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Schloss Oberhausen

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Kleines Schloss




Übersicht

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Rückseite



Das am Rhein-Herne-Kanal und an der Bundesautobahn A 42 gelegene Schloss Oberhausen mit seiner klassizistischen Architektur gab dem 1846 in der Nähe errichteten Bahnhof und damit der späteren Stadt den Namen. Es wurde in den Jahren 1804 bis 1818 nach den Plänen des Architekten August Reinking für Maximilian Graf von Westerholt-Gysenberg erbaut und 1912 von der Stadt Oberhausen erworben. Die heutigen Gebäude des Schlosses sind lebendiges Abbild der jüngeren Stadtgeschichte.

Stilvolles Café-Restaurant

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Café-Restaurant Kaisergarten


Nach der Zerstörung in den Wirren des Zweiten Weltkriegs wurde das Haupthaus nicht als Kopie des Baues von 1818 wiederaufgebaut, sondern mit Elementen der zeitgenössischen Architektur von 1958, wie insbesondere im Treppenhaus zu sehen ist. Auch der im Januar 1998 abgeschlossene Umbau repräsentiert ein hamonisches Mit- und Nebeneinander von Geschichte und Gegenwart. Grundidee war die Wiederherstellung der Einheit von Schloss und Kaisergarten sowie der museal genutzten Schlossnebengebäude und des kostbaren Innenhofes zu einer Symbiose von Architektur, Natur und Kunst. Das Hauptgebäude betreten die Besucher heute durch eine neue Glashalle, die sich über drei Etagen erstreckt. Ein stilvolles Café-Restaurant mit Biergarten bewirtet die Besucher des Schlosses und des Kaisergartens.


Geschichte

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Bereich des Schlossparks


Vor den Toren der Stadt Oberhausen, an der Hauptverbindungsstraße von Alt-Oberhausen zu den 1929 angegliederten Stadtteilen Sterkrade und Osterfeld, liegt das Schloss Oberhausen. Die Geschichte des Rittersitzes Overhus liegt, wie bei den meisten Ritterhäusern jener Zeit, weitestgehend im dunkeln. Vermutlich reichen die Anfänge des Adelssitzes ins späte 12. oder frühe 13. Jahrhundert zurück. Zur Zeit ist auch immer noch umstritten, ob Henricus Dukere de Overhusa (seit 1220) tatsächlich der erste Besitzer war. Der ehemalige Rittersitz Overhus (Vorgänger von Schloss Oberhausen) war vom Typ her eine Wasserburg und wurde von zwei Gräften umgeben, die mit Wasser aus der Emscher gespeist wurden.


Flussübergang

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Herrenhaus


Die Wasserburg Overhus lag etwa 200 m vom jetzigen Standort an der Emscher entfernt. Damals wurden die Ritterhäuser auch zum Schutze der Grenzen oder zur Sicherung von Flußübergängen (siehe Mülheim-Broich) angelegt, und hier war seit alten Zeiten ein wichtiger Emscherübergang, denn sowohl flussauf als auch flussabwärts gab es kaum weitere günstige Übergangsverhältnisse über die Emscher, weil das umliegende Gebiet stark versumpft war. Die Burganlage Overhus selbst soll sehr bescheiden gewesen sein.


Ehemalige Burganlage

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Detail des Schlossgebäudes


Die Gebäude bestanden aus Fachwerkbauten, die aus Holz und Lehm errichtet waren. Neben dem Herrenhaus als Hauptburg, das gewöhnlich stärker befestigt war als die anderen Gebäude, enthielt die Vorburg die für ein solches Anwesen typischen Gebäude wie Stallungen, Scheunen, Werkstätten und Lagerräume. Im Jahre 1443 fiel die Wasserburg, die eine Furt an der Emscher kontrollierte, an die in klevischem Lehensverbund stehende Familie von der Hoven. Im Jahre 1615 gelangte der Rittersitz Overhus dann an Conrad von Boenen. Die Burg war schon wegen ihrer Lage an diesem wichtigen Emscherübergang ständigen Gefahren ausgesetzt. So wurde sie häufig geplündert, gebrandschatzt und besetzt, so auch im Dreißigjährigen Krieg. So wurde sie 1598 - wie auch Schloss Broich in Mülheim - im Spanisch-Niederländischen Krieg als auch in den Wirren des 30jährigen Krieges (1618 - 1648) heimgesucht.


