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Stadt Isselburg

Stadt Isselburg

Bronzeplastik „die Wäscherin" an der Issel




Überblick

Stadt Isselburg

...der kleine Fluss Issel...



Isselburg befindet sich im nordwestlichen Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt liegt im westlichen Münsterland und gehört zum Kreis Borken im Regierungsbezirk Münster. Aufgrund der Nähe zum Rhein und der typisch niederrheinischen Landschaft sehen viele die Stadt als zu diesem Landschaftsteil zugehörig. Isselburg gliedert sich in sechs Ortsteile: Isselburg, Anholt, Heelden, Herzebocholt, Vehlingen und Werth. Der kleine Fluss Issel durchzieht das Stadtgebiet von Südosten nach Nordwesten und ist Namensgeber der Stadt.



Stadt Isselburg

Marktplatz


Der nordwestliche Bereich von Isselburg grenzt bereits direkt an die Niederlande. Im Norden grenzt die Stadt an Dinxperlo (Gemeinde Aalten in den Niederlanden), im Osten an die Stadt Bocholt, im Süden an die Städte Hamminkeln und Rees sowie im Westen an die Gemeinde Oude IJsselstreek (Niederlande). Isselburg ist eingebettet in eine reizvolle Parklandschaft mit ihren typisch niederrheinischen Landschaftsbildern und bietet ihren Besuchern Erholung und Entspannung in lebendiger Natur. Breit gestreute Aktivitäten sorgen das ganze Jahr über für Abwechslung. Traditionell sind die Schützenfeste und das Stadtfest zu erwähnen, ein internationaler Radsporttag und der niederrheinische Radwandertag. Eine gepflegte und abwechslungsreiche Gastronomie sorgt während ihres Aufenthaltes oder anlässlich einer Rast für Ihr leibliches Wohl.


Geschichte

Stadt Isselburg - Burg Anholt

Wasserschloss Burg Anholt


Die frühe Bedeutung der Stadt Anholt leitet sich von einer Befestigung ab, die im heutigen Ortsteil Anholt lag. Im Jahr 1169 wurde bereits ein Herr von Anholt im Lehnsbuch des Bischofs von Utrecht genannt. Erster nachweislicher Herr von Anholt war Stephan I. von Sulen 1234 bis 1249. Anholt entwickelte sich zu einer reichsunmittelbaren Herrschaft mit landeshoheitlichen Rechten. Am 25. Mai 1347 verlieh Stephan IV. von Sulen (1313 bis 1347) der Ansiedlung um die Burg Anholt das Stadtrecht. Stadt und Burg waren eng miteinander verbunden. Die Herren von Anholt waren nachweislich: 1234 bis 1402 von Sulen, 1402 bis 1641 die Grafen von Bronckhorst-Batenburg, seit 1641 die Fürsten zu Salm (ab 1743 zu Salm-Salm).

Weitere Informationen zum Wasserschloss Burg Anholt in Isselburg-Anholt finden Sie hier....!


Stadt Isselburg - Anholt

...historisches Rathaus...


Anholt wurde zur Festung ausgebaut. Drei Stadttore, die Stadtmauer, der Außengraben, der Wall sowie der innere Stadtgraben sicherten in unruhigen Zeiten die Stadt. Vom einstigen Eindruck einer kleinen Schloss- und Residenzstadt ist durch die letzten Kriegstage 1945 nicht viel geblieben. Einige Zeugnisse der Vergangenheit Anholts sind noch zu besichtigen, unter anderem das historische Rathaus von 1567, Wall und Graben (15. Jahrhundert), Eiskeller, Teil der ehemaligen Stadtbefestigung, adelige Häuser und die Wasserschloss Burg Anholt, noch heute im Privatbesitz der Fürsten zu Salm-Salm. Isselburg selbst wurde erstmals um 1300 als „Yselberge“ erwähnt. Eine erste Befestigung dürfte bereits im 14. Jahrhundert vorhanden gewesen sein. Sie wurde um das Jahr 1410 vom Graf von Kleve ausgebaut und dann „Neyenborg“ genannt.


Stadt Isselburg

Wehrturm (während der Renovierungsphase)


Herzog Adolf II. von Kleve verlieh der auf dem heutigen Stadtgebiet gegründeten Siedlung im Jahre 1441 das Stadtrecht. 1570 nahm die Stadt die Lehre Luthers an, bis auf eine einzige Familie. Mit dem Herzogtum Kleve kam Isselburg 1609 an Brandenburg. In den Jahren 1624, 1669 und 1697 fiel die Stadt Bränden zum Opfer. Die im 17. Jahrhundert entstandene reformierte Gemeinde baute 1689 ihre Kirchen, die Katholiken 1785. Die zur Verhüttung der Raseneisenerzvorkommen in der Isselniederung 1794 gegründete Eisenhütte Minerva (seit 1874 Isselburger Hütte) brachte eine gute wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungszuwachs (1830: 660, 1867: 1140, 1900: 2235 Einwohner). Das Werk, heute nur noch Eisengießerei, blieb bis in die Gegenwart wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Reste der alten Stadtmauer und der einzige erhaltene Wehrturm direkt an der katholischen Kirche zeugen von der einstigen Größe der Burg, die die Herren von Kleve als östlichsten Vorposten ihres Einflussbereiches errichteten. Der Turm, in dem eine Wachstube aus dem 15. Jahrhundert fast original erhalten ist, ist seit Kurzem wieder für Besichtigungen geöffnet [1].




