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Walsum

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Kirche St. Dionysius in Alt-Walsum



Überblick

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Alt-Walsum



Walsum liegt im Norden der Stadt Duisburg und grenzt an die Stadt Dinslaken. Im Stadtbezirk Walsum leben etwa 50.800 Menschen auf einer Fläche von ca. 21 Quadratkilometer. Walsum ist auch der nördlichste Stadtbezirk der Stadt Duisburg. Bis zum 31. Dezember 1974 war Walsum eine selbsständige Stadt und gehörte zum Kreis Dinslaken. Der älteste Stadtteil im Stadtbezirk ist Alt-Walsum mit der schönen Kirche St. Dionysius. Der Name Walsum kann auf das 7./8. Jahrhundert als fränkische Ortsbezeichnung zurückgeführt werden. Urkundlich erwähnt wurde Walsum erstmals im 12. Jahrhundert. Der größte Entwicklungsschub kam mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.





Lage

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Kraftwerk Walsum


Seit 1905 selbstständig, wurde Walsum im Jahre 1975 nach Duisburg eingemeindet. Walsum liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Ruhrgebietes und ist seit 1975 der nördlichste Stadtbezirk von Duisburg. Walsum wird im Westen durch den Niederrhein, im Norden durch die Stadt Dinslaken, im Osten durch den Oberhausener Stadtteil Holten und im Süden durch den Duisburger Stadtbezirk Hamborn begrenzt. Bis zum 31.12.1974 gehörte auch der südliche Teil von Eppinghoven zu Walsum, danach zur Stadt Dinslaken, während der westliche Teil des Hamborner Ortsteils Fahrn zum Stadtbezirk Walsum kam. Der Stadtbezirk Walsum besteht aus sechs Stadtteilen mit folgenden Einwohnerzahlen:


Stadtteile

  • Alt-Walsum (4.334 Einwohner)
  • Aldenrade (13.945 Einwohner)
  • Fahrn (7.727 Einwohner)
  • Overbruch (4.846 Einwohner)
  • Vierlinden (12.496 Einwohner)
  • Wehofen (7.461 Einwohner)


Rheinkarte
Rheinkarte 1713: Rheinverlauf von Walsum bis Rheinberg nach Johann Bucker - Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Geschichte

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Pfarrkirche St. Dionysius


Bereits 2000 v. Chr. belegen erste Funde aus der Jungsteinzeit eine Ansiedlungsstätte. Man fand dort ein Steinbeil aus Quarzit, Feuersteinmesser und eine Feuersteinspitze. In der Bronzezeit um 800 v. Chr. wurden 34 Urnengräber einer urkeltischen Bauerngruppe angelegt. Ungefähr ab dem Jahr 55 v. Chr. eroberten die Römer den linken Niederrhein. In Walsum fanden sich ein germanischer Brunnen mit Gefäßen, Schuhresten und römischen Münzen aus der Zeit um 160 – 250 n. Chr. Um das Jahr 400 n. Chr. endete die Römerzeit am Niederrhein. Nach dem Ende der Römerzeit wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld mit 44 Bestattungen mit Tongefäßen, Waffen und Gerätschaften aus Eisen angelegt. Es stammt aus der Zeit um 670 – 740 n. Chr. Die Ausgrabung wurde 1933 beim Bau des Zechenhafens von dem Duisburger Archäologen Rudolf Stampfuß durchgeführt.


Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Evangelische Kirche in Aldenrade


Etwa zweihundert Jahre später (im Jahre 980) wurde die Bauerschaft „Aldenroda“ (Aldenrade) erstmals schriftlich erwähnt. Im Jahre 1144 wurde Walsum in einer Urkunde des Erzbischofs Arnold I. von Köln erstmals erwähnt: Alwardus und Wolfhildis erhalten einen Oberhof bei „Walsheim“. [1] Knapp hundert Jahre später, im Jahre 1250 erschien das Kirchspiel „Walsheim“ im Heberegister des Xantener Offiziums. Das Kirchspiel, das zum Dekanat Duisburg und Archidiakonat Xanten gehörte, umfasste ursprünglich das gesamte Gebiet der Walsheimer oder Walsumer Mark zwischen Rotbach, Rhein, Emscher, Fernewald und Klosterhardt. Etwas später (1269) folgte in einer Urkunde des Ritters Heinrich Stecke, Burgmann von Holten, die erste Erwähnung eines Walsumer Pfarrers: „Fredericus pastor ecclesiae de Walsheim“.