Neuerrichtung des Herrenhauses

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Blick in den Innenhof


Der Burgherr Friedrich Adolf Freiherr von Boenen zu Berge und Oberhaus heiratete 1770 die Erbtochter Wilhelmine Franziska von Westerholt-Gysenberg und nahm 1779, vom Kaiser in den Reichsgrafenstand erhoben, Namen und Wappen ihres Geschlechts an. Die adelige Familie zog in die Gegend von Westerholt und residierte fortan im Schloss Berge und ließ die Burg Oberhausen verfallen. 1801 wies Friedrich Adolf seinem Sohn, Maximilian Friedrich Graf von Westerholt-Gysenberg, und dessen Gemahlin, Friederike Karoline von Bretzenheim, eine illegitime Tochter des bayerisch-pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor, die Burg als zu pachtendes Landgut und Familiensitz zu. Auf Wunsch von Maximilian Friedrich wurde ab 1803 vom Architekten August Reinking Pläne für den Um- und Ausbau des Herrenhauses vorgelegt, das etwa 200 Meter nordwestlich der Burg neu angelegt werden sollte. Nach diesen Plänen wurde das Schloss Oberhausen als gräflicher Wohnsitz zwischen etwa 1804 und 1820/1821 im Stil eines klassizistischen Herrenhauses erbaut und ausgestaltet.


Oberhausen - Schloss Oberhausen

Ludwig Galerie


Man gelangt vom Kaisergarten aus durch das "Kleine Schloss" in den kunstvoll gestalteten Innenhof. Die stille Wasserfläche und die weithin sichtbare Glashalle mit dem transparenten Aufzug ist attraktiver Mittelpunkt der Schlossanlage. Im Schlosshof finden im Sommer Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen statt. Vom Innenhof aus betritt man durch die neue Glashalle das dreiflügelige Haupthaus des Schlosses, das in allen drei Etagen der Ausstellung bildender Kunst dient. Ebenfalls vom Innenhof aus erreicht man die Gedenkhalle, die Galerie für populäre Kunst, die pädagogische Abteilung sowie das Café und Restaurant.


Ludwig Galerie

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Ludwig Galerie


Ab 1808 konzipierte der Gartenarchitekt und Düsseldorfer Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe die Gartenanlagen des Herrenhauses. Vierzig Jahre später verlegte die Familie den Wohnsitz nach Schloss Arenfels bei Bad Hönningen; das Schloss Oberhausen wurde nach 1858 nicht mehr von Mitgliedern der gräflichen Familie bewohnt. 1884 wurde auch der landwirtschaftliche Gutsbetrieb eingestellt. Ab 1891 wurden die Schlossgebäude vermietet. 1896 kaufte die Stadt Oberhausen den Schlosspark und gestaltete ihn im Sinne eines Volksparks um. Das Schloss selbst wurde 1908 Eigentum der Emschergenossenschaft, die es bereits 1911 an die Stadt verkaufte. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Haupthauses sowie das Dach des Kleinen Schlosses zerstört. Im Jahre 1947 eröffnete die Städtische Galerie mit einer Sammlung u.a. von impressionistischen Landschaften von Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth.



Kultur- und Kunstforum

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Vorderansicht


Das Kultur- und Kunstforum mit Trausaal des Standesamtes ist von hier aus gleichfalls zu erreichen. Das umgebaute Schloss liegt in der Nähe des im Herbst 1996 fertiggestellten "CentrO". Seit dem Frühjahr 1998 erstrahlt das Schloss Oberhausen nach umfangreichen Umbauarbeiten in neuem Glanz.