Sehenswürdigkeiten

Stadt Isselburg - Anholt

...ehem. Rathaus am Anholter Markt


Das herausragendste Bauwerk der Stadt Isselburg ist das Wasserschloss Burg Anholt, eine Barockresidenz, die heute neben den Wohnräumen der Fürstenfamilie zu Salm-Salm ein Museum und ein Hotel umfasst. Weiterhin interessant ist der alte Ortskern von Isselburg mit dem historischen Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert und dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, der Ortskern des Ortsteils Werth mit mittelalterlichem Rathaus und Windmühle. Ebenfalls sehenswert ist die St.-Pankratius-Kirche in Anholt mit prächtigen Wand- und Deckengemälden und das Rathaus am Anholter Markt aus dem Jahr 1567. Naturliebhaber besuchen außerdem gerne den Biotopwildpark Anholter Schweiz.


Alte Stadtbleiche

Stadt Isselburg

...an der Issel...


Von dem der katholischen St. Bartholomäus Kirche gegenüberliegenden Ufer der Issel hat man einen guten Blick auf die Stadt Isselburg. Spazierwege führen am Fluss entlang und Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Hier auf der nord-östlichen - ehemaligen westfälischen Seite der Issel - heute ein Parkplatz - lag die alte Stadtbleiche. Dort wurde in der Vergangenheit die, von den Frauen in der Issel gewaschene Wäsche zum Trocknen und Bleichen ausgelegt. In Erinnerung daran stellte der Heimatkreis Isselburg dort 1994 eine Bronzeplastik „die Wäscherin" auf.


Wehrturm

Stadt Isselburg

Wehrturm von Isselburg


Der Wehrturm von Isselburg ist eines der wenigen noch erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke in der Stadt. Er wurde vom Klever Herzog als Teil der Stadtbefestigung im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts erbaut. Im Jahr 1392 war Isselburg noch eine Teilsiedlung des Amtes Millingen und erhielt erst im Jahr 1441 die Stadtrechte. Die mittelalterliche Stadt Isselburg wurde von einer Mauer mit vier Türmen und drei Toren umschlossen. Der noch gut erhaltene Stadtturm steht im Südosten der Stadt. Er ist 15 Meter hoch und seine Mauern sind bis zu 1,75 Meter stark. In wehrtechnischer Hinsicht war der Turm zu der Zeit, als Gutenberg die ersten Bücher druckte, auf dem modernsten Stand. Schlüsselscharten ermöglichten den Einsatz von frühen Feuerwaffen - sogenannte Hakenbüchsen.


Stadt Isselburg

Hinweistafel zur Stadtgeschichte an der Außenseite des Turms


Den Zutritt zum Turm erreichte man früher nur über den Wehrgang der 5 Meter hohen Stadtmauer zum heute noch erhaltenen Hocheingang. Das Erdgeschoss hatte bis auf eine Schießscharte keine weitere Öffnung. Der Raum diente der Lagerhaltung von Waffen, Munition und Proviant. Für mittelalterliche Verhältnisse war das Turmgeschoss komfortabel ausgestattet. Es diente der Turmwache als Wohn- und Wachstube. In diesem Raum sind zwei Fensternischen mit Sitzbänken, zwei Schießnischen, ein Wandkamin und ein Austritt zu einem ehemaligen Abort-Erker erhalten. Die Wächterstube war somit auf dauerhafte Bewohnbarkeit ausgelegt. In der Turmstube erschließt sich heute den Besuchern eine historisch authentische Inszenierung mit mittelalterlichen Möbel-, Geschirr- und Waffenrepliken. Das Untergeschoss und das ausgebaute Kegeldach bieten Raum für wechselnde Ausstellungen [2].


Isselburg-Anholt - Anholter Schweiz

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Wasserschloss Burg Anholt

Wasserschloss Burg Anholt Die größte Sehenswürdigkeit im Bereich der Stadt Isselburg ist das Wasserschloss Burg Anholt, auch kurz Burg Anholt genannt. Die Burg Anholt war namensgebend für die ehemalige Stadt Anholt, heute...



Pfarrkirche St. Bartholomäus

Stadt Isselburg

Katholische Kirche St. Bartholomäus


Das Isselburger Stadtbild prägt die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus. Das Kirchengebäude am Münsterdeich in Isselburg gehört zu den Denkmälern der Stadt. Die Kirche ist dem Heiligen Bartholomäus (einer der 12 Apostel Jesu) geweiht. Im 19. Jahrhundert wurde der inzwischen stark zerstörte neugotische Backsteinbau verändert wieder aufgebaut. Der Essener Bauunternehmer Hermann Elting, ein gebürtiger Isselburger (1838 - 1898) hat das Bauwerk errichtet. Die Kosten waren 1877 mit 66 000 Goldmark veranschlagt. Die Konsekration der Kirche erfolgte am 25. August 1885. Im Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945) wurde der Kirchenbau schwer beschädigt.