Johanniterorden

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Wirtschaftsgebäude von 1819 mit spätbarockem Giebel des ehemaligen Vierlindenhofes, abgebrannt 2012, später abgerissen - Foto: Wikipedia - Autor: © Carschten - Lizenz: s.u.


Die Edelfrau Mechthild von Holten schenkte 1281 dem Johanniterorden das Patronat der Kirche in „Walsem“. Wenig später (1289) wurde die Gerichtsbarkeit „in Walshem“ durch Burkhard, genannt Stecke, an den Grafen Dietrich VI. von Kleve verkauft. Im Jahr 1292 erfolgte die Fertigstellung des Ordenshauses der Johanniter neben der Kirche (später Kommlers Hof). Nach langem Rechtsstreit zwischen den Johannitern und Graf Johann von der Mark wurde 1319 Holten vom Walsumer Kirchspiel abgetrennt und das Patronat der Johanniter an der Walsumer Kirche bestätigt. 1370 ist Constantinus Crone von Hysvelt als Inhaber der Höfe Ochtrop und Hückelhoven belegt; Johann Ingen Lohe wurde 1490 Herr auf Haus Loh im Driesenbusch und Bernhard Hystvelt wurde 1492 Besitzer des Rittergutes Watereck.


Francisco Hurtado de Mendoza
Francisco Hurtado de Mendoza Maler Daniël van den Queborn (1552 –1602) - Portrait of Francisco Hurtado de Mendoza, Admiral of Aragon (1546 - 1623) - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Im Jahre 1507 kam der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. von Duisburg zu Pferde nach Walsum, um sich rheinabwärts nach Brabant einzuschiffen. Der spanische Feldherr Francisco de Mendoza lag 1598 während des Achtzigjährigen Krieges mit 21.000 Fußsoldaten und 2500 Reitern vor der Festung Orsoy und vor Walsum, wo ein Lager mit Schanzen errichtet wurde. Eine von den Spaniern gebaute Schwimmbrücke über den Rhein wurde durch einen Sturm zerstört, woraufhin Mendoza mit der Belagerung von Rheinberg begann. In der Folgezeit des Krieges kam es 1601 zu großen Schäden durch Überfälle holländischer Söldner. Eine Karte des Kartographen Johann Bucker aus dem Jahre 1713 zeigt das Dorf Walsum mit Kirche, das Fährhaus am Rhein und den Ortsteil Aldenrade. Zu dieser Zeit entsprach das Rheinbett bereits weitgehend dem heutigen Stromverlauf.


Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum ...ehemaliges Bahnhofsgebäude Duisburg-Walsum - Foto: Wikipedia - Autor: Nachtfotografierer - Lizenz: s.u.


Seit 1611 wurde der Besitz der Johanniter in Walsum von der Kommende Herrenstrunden bei Bergisch Gladbach verwaltet; etwa 200 Jahre später (1806) fielen die Ländereien der Johanniter-Kommende in Walsum der Säkularisation zum Opfer. 1620 starb der letzte Johanniter in Walsum, der Hauskomtur und Pastor Heinrich Brinkmann. 1755 kam das Rittergut Haus Watereck in den Besitz des Senators Arnold Huyssen aus Essen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich die dörfliche Struktur Walsums durch die Ausdehnung des Bergbaus und der Stahlindustrie nach Norden nachhaltig zu ändern. Industrielle und Firmen begannen Grundstücke aufzukaufen: die Gute-Hoffnungs-Hütte aus Oberhausen (ab 1868), der Industrielle Julius Grillo (ab 1869), der Industrielle Max Haniel (ab 1871) sowie die „Gewerkschaft Deutscher Kaiser“ unter der Leitung von August Thyssen (ab 1896).