Adresse:

Ludwig Galerie Schloss Oberhausen

Konrad-Adenauer-Allee 46,

46049 Oberhausen,

Telefon: 0208/412 49 11
Fax: 0208/412 49 13

Internet: www.ludwiggalerie.de/

E-Mail: ludwiggalerie@oberhausen.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr, montags geschlossen
Ostermontag, 1. Mai und Pfingstmontag geöffnet
24., 25.,31. Dezember und 1. Januar geschlossen


Gedenkhalle Schloss Oberhausen

Oberhausen - Schloss Oberhausen

Gedenkhalle


In einem Seitenflügel vom Schloss Oberhausen - neben der Ludwig Galerie - befindet sich in der Gedenkhalle des Schlosses eine Dauerausstellung zur "Geschichte der Verfolgung und des Widerstandes in Oberhausen während der Zeit des Nationalsozialismus". In der Gedenkhalle werden darüber hinaus in regelmäßigen Abständen dokumentarische Ausstellungen zu aktuellen Themen der Friedenserziehung und politischen Aufklärung gezeigt.

Die Gedenkhalle war die erste rein kommunal finanzierte Gedenkstätte in der Bundesrepublik Deutschland. Schülerinnen und Schüler sind unmittelbar gestaltend in die Gedenkhallenaktivitäten einbezogen.

Adresse:

Gedenkhalle Schloss Oberhausen

Konrad-Adenauer-Allee 46

46042 Oberhausen

Telefon: +49 (0) 208-6070531-11
Telefax: +49 (0) 208-6070531-20

E-Mail: gedenkhalle-bunkermuseum@oberhausen.de
Internet: www.oberhausen.de/gedenkhalle_kultur.php

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 - 18 Uhr - Montag geschlossen


Kaisergarten

Oberhausen - Kaisergarten


Der 28 Hektar große Volkspark Kaisergarten schließt sich der Schlossanlage im Westen an und reicht von der Duisburger Straße bis an den Rhein-Herne-Kanal und von der Konrad-Adenauer-Allee bis zur Bahnstrecke Oberhausen Hbf-Sterkrade. Das ehemalige Jagdrevier der Schlossherren wurde 1898 anlässlich des 100. Geburtstags von Kaiser Wilhelm I. „Kaisergarten“ getauft. Der Kaisergarten besteht aus Wiesen, Baumgruppen sowie einem alten Emscherarm der mit den Teichanlagen verbunden ist. Seit den 1920er Jahren wurden in der Parkanlage Tiere gehalten und 16 Hektar des Geländes zum Wildgehege umgebaut. Im größten kostenlosen Tierpark des Ruhrgebiets befinden sich neben heimischen Wild auch Luchse, Wölfe und Steppenadler.


Wandertipp

Oberhausen - Rhein-Herne-Kanal

...im Bereich Kaisergarten...


Hier am Schloss Oberhausen bieten sich viele Möglichkeiten zum entspannen und auch zum abschalten. Auch wer sportliche Aktivitäten liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. In etwa 700 Meter Entfernung vom Schloss Oberhausen befindet sich ein Hochseilklettergarten direkt am Gasometer Oberhausen. Für Spaziergänger empfiehlt sich ein ausgedehnter Marsch durch den Kaisergarten mit Besuch des Tierparks. Wanderer können von hier aus mehrere Trips planen: Unweit vom Schloss befindet sich der Rhein-Herne-Kanal mit befestigten Wegen. Vom Schloss gehen Sie über den Parkplatz zum Kanal und dann nach rechts in Richtung Gasometer bis zum Sealife Aquarium am Rand des CentrO.


Oberhausen - CentrO

Sealife


Auf der gegenüberliegenden Seite am Rand der Lipperheide stand einst die Eisenhütte "Neu-Essen", deren erste Inhaberin 1791 eine Äbtissin aus Essen war. Vom Aquarium Sealife geht es um das CentrO herum bis zum Hinweisschild "Gasometer" - hier biegen wir nach rechts und wandern unter der Bahnunterführung hindurch direkt zum Gasometer. Hier halten wir uns links, gehen am Hochseilgarten vorbei bis zur nächsten Unterführung und von hier durch ein Wohngebiet direkt zurück zum Schloss Oberhausen.



Interessantes in Oberhausen

Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte von Schloss Oberhausen basieren auf dem Artikel Schloss-Oberhausen (Stand vom 07.11.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos Schloss Oberhausen




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