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Wachtendonk - Ortsteil Wankum

Wachtendonk - Ortsteil Wankum

Pfarrkirche St. Martin

Geschichte

Wachtendonk - Ortsteil Wankum



Der Name Wankum leitet sich von fränkischen Wankheim ab (Heim in den Wiesen und Weiden). Die Endung -um bedeutet -heim und kommt häufiger in Ortsnamen vor - so z.B. in Lottum, Latum, Sevenum, Stockum, Vernum etc. Auch dass Sankt Martin Schutzpatron der Pfarre ist, deutet auf eine Besiedlung durch die Franken hin. Die Gründung der Martinspfarre Wankum wird auf die Zeit um 500 angesetzt. Mit Datum vom 28. August 1279 wird Wankum erstmals als Wanchheim in einer Urkunde erwähnt.


Frieden von Utrecht

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Damals trafen sich der Herzog Johann von Brabant, der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg, der Graf Dietrich von Kleve und der Graf Rainald I. von Geldern in Wankum, um den später so genannten Wankumer Landfrieden zu schließen. Dies war ein Vertrag, der die Parteien zum gegenseitigen Beistand bei der Bekämpfung von Falschmünzerei und Raubrittertum verpflichtete. Nach dem Ende des spanischen Erbfolgekrieges kamen Wachtendonk und Wankum im Frieden von Utrecht (1713) mit Teilen des Herzogtums Geldern an Preußen.


Wiener Kongress

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Danach gerieten sie von 1798 bis 1814 unter französische Herrschaft, um 1815 mit dem gesamten Niederrhein auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen zu werden. Daraufhin kamen sie am 23. April 1816 im Zuge der Preußischen Verwaltungsorganisation zum Landkreis Geldern als einem von über 40 Landkreisen der Provinz Jülich-Kleve-Berg, der späteren Rheinprovinz. An historischen Gebäuden blieb in Wankum leider wenig erhalten, von der ursprünglichen Kirche blieb nur der Grundriss des Fundamentes auf dem Schulhof der Grundschule.


Wachtendonk - Ortsteil Wankum

Pumpenstation


An andere weniger erfreuliche nicht mehr vorhandene Sehenswürdigkeiten erinnern noch Straßennamen wie "An der Dingbank", wo Gericht gehalten und vollstreckt wurde. Mit Mitteln der Gemeinde, des Amtes für Agrarordnung und der NRW Stiftung wird aber auch Wankum zur Zeit soweit möglich erneuert. In den nächsten Jahren soll eine "Dorfstube" entstehen, die auch ein kleines Museum beherbergen wird.


Wankumer Heide

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Die Wankumer Heide ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit einer Reihe von speziell sportlichen Angeboten, darunter auch Wasserskifahren in der "Blauen Lagune". Teile der Wankumer Heide stehen unter Natur- und Landschaftsschutz, darunter auch eine Orchideenwiese. Das ehemalige Rittergut Haus Langenfeld in Wankum ist der Stammsitz der Grafen von Spee.


Pfarrkirche St. Martin

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Pfarrkirche St. Martin


Die Gründung der Martinspfarre Wankum wird auf die Zeit um 500 angesetzt. Die erste Kirche in Wankum wurde vermutlich im 11/12. Jahrhundert im Stil einer romanischen Kirche errichtet. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erfolgte der Anbau des Südchores. Um 1518 wird die Kirche aufgrund von Zerstörungen und Mängeln in der Bausubstanz baufällig. Der Herzog von Geldern als Grundherr der Herrlichkeit Wankum und als Patronatsherr der Pfarre gestattet den Verkauf von Gemeindeland und die Verwendung des Erlöses zur Behebung der Schäden an und in der Kirche.


Reformationskriege

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Pfarrkirche St. Martin


Ab 1582 wird auch Wankum in die Wirren der Reformationskriege einbezogen. Die Kirche wird erneut verwüstet und erst ab 1617 beginnt eine Zeit des Wiederaufbaus. Ab 1821 wird die Gemeinde dem Bistum Münster und dem Dekanat Geldern zugeordnet. Um 1859 erfolgt die Errichtung eines neuen Friedhofes an der Straelener Straße. Am 4. Januar 1906 beschließt der Kirchenvorstand den Abbruch der alten Kirche. Im Oktober 1903 wurde der Grundstein gelegt. 1905 wurde die Kirche fertiggestellt und am 29. August 1905 eingeweiht.


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Pfarrkirche St. Martin - Ehrenmal


Die heutige Wankumer Pfarrkirche St. Martin wurde im Jahr 1903 als neugotische Stufenhalle mit 3 Schiffen und 3 Jochen erbaut. Sie wurde auf der der alten Kirche gegenüberliegenden östlichen Seite der Landfriedenstraße errichtet. Die Turmhöhe der Pfarrkirche beträgt 47 Meter. An der Außenseite der Pfarrkirche befindet sich ein Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieg der Gemeinde Wankum. Weiterhin u.a. eine Bronzeplakette des Kardinal Clemens August Graf von Galen (1878 - 1946), der hier in der Gemeinde die Firmung vornahm und sich in das Kirchenbuch eintrug. Bekannt wurde der Kardinal als unbequemer Mahner im 3. Reich, als er in seinen Predigten die Machthaber des Nationalsozialismus scharf angriff und sich nicht den Mund verbieten ließ. Die Martinsglocke im Kirchturm stammt noch aus der Vorgängerkirche.

Quelle: Broschüre 100 Jahre St. Martin Wankum 1905 - 2005 - Hans Druyen


Informationen:

Wappen von Wachtendonk


Eine kleine Bildergalerie zum Ortsteil Wankum bei Wachtendonk am Niederrhein finden Sie hierunter. Weitere Informationen zur Stadt finden Sie hier....!

Adressen:

Gemeindeverwaltung Wachtendonk

Weinstraße 1
47669 Wachtendonk

Telefon: 028 36 / 9155 – 0 - Fax: 028 36 / 9155 –16
E-Mail: info@wachtendonk.de

Internet: www.wachtendonk.de


Quellennachweis:


Die Geschichte von Wankum basiert auf dem Artikel Wachtendonk (Stand vom 09.10.2007) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos aus Wankum




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