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Ratingen - Ortsteil Lintorf

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Friedrichskothen




Überblick

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Dickelsbach



Von Ratingen-Stadtmitte in Richtung Duisburg liegt etwa auf halber Strecke der Ortsteil Lintorf. Lintorf hat sich bis heute seinen eigenen Charme bewahrt. Sichtbar wird dies durch liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, schöne Kirchen, einen Marktplatz und viele Spazier- und Wanderwege durch die schöne Landschaft dieses Teils von Ratingen. Die Umgebung von Ratingen-Lintorf besteht aus Wald und vielen Feldern. Der Ortsteil ist auch heute noch landwirtschaftlich geprägt. Lintorf liegt am Dickelsbach, der in Ratingen-Hösel entspringt und etwa 15 km nördlich in Duisburg in den Rhein mündet. Der kleine Bach war jahrhundertelang die Lebensader des Ortes. So trieb er viele Mühlen an und diente als Wasserreservoir für Mensch und Tier. Oft versetzte er die Bewohner des auf einer Niederterrasse des Rheins gelegenen Ortes in Not, wenn er über die Ufer trat und das Dorf und die mageren Äcker überflutete.



Lage

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Evangelische Kirche Lintorf


Der Ortsteil Lintorf liegt im nordwestlichen Gebiet der Stadt Ratingen am Übergang des Vorlandes des Bergischen Landes in die niederrheinische Tiefebene. Lintorf grenzt an den Mülheimer Stadtteil Selbeck und den Duisburger Stadtteil Rahm im Norden und im Westen an den Düsseldorfer Stadtteil Angermund. Der Stadtteil hat etwa 15 000 Einwohner und wird gern als Schlafstadt von Düsseldorf bezeichnet, weil viele Lintorfer täglich zu ihrer Arbeitsstätte in Düsseldorf pendeln. Die Grundfläche des Ortsteils beträgt fast 17 Quadratkilometer. Lintorf liegt an der vielbefahrenen Güterzugstrecke Duisburg-Düsseldorf, auf der zwischen 1876 und 1983 auch Personenzüge verkehrten. Der Bahnhof in Lintorf wurde danach stillgelegt.


Vereinsleben

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Gut Helpenstein


Der Ortsteil von Ratingen ist umgeben von den Autobahnen A 52 (Essen-Düsseldorf, Ausfahrt Ratingen-Tiefenbroich), A 524 (Autobahnkreuz Breitscheid - Duisburg-Rahm-Krefeld), Ausfahrt Ratingen-Lintorf), A 3 (Oberhausen-Köln, Ausfahrt A 52). Lintorf liegt am nördlichen Rand der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens (3 km Luftlinie). Lintorf hat sich bis heute seinen eigenständigen Charakter bewahrt. Die Lintorfer organisieren sich in einem regen Vereinsleben, veranstalten Dorf-, Kirchen- und Parteifeste und als Höhepunkt des Jahres das Schützenfest der St. Sebastianus Schützenbruderschaft im August. Diese Lintorfer Bruderschaft wurde bereits im Jahr 1464 gegründet. Darüber berichtet ein Bruderschaftsbuch aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Bruderschaftsbuch sind auch die Namen der Gründungsmitglieder enthalten, die teils aus Lintorf (damals: Lyntdorp), aber auch aus anderen Teilen der Umgebung stammten.

Historische Gebäude - Gut Porz

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Landgasthaus Gut Porz


Am Lintorfer Markt, dem Konrad-Adenauer Platz und an der Speestraße befinden sich viele Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Hinzu kommen mehrere, meist außerhalb des Ortskerns gelegene, Supermärkte. Mehrere Cafés, Gasthäuser, Kneipen und ein Eiscafé bereichern das Leben in Lintorf. Auch ansprechende Restaurants sind im Ratinger Stadtteil Lintorf zu finden- so z.B. der Gasthof Gut Porz im historischen Ambiente. Das Fachwerkgebäude des heutigen Landgasthofes mit dem Namen "Gut Porz" stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Landgasthof ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt.

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Landgasthof Gut Porz


Im Wintergarten, der sich harmonisch mit dem alten Fachwerk verbindet, fühlen sich die Gäste gut aufgehoben. Gesellschaften bis ca. 60 Personen sind hier willkommen. Zur wärmeren Jahreszeit wartet ein Biergarten im windgeschützten Innenhof mit 50 Plätzen auf ihren Besuch.

