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Industriebrache Vondern

Oberhausen - Industriebrache Vondern

Brache Vondern - Verbindungsweg zwischen Burg Vondern und der Zechensiedlung mit der Emscher, dem Rhein-Herne-Kanal, Haus Ripshorst und dem Läppkes Bach




Überblick

Oberhausen - Industriebrache Vondern

Blick von dem ehemaligen Zechengelände in südlicher Richtung zur Emscher



Das heutige verlassene Zechengelände Vondern liegt eingebettet zwischen der Bundesautobahn A 42 im Norden und der Emscher, die im südlichen Teil des Geländes vorbeifließt. Im Westen führt die Osterfelder Straße und im Osten die Breilstraße am Gelände vorbei. Ein Teil der alten Anlagen befand sich auf dem Teil, auf dem jetzt die Autobahn A 42 entlang läuft. Bei dem ehemaligen Zechengelände handelt es sich um ein riesiges Areal, das heute unter dem Namen Brache Vondern bekannt gworden ist. Über einem Teil des Geländes verläuft der Emscher-Park-Weg des Sauerländischen Gebirgsvereins. Die Brache Vondern gehört zum Emscher Landschaftspark und ist eine Station der Route der Industriekultur.

Brache Vondern

Oberhausen - Industriebrache Vondern

...ehemaliges Zechengelände Vondern - heutige Brache Vondern


Mit dem Rückgang des Bergbaus und der Eisen- und Stahlindustrie fielen seit 1960 im Ruhrgebiet große Areale brach. Zwischen den Überresten der Produktionsanlagen und auf den industriell stark veränderten Böden wuchsen Moose, Farne, Blütenpflanzen und erste Birken. Das Vogelkonzert wurde allmählich vielstimmig und nachts trieben sich sogar Füchse auf den weitläufigen, verlassenen Flächen herum. Die Natur kehrte zurück, jedoch in neuer und vielfältigerer Zusammensetzung. Viele eingeschleppte oder eingewanderte Tiere und Pflanzen (Neobiota) sowie Spezialisten sind typisch für die so genannte „Industrienatur". Dieser junge Lebensraumtyp ist einer der artenreichsten in Deutschland, in diesem vielfältigen und ungewöhnlichen Artenspektrum befinden sich auch viele seltene Arten, die auf der Roten Liste stehen und als gefährdet eingestuft sind.


Industrienatur

Oberhausen - Industriebrache Vondern

...heutige Brache Vondern mit den Resten der einstigen Zeche


Deshalb besitzen diese Industriebrachen eine große Bedeutung für die biologische Vielfalt (Biodiversität) des Landes und sind ein wichtiges Bindeglied im innerstädtischen Biotopverbund der Metropole Ruhr. Einige Flächen stehen heute bereits unter Naturschutz. Obwohl der Strukturwandel auf vielen ehemaligen Industrieflächen neue Nutzungen als Gewerbe-, Industrie-, Wohn- oder Freizeitparks hervorbrachte, gibt es immer noch viele „ungenutzte" Brachen, die sich derzeit ökologisch entwickeln. Die interessantesten Flächen sind in der Route Industrienatur zusammengefasst. Jeder Standort hat neben der eigenen prägenden (Industrie-)Geschichte auch seine eigentümliche und faszinierende (Industrie-)Natur.


Oberhausen - Industriebrache Vondern

Impressionen


Die Industriebrache Vondern präsentiert sich heute als Grüne Insel im Verkehr. Vom Industriellen Treiben auf Zeche und Kokerei Vondern ist heute nicht mehr viel zu sehen, nach dem Abbruch In den 1950er und 1960er Jahren hat sich die Natur das brachliegende Gelände zwischen Emscher und Emscherschnellweg schnell zurückerobert. Fast 450 Pflanzenarten lassen hier die Herzen der Naturfreunde deutlich höher schlagen, die Hälfte davon sind gebietsfremde Arten (Neophyten). Längst wächst ein Industriewald aus Birken, Weiden und anderen Laubgehölzen über den alten Trümmern. Die Spätblühende Traubenkirsche aus Nordamerika und die aus Asien stammende Ölweide sind dabei, sogar neue Arten sind in der Genwerkstatt der Ruhrgebiets-Natur entstanden. So findet man hier die Goldbirke, eine Kreuzung aus Sand- und Moorbirke.

Textquelle Brache Vondern: Infotafel vor Ort


Kunst auf der Brache Vondern

Oberhausen - Industriebrache Vondern

Roter Stufenturm von Hartwig Kompa


Mittlerweile hat auch die Kunst die Brache Vondern erreicht und mit der Präsentation einiger spektakulärer Objekte das ehemalige Zechenareal Vondern attraktiver gemacht. Ab 2008 entwickelten die Arbeitsgemeinschaft Neues Emschertal und örtliche Künstler ein Konzept um den Verbindungsraum in Nord-Süd-Richtung zu betonen und attraktiver zu gestalten. Einige dieser Objekte sind die Durchblicksmauern von Guido Berndsen, der Brachenthron von Will Brands und der rote „Stufenturm“ von Hartwig Kompa am westlichen Rand des Geländes ist von der Autobahn aus sichtbar. Er verweist zugleich auf die Farbe der Hochspannungsmasten.


Durchblicksmauern

Oberhausen - Industriebrache Vondern

Betonbauwerk Durchblicksmauern von Guido Berndsen


Das hoch aufragende Betonbauwerk Durchblicksmauern greift mit seinem eingeschränkten Sichtfeld auf Haus Ripshorst die Enge des Emscherbettes zwischen seinen Deichen auf. Durch eine Regenauffangrinne in der Oberkante der Mauern und die daran angeschlossenen Ankerlöcher wird das herabrinnende Regenwasser die Oberfläche der Mauern im Laufe der Zeit durch Ansiedlung von organischen Strukturen gezielt verändern. Ein „Blaues Band“ aus Pflastersteinen als Farbstreifen führt vom Klärpark Läppkes über Haus Ripshorst durch die Brache Vondern bis zur Burg Vondern.


