Sie sind hier: Startseite » Ruhrgebiet » Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Einkaufsstraße



Überblick

Castrop-Rauxel - Zeche Erin
Castrop-Rauxel - Zeche Erin Fördergerüst von Schacht 7 der Zeche Erin



Castrop-Rauxel bezeichnet sich selbst als Europastadt im Grünen. Sie ist eine große kreisangehörige Stadt im Kreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Ruhrgebietsstadt wird im Regionalverband Ruhr (RVR) durch den Kreis Recklinghausen vertreten und ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. In der Landesplanung Nordrhein-Westfalens ist Castrop-Rauxel als Mittelzentrum eingestuft. Castrop-Rauxels Stadtbild war im 19. und 20. Jahrhundert stark durch den Bergbau geprägt. Im Zuge der Industrialisierung entstanden die Zechen Erin, Graf Schwerin, Ickern und Victor. Die Schließung der Zeche Erin im Jahr 1983 bedeutete das Ende des Bergbaus in Castrop-Rauxel. An diese Tradition erinnern Industriedenkmale wie das Fördergerüst der Zeche Erin und ihr Hammerkopfturm; das frühere Motto Industriestadt im Grünen wurde entsprechend in Europastadt im Grünen geändert.




Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel - Henrichenburg
Castrop-Rauxel - Henrichenburg Schiffshebewerk Henrichenburg 1912 - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Castrop-Rauxel liegt im Emscherland, dem nördlichen Teil des Ruhrgebiets, und gehört als Stadt im Kreis Recklinghausen zur Metropolregion Rhein-Ruhr. Rhein-Herne-Kanal und Emscher verlaufen durch die nördlichen Stadtteile Pöppinghausen, Habinghorst, Henrichenburg und Ickern, wobei das traditionell vestische Henrichenburg durch die hier südlich des Kanals verlaufende Emscher vom sich südlich anschließenden Habinghorst getrennt wird. Am 1. Januar 1975 erfolgte im Zuge der Kommunalen Neugliederung die Eingliederung der Gemeinde Henrichenburg in die Stadt Castrop-Rauxel. Gleichzeitig wurde diese eine kreisangehörige Stadt im Kreis Recklinghausen und wechselte zum gleichen Zeitpunkt vom Regierungsbezirk Arnsberg zum Regierungsbezirk Münster. Etwa 73 350 Einwohner zählt die Stadt Castrop-Rauxel im Jahr 2019.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Impressionen


Das Stadtgebiet von Castrop-Rauxel hat eine Fläche von insgesamt 51,66 Quadratkilometer. Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 11,8 Kilometer und die West-Ost-Ausdehnung 9,3 Kilometer. Den höchsten Punkt der Stadt markiert die Halde Schwerin mit 147 m über NN, den niedrigsten die Pöppinghauser Straße neben Haus Nr. 264 mit 50,2 m über NN. Die mittlere Höhenlage beträgt 98,6 m über NN. Die Stadt gliedert sich in 15 Stadtteile, von Nord nach Süd und innerhalb einer Zeile von West (südwest) nach Ost (nordost) sind das:

Henrichenburg (mit Becklem im äußersten Norden);
Pöppinghausen, Habinghorst, Ickern;
Bladenhorst, Rauxel, Deininghausen;
Behringhausen, Castrop, Dingen;
Obercastrop, Schwerin;
Bövinghausen, Merklinde, Frohlinde;


Stadtteile und Bevölkerungsstruktur

Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Gebäudeteil des Castrop-Rauxeler Rathauses - Foto: Wikipedia - Autor: User Schue - Lizenz: s.u.


Abgesehen vom jüngeren Stadtteil Schwerin, der den Süden der Gemarkungen Castrops und Rauxels einnimmt, entsprechen die heutigen Stadtteile exakt den seit 1975 unveränderten Gemarkungen. Folgende Städte grenzen an die Stadt Castrop-Rauxel – im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:

Recklinghausen, Datteln, Waltrop (alle Kreis Recklinghausen), Dortmund, Bochum und Herne.

