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Rees - Haus Aspel

Rees - Haus Aspel

Überblick

Rees - Haus Aspel

Allee zum Schloss



Das Haus Aspel liegt etwa 3000 Meter nordöstlich von Rees-Haldern und gilt als ein Beispiel für Burgen- und Schlossgeschichte in mehr als tausend Jahren. Aus einer um 950 erbauten Erdhügelburg (Typ Motte) entstand im 12. Jahrhundert eine Steinburg. Aus dieser Burg entstand fast 500 Jahre später unter preußischem Einfluss im 17. Jahrhundert ein Wasserschloss. Heute sichtbar ist eine barocke, zweiflügelige Schlossanlage auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg. Der Mottenhügel gehört zu den größten und am besten erhaltenen Mottenhügeln am Niederrhein.

Töchter vom heiligen Kreuz

Rees - Haus Aspel


Der Erbauer der ersten Steinburg war der Pfalzgraf Richzio. Weitere Besitzer: Erzbischöfe von Köln, Familie von Wittenhorst - Sonsfeld (nach 1686) und die Kongregration der "Töchter vom heiligen Kreuz" (seit 1850). Im Jahre 1850 kaufte der Orden „Töchter vom heiligen Kreuz" aus Lüttich (Belgien) das Herrenhaus. Sie folgten einem Ruf an das Krankenhaus der Stadt Rees. Im Schloss wurde ein Kloster, Noviziat und Lyzeum eingerichtet.

Rees - Haus Aspel


Im II. Weltkrieg wurde das Schloss durch Bomben und Granaten sehr stark beschädigt. Es diente nach Beendigung des Krieges als Kriegslazarett und Krankenhaus, bevor im Jahr 1946 die Schule wieder eröffnet wurde. 1972 wurden Kloster und Schule getrennt. Heute befindet sich dort das Geistliche Zentrum der Töchter vom heiligen Kreuz, ein Ort der Stille, des Gebetes und der Begegnungen.

Irmgard von Aspel

Rees - Haus Aspel


Zwei Frauen sind eng mit der Geschichte von Haus Aspel verbunden: Irmgard von Aspel und Maria Theresia Haze. Die erste geschichtliche Erwähnung von Irmgard von Aspel geht zurück auf das Jahr 1000, als erstmals die Rede ist von einem Herrn Godizos, der Irmgards Vater gewesen sein soll. Godizos - Herr auf Aspel - verstarb im Jahre 1011 und infolge von Fehden und Erbstreitigkeiten kann die älteste Tochter des Verstorbenen, Irmgard, erst im Laufe des 11. Jahrhundert ihr Erbe antreten. Obwohl das Land um Aspel keine Grafschaft war, wird Irmgard in Aufzeichnungen immer wieder als "Gräfin" und ihr Besitztum als "Grafschaft Aspel" bezeichnet.

Stifterin

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In einer Urkunde des Erzbischofs Sigewin von Köln (1079-1089) tritt sie als bedeutende Stifterin auf, indem sie die Kirche in Rees-Haldern und das Kollegiat-Stift in Rees gründet und zum Unterhalt mit Schenkungen reich dotiert. Auch die Gründung der Reeser Kollegiat-Kirche, der Verehrung der hl. Maria gewidmet und vom Kölner Erzbischof eingeweiht, geht auf Irmgard von Aspel zurück. Burg und Land Aspel sowie die Kirche in Rees mit ihren Schenkungen überschreibt sie dem Erzbistum Köln.


In der Agnes-Kapelle des Kölner Domes befindet sich der Sarkophag der Irmgard von Aspel, deren Festtag am 4. September dort begangen wird. Man nimmt an, dass Irmgard in der Zeit zwischen 1082 und 1089 verstorben ist.



Maria Theresia Haze

Rees - Haus Aspel

Friedhof im Park von Haus Aspel


Die zweite Frau, die eng mit der Geschichte von Haus Aspel verbunden ist, heißt Maria Theresia Haze. Vor 150 Jahren (1851 - 2001) beginnt eine neue Ära des Hauses Aspel, die an die Spiritualität der Irmgard von Aspel anknüpft. Diese Anknüpfung ist mit Johanna Haze, die 1782 in Lüttich geboren wird, mit drei gleichgesinnten Frauen eine Communität in Lüttich gründet und karitativ arbeitet (Armenschule, Betreuung von Hilfsbedürftigen). Dies ist die Keimzelle der späteren Ordensgemeinschaft der "Töchter vom hl. Kreuz", deren offizielle Gründung in das Jahr 1833 (8. September) fällt.

Rees - Haus Aspel

Wappen in einer Gebäudewand


Sie arbeitet mit ihren Gefährtinnen in den Elendsvierteln der Industriestadt Lüttich, sorgt sich um die Straßenkinder, vermittelt ihnen die Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen). Sie holt junge Mädchen von der Straße und gibt ihnen Nähunterricht, damit sie einen Broterwerb erlernen. Grundprinzip der Ordensgründerin ist die tätige Nächstenliebe in der Nachfolge Christi - dem Einzelnen zugewandt.

Burg Haus Aspel

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Wann die erste Burg errichtet wurde, ist nicht bekannt. 1238 zerstört der Graf von Kleve in einer Auseinandersetzung mit dem Erzbischof von Köln diese Burg, die wiederum neu aufgebaut wird. Um 1392 verpfändet der Kölner Erzbischof die Burg an den Grafen Adolph von Kleve. 1598 werden Burg und Vorburg stark beschädigt. Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) wird die Burg zerschossen.

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Danach wird die Vorburg wiederhergestellt, so das der heutige Schlossteil aus dieser Bauphase stammt. Das Schloss geht in Privatbesitz über (Familie Wittenhorst-Sonsfeld im 18. Jahrhundert, Familie van den Broek in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts). Deren Tochter Johanna van den Broek vermählt sich mit dem Landrat Friedrich Heinrich von Bernuth, der das Haus Aspel 1851 an die Ordensgemeinschaft der Töchter vom hl. Kreuz verkauft.


Informationen:

Wappen von Rees


Eine kleine Bildergalerie zum Haus Aspel am Niederrhein finden Sie hierunter. Weitere Informationen zur Stadt Rees finden Sie hier....!






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