Duisburg - Zeche Walsum
Duisburg - Zeche Walsum Fördergerüst der ehem. Zeche Walsum - Schacht 1 - Franz-Lenze-Schacht


Am 1. April 1905 wurde Walsum mit 5.179 Einwohnern eine eigene Bürgermeisterei. Im Jahre 1921 errichtete die Gutehoffnungshütte Oberhausen die Rheinwerft Walsum in der Nähe des Südhafens, die sich zur leistungsfähigsten Flusswerft am Rhein entwickelte. Bis zur Schließung im Jahre 1982 wurden hier über tausend Fluss- und Spezialschiffe gebaut. 1939 wurde die Kohleförderung auf der Zeche Walsum begonnen. Nach Bombenangriffen und Artilleriebeschuss überquerten am 24. März 1945 Truppen der Westalliierten den Rhein im Rahmen der „Operation Plunder“. Es war das Kriegsende für Walsum. Am 1. Juli 1958 erhielt die Gemeinde Walsum mit über 40.000 Einwohnern das Stadtrecht. Am 1. Januar 1975 endete die Eigenständigkeit der Stadt Walsum. [1]


Walsum heute

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Kirche St. Dionysius


Noch bis weit in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war Walsum dörflich geprägt, die Kernzelle war zu dieser Zeit der Bereich des heutigen Alt-Walsum mit der schönen Kirche St. Dionysius. Um den Ort lagen verstreut einzelne Bauernhöfe in der Walsumer Mark und das Rittergut Haus Watereck. Auch die Ritter des Hospitaliter Ordens (Orden vom Spital des Heiligen Johannes zu Jerusalem) besaßen hier weitläufige Landgüter und waren mit der Pfarrkirche St. Dionysius verbunden. Heute erinnern nur noch wenige Hinterlassenschaften an die damalige Zeit, lediglich Straßennamen wie Johanniterweg, Königstraße und Watereckstraße bringen den Bewohnern dieses Ortsteils die Geschichte ins Gedächtnis zurück. Nicht zuletzt natürlich die Kirche St. Dionysius, das mit Sicherheit älteste Gebäude in Walsum.


Bauwerke

  • Evangelische Kirche in Aldenrade, erbaut um 1905, mit Gemeindehaus von 1927 (denkmalgeschützt);
  • Kath. Pfarrkirche St. Josef, bis 1914 errichtete dreischiffige Basilika an der Kolpingstraße in Aldenrade;
  • Wacholderbrennerei Claus mit Gaststätte in Alt-Walsum, Teil der Route der Industriekultur;
  • Kath. Pfarrkirche St. Dionysius, erbaut 1884, Bau- und Bodendenkmal, in Alt-Walsum;
  • Kraftwerk und Zeche Walsum;


Walsumer Hof

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Gasthof Walsumer Hof - Foto: Wikipedia - Autor: © Carschten - Lizenz: s.u.


Zu den Top-Fischlokalen in Duisburg zählt sicherlich der Walsumer Hof. Das Restaurant befindet sich unweit vom Rheindeich und dem Fähranleger Orsoy im Duisburger Stadtteil Walsum- genauer gesagt in Alt-Walsum. Die Gäste des Restaurants loben die gute Küche, sind von der Speisekarte begeistert und freuen sich über große Portionen. Die Freundlichkeit des Personals wird hervorgehoben und auch das Ambiente des Lokals sowie der Biergarten werden oft gelobt. Wer gerne Fisch mag, ist hier bestens aufgehoben.


Adresse:

Walsumer Hof


Rheinstr. 16,

47179 Duisburg,

Nordrhein-Westfalen Deutschland

Telefon: +49 203 491454

Internet: www.walsumerhof.de/


Rheinfähre Walsum - Orsoy

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Rheinfähre Walsum-Orsoy - Foto: Wikipedia - Autor: Krd - Lizenz: s.u.


Etwa 600 Meter südlich von Alt-Walsum am Rhein gibt es eine Fährverbindung zum Nachbarort Orsoy auf der anderen Rheinseite. Hier legt die Rheinfähre Orsoy–Walsum jeden Tag ab und bringt Personen, Fahrräder und Autos zum linksrheinischen Orsoy (Ortsteil von Rheinberg). Die Rheinfähre Orsoy - Walsum ist eine Autofährverbindung über den Rhein auf Höhe von Rheinkilometer 793. Bereits seit mehreren Jahrhunderten besteht eine Fährverbindung über den Rhein am territorialpolitisch und strategisch bedeutsamen Flussabschnitt zwischen Walsum und Orsoy. Das seinerzeit zu Kleve gehörende Orsoy stieg ohne Erhebungsprivileg um 1270/1285 zur Stadt auf und 1347 bestätigt und wurde über die folgenden Jahrhunderte hin in mehreren Bauabschnitten immer weiter befestigt.


