter ausgestattet. Später wurde der Kirche eine Sakristei angeschlossen. Schutzpatron der Kirche ist der Erzengel Michael. In der Kerzenkapelle gibt es eine Fülle an Wappenschildern, die die Wallfahrtstradition dokumentiert.


Niederrheinisches Volkskundemuseum

Kevelaer

Niederrheinisches Volkskundemuseum


Im Jahr 1910 wurde in Kevelaer das Niederrheinische Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte gegründet. Das Haus liegt mitten in der Fußgängerzone des Wallfahrtsortes. Das Museum in Kevelaer versteht sich als Regionalmuseum für die Volkskunde und Kulturgeschichte der Region zwischen Niederrhein und Maas. Vor dem Haupteingang befindet sich ein stimmungsvoller historischer Innenhof mit verschiedenen Skulpturen. Weiterhin finden Sie hier einen als Naherholungszone gestalteten Kleinpark mit Biotop, der dem Neubau vorgelagert ist. Im Innern finden Sie verschiedene Abteilungen: Abteilung für Regional- und Ortsgeschichte, Abteilung Altes Handwerk, Abteilung Bäuerliche und bürgerliche Sachkultur, Abteilung für Wallfahrt und Volksfrömmigkeit, Abteilung für Spielzeug.


Kevelaer

Niederrheinisches Volkskundemuseum


Ein Höhepunkt der Ausstellung ist die Kupferstichsammlung des niederrheinländischen Künstlers Hendrick Goltzius (1558 - 1617).

Weitere Informationen zum Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte finden Sie hier.....!

Öffnungszeiten:

Täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Eintritt:

Erwachsene:
3,00 Euro

Jugendliche und Kinder ab 3 Jahren: 2,00 Euro;

Behinderte, Studenten und Auszubildende: 2,00 Euro;


Informationen:

Wappen von Kevelaer


Eine kleine Bildergalerie zum Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein finden Sie hierunter. Weitere Informationen zum Ort und der Umgebung von Kevelaer finden Sie hier....!


Fotos aus Kevelaer




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