Adresse:

Landgasthof Gut Porz

Hülsenbergweg 10

40885 Ratingen

Telefon: (02102) 93 40 80

E-mail: info@gutporz.de

Internet: Landgasthof Gut Porz


Friedrichskothen

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Friedrichskothen


Eines der ältesten Gebäude ist der Friedrichskothen, der bereits 1588 als „Frederichs Häusschen" erwähnt wurde. Später wurde dieses Anwesen auch als „Frederichs Benden" bezeichnet. Im Jahre 1688 erfolgte der Ankauf des Gebäudes durch die Evangelische Gemeinde zu Linnep. Bereits 1691 wurde das Gebäude umfunktioniert: Es wurde umgebaut und in eine Schule mit Lehrerwohnung umgewandelt. 1817 wurde das Ensemble erweitert. Die Nutzung als Schulhaus erfolgte noch bis 1912. Am 6. November 1934 wurde in den Gebäuden ein Kindergarten eingeweiht. U.a. erhielt das Fachwerkhaus 1983 eine Außensanierung. Bis auf den heutigen Tag werden die historischen Gebäude als Kindergarten genutzt.

Bürgershof

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Bürgershof


Ein weiteres bekanntes Haus in Lintorf ist der Bürgershof. Von außen erinnert die linke Giebelwand mit ausgebauten Fachwerk an längst vergangene Zeiten. Die ehemalige Hofanlage mit Gasthaus wurde bereits um 1470 als „Bürgergut“ erwähnt. Auch hier stammen die Daten aus dem Bruderschaftsbuch der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Das vorhandene historische Gebäude wurde im späten 17. bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Der Bürgershof ist heute ein Landgasthaus und wird von von einigen Lintorfer Vereinen als Treffpunkt b.z.w. als Stammhaus genutzt. Im Sommer erfreut ein Biergarten mit großen, schattenspendenden Bäumen die Besucher.

Adresse:

Gasthaus „Bürgershof“

Lintorfer Markt 24,

40885 Ratingen-Lintorf

Telefon: +49 (0) 2102-31234

St. Anna-Kirche

Ratingen - Ortsteil Lintorf

St. Anna-Kirche


Die Missionierung im Gebiet der heutigen Stadt Ratingen ging vermutlich von Kaiserswerth oder von der Abtei Werden aus, wobei Werden wohl doch eine größere Rolle gespielt haben dürfte. Chronisten zufolge wird der Beginn der Missionierung im späten 8. Jahrhundert angesiedelt. Die erste Kirche in Lintorf entstand wahrscheinlich bereits im ausgehenden 11. Jahrhundert. Beim Abriss des Turmes der St. Anna-Kirche wurden 1877 die Fudamente aus dieser Zeit freigelegt. Die St. Anna-Kirche gehörte zur Kirche Peter und Paul in Ratingen. Ein Eintrag im Bruderschaftsbuch der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf aus dem Jahr 1474 gibt hierüber Auskunft. Ein genaues Gründungsdatum aber existiert nicht.

Ratingen - Ortsteil Lintorf

St. Anna-Kirche in Lintorf


Der im 18. Jahrhundert beginnende Erzbergbau führte zu einer deutlichen Zunahme der Einwohnerzahl. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reicht der Platz in der Kirche nicht mehr aus. Die alte, im romanischen Baustil errichtete Kirche wird 1877 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Seit Beginn des Jahres 2009 gibt es die Ratinger Pfarre St. Anna mit der Hauptkirche St. Anna in Lintorf und den Filialkirchen St. Bartholomäus in Hösel, St. Christophorus in Breitscheid und St. Johannes im Lintorfer Norden.

Evangelische Kirchengemeinde Lintorf Angermund

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Evangelische Kirche Lintorf


Die Anfänge der evangelischen Christen aus Lintorf liegen in Linnep, b.z.w. im Saal zu Schloss Linnep, da es in ihrem Heimatsort keine Kirche gab. So wurde der Gottesdienst im Saal des Schlosses abgehalten. Um 1640 wurde die erste evangelische Schule in Lintorf gegründet. Freiherr Schott von Isselstein auf Linnep gewährte der Gemeinde 1688 den Friedrichskothen als Schulhaus und Versammlungsraum für die Gemeinde. 1866 wird der Grundstein für den Kirchenbau gesetzt und schon ein Jahr später - im August 1867 - findet die feierliche Einweihung statt. Im II. Weltkrieg wird das Gotteshaus von einer Granate getroffen. 1964 erfolgt eine Instandsetzung im Inneren der Kirche. In der Gemeinde finden regelmäßig an Samstagen und Sonntagen Gottesdienste statt.