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Castrop nur wenige hundert Einwohner. Die Bevölkerungszahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So forderten der Dreißigjährige Krieg (1618 – 1648) und eine Pestepidemie 1636 zahlreiche Todesopfer. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung sehr schnell. Lebten 1818 erst 646 Menschen in dem Ort, waren es 1900 bereits 9.400. Einen Zuwachs von 5.000 Personen brachte 1902 die Eingemeindung von Behringhausen und Obercastrop. Am 1. April 1926 entstand durch den Zusammenschluss der Stadt Castrop mit zehn Landgemeinden die neue Stadt Castrop-Rauxel mit 53.399 Einwohnern.


Castrop-Rauxel - Henrichenburg
Castrop-Rauxel - Henrichenburg Schiffshebewerk Henrichenburg - Museum im Oberwasser - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Geschichte

Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Markt und Reiterdenkmal mit Brunnen - Foto: Wikipedia - Autor: Arnoldius - Lizenz: s.u.


Auf dem Gelände der späteren Zeche Erin in Castrop befand sich eine germanische Siedlung, die vom Ende des 1. bis zum 5. Jahrhundert nach Christus enge wirtschaftliche Beziehungen zum Römischen Reich hatte. Karl der Große legte im Sachsenkrieg entlang der Straßen Verpflegungslager und Reichshöfe an und nutzte die Römerstraße bei seinem Marsch in Richtung Norden. Die Reichshöfe entwickelten sich zu Ortschaften, in diesem Fall wurde aus Castorp (Dorf am Speicher) Castrop. Im Jahr 834 wurde die Villa Castrop erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1484 stellte Johann II. von Cleve den Bürgern einen Freiheitsbrief aus. 1902 entstand aus der Titularstadt Castrop und zwei weiteren Gemeinden die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop-Rauxel aus Teilen der Stadt Castrop und des Amtes Rauxel gebildet. Sie gehörte zunächst zum Landkreis Dortmund, bevor sie am 1. April 1928 kreisfrei wurde.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Evangelische Lutherkirche in Castrop


Während des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg war Castrop-Rauxel fünfmal Ziel alliierter Luftangriffe auf das Ruhrgebiet, bei denen insgesamt 398 Menschen ums Leben kamen. Hauptsächlich die großen Industriegebiete wie die Zechen und Chemiewerke wurden schwer getroffen, konnten allerdings meist bereits nach kurzer Zeit den Betrieb wieder aufnehmen. Es fielen jedoch auch zahlreiche Bomben auf Wohngebiete. Insgesamt wurde Castrop-Rauxel zu 24 % zerstört, was im Vergleich zu anderen Ruhrgebietsstädten ein relativ geringer Zerstörungsgrad war. Am 7. März 1945 war Castrop-Rauxel wieder Ziel schwerer amerikanischer Luftangriffe. So wurden die Rütgerswerke und die Teerverwertung schwer getroffen. Am 13. März erfolgte ein weiterer schwerer Angriff auf die Zeche Erin, die nach dem Angriff für ein paar Tage die Förderung einstellen musste. Bereits am 15. März wurden die Rütgerswerke erneut Ziel amerikanischer Luftangriffe. [1]


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Einkaufszentrum Widumer Platz


Am 1. April 1945 trafen sich der Castroper Oberbürgermeister Anton und die höchsten Beamten und Angestellten und diskutierten den Führerbefehl, bei Anrücken des Feindes alle Brücken, Versorgungsleitungen und Produktionsbetriebe zu zerstören. Es wurde einstimmig beschlossen, diesen Befehl zu ignorieren. Der Ortskommandant der Deutschen Streitkräfte verkündete vor dem Oberbürgermeister um 17 Uhr: „Castrop ist nun Kampfgebiet!“ Am 2. April 1945 erreichten die Amerikaner Castrop-Rauxel im Norden, wobei Pöppinghausen als erster Stadtteil in amerikanische Hände fiel. Die Deutschen hatten sich bereits hinter den Kanal zurückgezogen und die Kanalbrücke Bladenhorst, die Schemhofbrücke an der Wartburgstraße sowie die Brücke an der Hebewerkstraße und sämtliche Emscherbrücken gesprengt. Nachdem sich der Kreisleiter Nieper abgesetzt hatte, wurde auch der Volkssturm am 4. April entwaffnet und aufgelöst.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Altstadtmarkt