Stadt Isselburg

Pfarrkirche St. Bartholomäus


Ein Taufstein aus neuerer Zeit beinhaltet Motive der christlichen Tauftheologie. Zur Innenausstattung der Kirche gehören die Figuren der Heiligen Johannes und Maria aus Eiche von einer niederrheinischen Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1500. Die Figuren sind nicht gefasst. Das Kruzifix stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Die Orgel wurde von einem unbekannten Erbauer geschaffen und 1993 durch die Orgelbaufirma Romanus Seifert aus Kevelaer erweitert. Das Instrument hat 14 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.


Evangelische Kirche Isselburg

Stadt Isselburg

Evangelische Kirche Isselburg


Als Gründungsdatum der Lutherischen Gemeinde Isselburg ist der 3. Dezember 1570 zu nennen. Auf Betreiben des Kaplans Gert Müller und des damaligen Bürgermeisters J. Wingtes traten fast alle Bürgerinnen und Bürger der kleinen, etwa 250 Einwohner zählenden Stadt, zum lutherischen Glauben über. Mit der Trennung von der Mutterpfarre Millingen wurde auch die dem Bartholomäus geweihte Kapelle zur lutherischen Kirche. Eine sehr kleine reformierte Gemeinde entstand im Jahr 1648, die auch über ein eigenes Schul- und Pfarrhaus verfügte. Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. ordnete 1817 die Kirchenunion zwischen Reformierten und Lutheranern an. Es dauerte bis 1828, bis in Isselburg der Weg für diese Union frei wurde. Das alte lutherische Pfarrhaus wurde verkauft und das Bethaus der reformierten Gemeinde wurde zum Pfarrhaus umgewandelt.


Stadt Isselburg

Evangelische Kirche Isselburg


So gab es nun nur noch ein Pfarrhaus und eine Kirche in der neu entstandenen Evangelischen Kirchengemeinde Isselburg. Nachdem die alte Kirche baufällig geworden war, wurde sie abgerissen und an ihrer Stelle 1830 eine neue Kirche errichtet. 1909 wurde die Kirche noch einmal deutlich erweitert. Heute gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Isselburg, die zum Kirchenkreis Wesel und damit zur Evangelischen Kirche im Rheinland gehört, ca. 1250 Gemeindeglieder aus den Ortsteilen Isselburg, Heelden und Vehlingen. Erwähnenswert ist die Nolting-Orgel aus dem Jahre 1834 und die gusseisernen Bestandteile im Inneren, die in der Isselburger Hütte gefertigt wurden.


Anholter Schweiz

Stadt Isselburg - Anholter Schweiz

Kassenhäuschen im Biotopwildpark Anholter Schweiz


Die Anholter Schweiz ist ein Landschafts- und Wildpark bei Anholt in Isselburg-Vehlingen, nahe der deutsch-niederländischen Grenze im äußersten Westen des Münsterlandes. Während der englischen Gartenbewegung erbaute Fürst Leopold zu Salm-Salm in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauer Biesenbach (1895 - 1902) in Erinnerung an seine Hochzeitsreise eine Nachbildung des Vierwaldstätter Sees, den sogenannten Leopoldspark. Die offizielle Gründung und Namensgebung des Parks....

Weitere Informationen zur Anholter Schweiz in Isselburg-Vehlingen finden Sie hier....!



Anholter schweiz felsen
Felsen im Biotopwildpark Anholter Schweiz - eingebunden über Wikimedia Commons

Herrensitzroute

Weeze - Schloss Hertefeld

Herrensitz


Acht Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage der Radwanderbroschüre "Herrensitz-Route", ist das grenzüberschreitende Radwanderangebot beliebter denn je zuvor. Dem Radwanderer stehen 15 Routen für ausgiebige und grenzenlose Radtouren zur Auswahl. Mit einer Gesamtlänge von ca. 500 km entlang der Herrensitz-Route an Maas und Niers sind Tagestouren genauso reizvoll - die Rundkurse sind von 34 bis 60 km lang - wie mehrtägige und kombinierte grenzüberschreitende Entdeckungsreisen. (Broschüre erhältlich bei den jeweiligen Stadttouristikbüros oder lokal in guten Buchhandlungen)

Radwanderkarte mit Begleitheft (ISBN: 978-3-85000-253-0, Esterbauer-Verlag) im Buchhandel für 7,90 € erhältlich.

E-Mail: tourinfo@weeze.de

Internet: Herrensitzroute


Quellenangabe:

Wappen von Isselburg

Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


1.: Die Informationen zur Geschichte der Stadt Isselburg basieren auf dem Artikel Isselburg (Stand vom 27.05.2014) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Informationen zum Wehrturm der Stadt Isselburg sind den Hinweisen vor Ort entnommen - NRW-Stiftung Natur - Heimat - Kultur;


Fotos aus Isselburg




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