Brachenthron

Oberhausen - Industriebrache Vondern

Brachenthron von Will Brands


Ein weiteres Kunstobjekt ist der Brachenthron. Gemeinsam mit Anwohnern und Grundschulkindern der Katholischen Overbergschule hat der Mülheimer Künstler Will Brands auf der Industriebrache Vondern einen Brachenthron aus Fundstücken des ehemaligen Zechenareals gebaut. Für die circa einen Quadratmeter umfassende Sitz-Skulptur wurden Schuttsteine aus der Umgebung zusammengetragen und vermauert, die dort als Oberreste der ehemaligen Zeche Vondern zu finden waren.


Was gibt es zu sehen?

Oberhausen - Industriebrache Vondern

Brücke über die Emscher im Süden der Brache


Die Freizeitmöglichkeiten in diesem Gebiet sind sehr zahlreich. Nacheinem Spaziergang durch die alte Zechensiedlung Vondern (hier einen Parkplatz suchen) können Sie die Burg Vondern besichtigen. Nun kehren Sie ein kleines Stück auf der Arminstraße zurück und unterqueren die Bundesautobahn A 42 durch einen Tunnel und gelangen so auf die alte Industrie- und Zechenbrache Vondern. Durchqueren Sie das Zechenareal von Westen nach Osten, gehen Sie in der Nähe der Emscher (aber immer noch Brache Vondern) wieder zurück und überqueren die Eisenbrücke über die Emscher und weiter zur nächsten Brücke über den Rhein-Herne-Kanal zum Läppkes Mühlenbach.


Oberhausen - Haus Ripshorst

Haus des Parks


Von hier gelangen Sie zum Haus Ripshorst, wo es ein Café gibt, in dem Sie sich stärken können. Haus Ripshorst wurde urkundlich als Lehnsgut erstmals am Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt. Hier in Haus Ripshorst können auch Fahrräder gemietet werden, mittlerweile sogar E-Bikes. Von hier geht es auch wieder zurück über die beiden Brücken und jetzt nur noch geradeaus von Süden nach Norden das Zechengelände überqueren, durch den Tunnel und dann zur Zechensiedlung, wo Sie ihren Wagen wiederfinden.

Auch Busse des Verkehrsverbund VRR fahren diesen Bereich an: direkt von Oberhausen Hbf - Bus Linie 957 - bis Haltestelle Burg Vondern.

Das untenstehende Video zeigt Aufnahmen vom Rhein-Herne-Kanal im Bereich Oberhausen und dem Gehölzgarten Ripshorst in der Nähe der Industriebrache Vondern....




Zeche Vondern

Oberhausen - Zeche Vondern

...letzte Relikte des Bergbaus auf der Brache Vondern...


Vonderort und Vondern sind Stadtteile des Stadtbezirks Osterfeld der Stadt Oberhausen. Im Stadtteil Vondern steht die Burg Vondern, deren Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen. Unweit davon, ebenfalls im Stadtteil Vondern, befindet sich die alte, mittlerweile teilweise sanierte und restaurierte Arbeitersiedlung der Zeche Vondern. Nicht weit entfernt von dieser Arbeitersiedlung befand sich die ehemalige Schachtanlage Vondern, die im Jahr 1903 ihren Betrieb aufnahm...

Weitere Informationen zum ehemaligen Steinkohlen-Bergwerk Vondern im Ortsteil Vondern des Oberhausener Stadtbezirks Osterfeld finden Sie hier....!


Zeche Osterfeld

Oberhausen - Zeche Osterfeld

Steigerhaus


Die Zeche Osterfeld war einst wie die Zeche Oberhausen als Hüttenzeche des Konzerns Gutehoffnungshütte (GHH) konzipiert worden und wurde zwischen 1873 und 1879 errichtet und entwickelte sich nicht nur zur führenden Zeche innerhalb des GHH-Bergbaus, sondern nahm auch im Ruhrgebiet stets eine Spitzenstellung ein. 1873 wurde durch die Zeche Oberhausen begonnen, einen dritten Schacht im Gebiet von Osterfeld abzuteufen, der aber durch einen Schwimmsandeinbruch zunichtegemacht wurde....

Weitere Informationen zur Zeche Osterfeld im Oberhausener Stadtbezirk Osterfeld finden Sie hier....!




Zeche Oberhausen

Oberhausen - Zeche Oberhausen

Ehemaliges Tor- und Markenhaus


Die Zeche Oberhausen war einst ein Steinkohlen-Bergwerk im Besitz der Gutehoffnungshütte. Diese war Eigentümerin umfangreicher Grubenfeldbesitzungen im Bereich der damals selbständigen Gemeinden Osterfeld und Sterkrade. An der Straße nach Frintrop (heute Stadtteil von Essen- damals gehörte Frintrop zum Bürgermeisteramt Borbeck bis zur Eingemeindung nach Essen im Jahre 1915) wurde 1856 mit dem Abteufen der ersten beiden Schächte mit den Namen "Königsberg 1" und "Königsberg 2" begonnen....

Weitere Informationen zur Zeche Oberhausen in Oberhausen finden Sie hier....!


Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



Halden im Ruhrgebiet und am Niederrhein

Interessantes in Oberhausen



Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte der Zeche Vondern basieren auf dem Artikel Zeche Vondern (Stand vom 12.07.2012) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos der Industriebrache Vondern




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