Stadt Rheinberg - Ortsteil Orsoy
Stadt Rheinberg - Ortsteil Orsoy Rheinfähre Walsum - Orsoy - Ansicht aus Richtung Orsoy


Die Entwicklung im bereits 1233 mit Neusser Recht zur Stadt erhobenen kurkölnischen Rheinberg ging nahezu parallel vonstatten. Für Orsoy ist die Errichtung einer Zollstätte 1238/40 belegt, an der seit 1279 durch die Grafen bzw. Herzöge von Kleve eine Art Flussgeleitgeld erhoben wurde. Dieses stellte um 1445 faktisch einen Sonderzoll auf kurkölnische Waren während der Soester Fehde (1444 – 1450) dar. Für Rheinberg ist die Erhebung eines Rheinzolls durch die Erzbischöfe von Köln ab dem Jahr 1235 belegt. Seit 360 Jahren gibt es die Fährverbindung über den Rhein im Bereich Walsum. Seit 1831 gibt es einen schnellen Pendelverkehr. Anfangs wurde das Schiff von einem Pferd und bis zu sechs Fährknechten gegen die Fließströmung über den Fluss gezogen. Die Überfahrt dauerte damals zwischen einer halben und einer ganzen Stunde. [3]


Pfarrkirche St. Dionysius

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Pfarrkirche St. Dionysius


Im Zentrum von Alt-Walsum steht die Pfarrkirche St. Dionysius. Die Pfarrei St. Dionysius Duisburg-Walsum ist eine Großgemeinde, zu der die Kirchen St. Dionysius, St. Elisabeth, Herz Jesu, St. Josef, St. Juliana und St. Ludgerus gehören. Die Gemeinde zählt etwa 15 000 Gemeindemitglieder. St. Dionysius ist eine traditionsreiche katholische Gemeinde unweit des Rheins und der Walsumer Auenlandschaft. Die unter Denkmalschutz stehende Kirche St. Dionysius in Alt-Walsum hat ihre Wurzeln im Johanniterorden. Bei Renovierungsarbeiten wurden die Grundmauern einer Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert gefunden- wahrscheinlich eine schlichte Dorfkirche. St. Dionysius wurde 2015/2016 aufwendig restauriert, wobei das Gebäude ein neues Dach erhielt und die Fassade erneuert wurde. Zusätzlich stellte man fest, dass die Außenmauern feucht waren- auch dieser Mangel wurde zwischenzeitlich behoben.


Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Kirche St. Dionysius


Die vermutlich im 13. Jahrhundert erbaute Kirche der im 9. Jahrhundert gegründeten Pfarrei Walsum war bis zur Säkularisation 1806 im Besitz des Johanniter-Malteser-Ordens. Sie wurde 1881 - 1883 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Dieser Neubau im neugotischen Stil wurde nach den Plänen des Kölner Architekten Heinrich Wiethase errichtet und konnte 1884 bereits eingeweiht werden. Die erheblichen Kriegsschäden waren bis 1949 beseitigt. Bei Bauuntersuchungen im Sommer 2010 wurden bei Grabungsarbeiten an der Nordseite des heutigen Chores Mauerreste der früh- bis hochmittelalterlichen- und der gotischen Kirche sowie ein zugehöriges Backsteinpflaster gefunden.




Gaststätte und Wacholderbrennerei Claus

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Wacholderbrennerei Claus in Alt-Walsum


Im Zentrum von Alt-Walsum in Duisburg befindet sich die Wacholderbrennerei Claus mit zugehöriger Gaststätte. Das Gebäudensemble besteht aus zwei Teilen: aus der Schankwirtschaft mit Wohnung und direkt daneben aus der Kornbrennerei. Beide Gebäude sind Backsteinbauten, die Fassade der Kornbrennerei ist zusätzlich mit einem Schornstein versehen und trägt verschiedene Inschriften und Zahlen. Am Platz der Kornbrennerei stand vorher ein Gebäude aus dem Jahr 1715, das irgendwann abgebrannt ist und erneuert wurde, wahrscheinlich 1891 und 1951 erneut renoviert. Die Brennereieinrichtung aus dem Jahre 1951 ist in einem guten Zustand erhalten- Korn oder Wacholder werden hier aber nicht mehr produziert. Heute befindet sich die Kornbrennerei im Eigentum der Familie Claus, die jetzt in der fünften Generation die Brennerei fortführt.


Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Gaststätte in Alt-Walsum


Alljährlich zur Wacholderkirmes, dem Schützenfest des BSV 1856 Walsum, am ersten Wochenende im Juli, öffnet die vollständig erhaltene Brennerei für vier Tage ihre Türen und kann besichtigt werden. Ein Ausschank ist eingerichtet und bei Wacholderwasser und rheinischem Frohsinn ist gute Stimmung garantiert. Die zugehörige alte Dorfgaststätte hat montags, mittwochs und samstags von 18.30 bis 22.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.

Adresse:

Hermann Claus Inhaber Theodor Claus

Wacholder-Destillation und Spirituosenherstellung

Kaiserstraße 57,
47178 Duisburg

Telefon: 0203 471327


Kraftwerk Duisburg-Walsum

Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Kraftwerk Duisburg-Walsum


Das Kraftwerk Walsum ist ein Steinkohlekraftwerk in Duisburg-Walsum und liegt auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Walsum unmittelbar am Rhein. Bereits im Jahr 1928 wurde hier am Standort Duisburg-Walsum eine Kraftwerksanlage zur Deckung des Bedarfs der Zeche Walsum an Dampf errichtet. 1957 wurde es um einen Kraftwerksblock (Block 6) mit 68 MW erweitert, 1959 und 1960 folgten zwei Kraftwerksblöcke (Block 7 und 8) mit je 150 MW (129 MW elektrische Nettoleistung). 1988 ersetzte Block 9 die Blöcke 6 und 8. Er verfügt über eine elektrische Bruttoleistung von 410 MW (370 MW Nettoleistung) und eine Fernwärmeleistung von 295 MW. Block 7 ist außer Betrieb (Kaltreserve), könnte allerdings theoretisch innerhalb einer Vorlaufzeit von sechs Monaten wieder in Betrieb gehen.


Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum Kraftwerk Duisburg-Walsum


Aufgrund des altersbedingt schlechten Wirkungsgrades wäre eine Wiederinbetriebnahme nicht wirtschaftlich. Mit dem Bau des Blocks 10 wurde 2006 begonnen. Die ursprünglich für Anfang 2010 geplante Inbetriebnahme verzögerte sich jedoch wegen ca. 1.500 undichter Schweißnähte. Am 6. April 2013 wurde der Kessel nach dem Umbau erstmals angefeuert. Dabei wurde ausschließlich Öl verfeuert. Am 18. April 2013 folgte die erste Verbrennung von Steinkohle, zum sicheren Betrieb musste zunächst aber immer noch zusätzlich Heizöl verbrannt werden. Seit dem 24. April 2013 läuft die Anlage ausschließlich mit Steinkohle. Am 4. Juli erreichte die Anlage zum ersten Mal 100 % Last (bis zu 800 MW unter Überlast). In den darauffolgenden Monaten wurde die Leistung nach und nach hochgefahren. Der kommerzielle Betrieb wurde im Dezember 2013 begonnen. [2]


Quellenangabe:

Wappen von Walsum
Wappen von Walsum Wappen der ehemaligen Stadt Walsum (bis Ende 1974) - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


1.: Die Informationen zum Stadtbezirk Walsum in der Stadt Duisburg basieren auf dem Artikel Duisburg-Walsum (Stand vom 05.10.2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Die Informationen zum Kraftwerk Duisburg-Walsum stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 11.07.2019!

3.: Die Informationen zur Rheinfähre Walsum-Orsoy stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 11.07.2019!

Die Fotos "Wirtschaftsgebäude von 1819 mit spätbarockem Giebel des ehemaligen Vierlindenhofes; Gasthof Walsumer Hof; (2 Fotos) - Autor: © Carschten" - "...ehemaliges Bahnhofsgebäude Duisburg-Walsum - Autor: Nachtfotografierer" - "Rheinfähre Walsum-Orsoy - Autor: Krd" werden unter den Bedingungen der Creative Commons "Attribution 2.0 [24 KB] " „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos aus Walsum


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