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Zeche Jacobi

Oberhausen - Zeche Jacobi

Weg zum ehemaligen Zechengelände, einstige Hauptachse der Zeche, heute Zugang zum öffentlichen Golfplatz Jacobi




Überblick

Oberhausen - Zeche Jacobi

...ehemaliges Pförtnerhaus...



Im ersten Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert boomte die Stahlerzeugung im Ruhrgebiet. Diese Zeiten der Hochkonjunktur nutzte die Gutehoffnungshütte (GHH) mit der Planung und Errichtung einiger neuer Zechenanlagen auf Oberhausener Stadtgebiet. Die Hüttenwerke benötigten dringend Brennstoff zur Stahlerzeugung- hierzu wurde Fettkohle zu Hüttenkoks verarbeitet. Um den gestiegenen Bedarf mittelfristig zu decken, schießen im ganzen Ruhrgebiet Zechen wie Pilze aus dem Boden. So entstand in dieser Zeit auch die Schachtanlage Jacobi, oder besser gesagt, so entstanden die Jacobi Schächte.



Zeche Jacobi

Oberhausen - Zeche Jacobi

Blick auf das ehemalige Zechenareal


Die Zeche Jacobi befand sich im Oberhausener Stadtteil Klosterhardt. Das Steinkohlenbergwerk wurde nach dem Kommerzienrat Hugo Jacobi benannt, einem Enkel von Gottlob Jacobi, dem Mitbegründer der Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen (JHH) in Oberhausen. Die Zeche Jacobi war über 60 Jahre in Betrieb. Heute erinnert fast nichts mehr an die Bergbaugeschichte in diesem Gebiet. Im Jahr 1903 will die Gute Hoffnungshütte (GHH) das Steinkohlenfeld "Neu Oberhausen" erschließen und kauft zu diesem Zweck 1905 ein 220 Hektar großes Gelände vom Grafen von Westerholt.


Oberhausen - Zeche Jacobi

Jacobistraße - Blick zurück


Auf dem erworbenen Grundstück sollte die Musteranlage Jacobi Schächte erbaut werden. 1910 beginnt der Grubenaufschluß von der 2.Sohle der Zeche Vondern in Osterfeld. Die Werksbahntrasse zur Zeche Osterfeld wird 1911 fertiggestellt. Auf dieser Trasse befindet sich heute der Wander- und Radweg zur OLGA. Der Teufbeginn von Schacht 2 ist am 29. Februar 1912 durch Kommerzienrat Hugo Jocobi. Noch im Jahr 1913 wurde mit der Förderung begonnen. In diesem Jahr wurde auch mit dem Abteufen von Schacht 1 begonnen. Bei beiden Schächten betrug der lichte Durchmesser der Schachtscheibe sechs Meter. Im Jahr 1918 liegt der Beginn der Kokserzeugung.


Oberhausen - Zeche Jacobi

...endlose Zechenmauern...


Aber erst 1920 wurde das Fördermaschinengebäude für den Schacht 1 fertiggestellt. Bereits 1934 liegt die Jahresförderung erstmalig über 1.000.000 Tonnen. 1943 - während des Zweiten Weltkriegs - erreicht die Zeche mit 5 328 Belegschaftsmitgliedern ihre Maximalförderung von 2.054.970 Tonnen. 1956 wird der Parkplatz für die Belegschaft fertiggestellt. Dieser Parkplatz ist heute noch in Betrieb und wurde im Jahr 2000 vom Kommunalverband Ruhrgebiet modernisiert. Am 31. März 1974 erfolgt die Stlllegung der Betriebsabteilung Jacobi. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Endtiefen von 890 Meter erreicht und insgesamt 78.000.000 Tonnen Kohle gefördert.


Oberhausen - Zeche Jacobi

...ehemaliges Ledigenheim, Konsumanstalt und Kindergarten der Zeche...