Gut Helpenstein

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Helpensteinmühle


Das Gut Helpenstein mit der historischen Helpensteinmühle liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Sehenswürdigkeiten Gut Porz und dem Bürgershof. Auch der Dickelsbach fließt durch diesen Teil von Lintorf und speiste das Mühlrad mit Wasser. Die Helpensteinmühle in Ratingen-Lintorf gehört zu den ältesten erhaltenen Wassermühlen der Region Bergisches Land. Erstmalig urkundlich erwähnt wird die Mühle um 1157, als sie als Lehen an an einen Helpensteiner Herrn kommt. Die nächste Erwähnung erfolgt 1420, als durch den Herzog Adolf von Berg die Pacht für drei Malter Roggen jährlich verlängert wird. Die Mühle war eine herzogliche Bannmühle für den Mahlbezirk Lintorf und halb Breitscheid, wie es bereits 1420 festgelegt worden war.

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Gut Helpenstein mit Taubenturm


Zudem war das Gut ein so genanntes Sattelgut. Es musste also einmal jährlich dem Herzog in Düsseldorf ein gesatteltes Pferd stiften, im Kriegsfall mit bewaffnetem Reiter. Im Dreißigjährigen Krieg lag das Anwesen verlassen. Bis 1563/1577 lebten die Helpensteiner auf dem Gut, das noch 1750 rund 1000 Morgen Ländereien umfasste. Danach folgten die Familien Pempelfort (1577 bis 1798), Stockfisch, die das Anwesen als Pächter 1826 auch erwarben (1798 bis 1894), Krefter (1894 bis 1908) und Weber (1908 bis 1914). Am 9. März 1914 erwarb Müllermeister Johann Fleermann aus Westfalen die Mühle und das Gut bei einer Größe von 27 Morgen. Seitdem ist das Gut in Familienbesitz. Die Wassermühle ist technisch vollständig funktionstüchtig und verfügt über ein mittelschlächtiges Wasserrad, eine Schrotmühle der Marke Condux und einen Walzenstuhl. Der Taubenturm auf dem Anwesen stammt aus dem 13. Jahrhundert und das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1788/89. Die Mühle ist für die Öffentlichkeit zugänglich.


Theodor Fliedner Stiftung - Haus Bethesda

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Theodor Fliedner Stiftung - Haus Bethesda


Weiterhin architektonisch interessant ist das Haus der Theodor Fliedner Stiftung in Ratingen. Es handelt sich hier um das Haus Bethesda, einem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Fliedner Krankenhaus Ratingen-Lintorf. Das Haus stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde im Stil der Neorenaissance mit detailreicher Fassade in der wilheminischen Epoche errichtet. Heute sind mehrere Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz hier untergebracht. In den Jahren 2007/2008 wurde das Haus Bethesda aufwendig restauriert- dazu wurde der Innenbereich vollständig entkernt und neu gestaltet.

Theodor Fliedner Stiftung - Haus Siloah

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Theodor Fliedner Stiftung - Haus Siloah


Am Eichförstchen im Ratinger Stadtteil Lintorf befindet sich die Fachklinik Haus Siloah- eine Rehabilitationseinrichtung für Suchterkrankte der Theodor Fliedner Stiftung. Schon von weitem fällt das historische, denkmalgeschützte, aus dem späten 19. Jahrhundert stammende Gebäude auf. Zusammen mit den neuen Gebäuden, einem schönen Park mit Teich und einer kontrastreichen Umgebung ist das Haus Siloah eine der ältesten Suchtkliniken weltweit.

Ehem. Kaiserliche Post

Ratingen - Ortsteil Lintorf

Kaiserliches Postgebäude


An der Kalkumer Straße im Ratinger Ortsteil Lintorf ist das Gebäude der ehemaligen "Kaiserlichen Post" zu finden. Im Jahre 1902 wurde aus der ersten Lintorfer Postagentur die „Kaiserliche Post". Der Postverkehr wurde hier in diesem Haus bis 1934 abgewickelt. Bis 1945 war hier die Geschäftsstelle der NSDAP untergebracht. Von 1949 bis 1956 waren das Standesamt und das Bauamt des Amtes Angerland hier angesiedelt. Danach zeitweilig das Lintorfer Jugendzentrum. Von 1984 bis 1997 erfolgte hier die Unterbringung der Lintorfer Polizeistation. Seit dem 1.1.1998 befindet sich ein Copyshop in dem Gebäude.

Quellenangabe:


Die Informationen zum Ortsteil Lintorf basieren auf dem Artikel Ratingen-Lintorf (Stand vom 12.09.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Informationen zur Helpensteinmühle basieren auf dem Artikel Helpensteinmühle (Stand vom 16.03.2009) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.







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