1975 erfolgt die letzte Seilfahrt am Schacht 2 der Zeche Jacobi. Vier Jahre später werden die Schachtgerüste abgebrochen. 1981 wird der Wasserturm gesprengt. 1984 wird die Kokerei Jacobi geschlossen. Bereits ein Jahr später wird mit Rekultivierungsarbeiten auf dem Zechengelände begonnen. 1996 übernimmt der Kommunalverband Ruhrgebiet die Flächen der ehemaligen Zeche und die Planung der Golf- und Sportanlage Jacobi hat begonnen. 1999 erfolgt die Fertigstellung der Sportanlage durch die Stadt Bottrop. In diesem Jahr wird der Bau des Rad- und Wanderweges zur OLGA (ehemalige Zeche Osterfeld) durch den Kommunalverband Ruhrgebiet durchgeführt.


Oberhausen - Zeche Jacobi

Blick auf die heutige Golfanlage


Bereits im Jahr 2000 wird die Golfanlage fertiggestellt und der Parkplatz vor dem Eingang zum Golfgelände wird modernisiert. Das Jahr 2000 kennzeichnet auch den Baubeginn des Rad- und Wanderweges zur Zeche Prosper Haniel und den Anschluß an die Kirchheller Heide durch den Kommunalverband Ruhrgebiet. Von der ehemaligen Zeche Jacobi ist nur noch wenig zu sehen. Die Tagesanlagen wurden fast vollständig abgeräumt. Noch zu sehen ist der Teil einer überdimensionierten Gichtgasleitung auf dem Golfplatz Jacobi und am Rand des Zechenareals.


Oberhausen - Zeche Jacobi

...der letzte Förderwagen der Zeche Jacobi...


Weiterhin das Pförtnerhaus der Zeche an der Harkortstraße, Teile einer Mauer im Bereich des Parkplatzes und die Zechesiedlung Jacobi. Namen der Straßen wie Heinrich, Jacobi, Hyssen und Hugo erinnern an ehemalige Gründer der JHH. Auch das Ledigenheim und die Konsumfiliale an der Teutoburger Straße sind noch erhalten. Die Seilscheibe von Schacht 2 befindet sich heute im Garten des Wohnhauses der St. Antony-Hütte und der letzte Förderwagen der Zeche steht vor dem Freizeithaus im Revierpark Vonderort.


Zeche Osterfeld

Oberhausen - Zeche Osterfeld

Steigerhaus


Die Zeche Osterfeld war einst wie die Zeche Oberhausen als Hüttenzeche des Konzerns Gutehoffnungshütte (GHH) konzipiert worden und wurde zwischen 1873 und 1879 errichtet und entwickelte sich nicht nur zur führenden Zeche innerhalb des GHH-Bergbaus, sondern nahm auch im Ruhrgebiet stets eine Spitzenstellung ein. 1873 wurde durch die Zeche Oberhausen begonnen, einen dritten Schacht im Gebiet von Osterfeld abzuteufen, der aber durch einen Schwimmsandeinbruch zunichtegemacht wurde....

Weitere Informationen zur Zeche Osterfeld in Oberhausen finden Sie hier....!


Zeche Oberhausen

Oberhausen - Zeche Oberhausen

Ehemaliges Tor- und Markenhaus


Die Zeche Oberhausen war einst ein Steinkohlen-Bergwerk im Besitz der Gutehoffnungshütte. Diese war Eigentümerin umfangreicher Grubenfeldbesitzungen im Bereich der damals selbständigen Gemeinden Osterfeld und Sterkrade. An der Straße nach Frintrop (heute Stadtteil von Essen- damals gehörte Frintrop zum Bürgermeisteramt Borbeck bis zur Eingemeindung nach Essen im Jahre 1915) wurde 1856 mit dem Abteufen der ersten beiden Schächte mit den Namen "Königsberg 1" und "Königsberg 2" begonnen....

Weitere Informationen zur Zeche Oberhausen in Oberhausen finden Sie hier....!


Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein



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Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte der Zeche Jacobi basieren auf dem Artikel Zeche Jacobi (Stand vom 21.12.2012) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos der Zeche Jacobi




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