Erstmals waren die Amerikaner wieder auf schweren Widerstand gestoßen, denn für den relativ kleinen Frontabschnitt war Castrop gut besetzt und wurde schwer verteidigt. Bereits Ende 1944 wurde in Castrop begonnen, Panzersperren, Ein-Mann-Schützenlöcher sowie auf Betonsockeln installierte Flak vom Kaliber 8,8 cm und 2 cm zu befestigen. Auf deutscher Seite standen das 2. und das 23. Regiment der 2. Fallschirmjäger-Division sowie ein Bataillon der Heerespolizei mit Sturmgeschützen den gut ausgerüsteten amerikanischen Truppen des 289. Regiments der 26. US-Infanterie-Division gegenüber. Nach Kampfberichten der 26. US-Infanterie-Division war der Widerstand in Castrop-Rauxel zäher als im Ardennenbogen und im Kessel von Colmar. Am 8. April nahmen amerikanische Truppen endgültig die Altstadt sowie Beringhausen ein. Der letzte verbissene Widerstand fand am 9. April im Bereich Merklinde statt. [1]


Sehenswürdigkeiten

Castrop-Rauxel - Bladenhorst
Castrop-Rauxel - Bladenhorst Schloss Bladenhorst


Bedeutende Bauwerke in Castrop-Rauxel sind der Hammerkopfturm und das Vollwand-Strebengerüst der ehemaligen Zeche Erin. Als Industriedenkmäler zeugen sie von der Bergbauvergangenheit der Stadt. Dazu zählt auch die Halde Schwerin mit einer begehbaren Sonnenuhr auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Graf Schwerin. Sehenswerte Bauwerke sind auch das Schloss Bladenhorst, ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst, die St.-Lambertus-Kirche im Stadtteil Henrichenburg, die Lutherkirche aus dem Jahre 1881 in der Altstadt, das Taubenvatta-Denkmal, ein Bronzedenkmal, das seit 1986 auf dem Kuopio-Platz steht und der jüdische Friedhof aus dem Jahr 1743. Dieser ist der älteste noch erhaltene Friedhof.


Lüttich
Lüttich St.-Pauls-Kathedrale in Lüttich (Belgien) - St.-Lambert-Reliquiar (1512) - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Das Haus Goldschmieding, errichtet Ende des 16. Jahrhunderts, beherbergt heute ein Schlossrestaurant und befindet sich in einem Park, unweit der ehemaligen Pferderennbahn, auf der 1874 bis 1970 die auch überregional bekannten Naturhindernisrennen stattfanden. Heute befindet sich dort ein Naherholungsgebiet. An die Pferderennentradition erinnert das 1912 errichtete Reitsportdenkmal auf dem Altstadtmarkt. In der Altstadt findet man ebenfalls die dem in Westfalen besonders verehrten Lambert von Lüttich, Bischof von Maastricht, geweihte Kirche, deren Ursprung auf das Jahr 1250 zurückgeht. In dem ältesten noch erhaltenen Teil steht ein Sakramentshäuschen aus Baumberger Sandstein, das um 1512 erschaffen wurde.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City ...ehemaliges Parkbad Süd.... - Foto: Wikipedia - Autor: Arnoldius - Lizenz: s.u.


Der Landschaftsarchäologische Park Henrichenburg im Norden der Stadt lässt die Geschichte der Burg Henrichenburg am historischen Standort wieder aufleben. Die Burg wurde erstmals urkundlich 1263 erwähnt und 1787 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Das Forum Europaplatz, gelegen am Stadtmittelpunkt, ist ein kulturell vielfach nutzbares Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Das Zentrum des Forums besteht aus der Stadthalle und der Europahalle, gestaltet nach Plänen des dänischen Architekten Arne Jacobsen, der auch das neue Rathaus entworfen hat. Am Rande der Altstadt liegt der Stadtgarten. Dort befindet sich auch das 1926 eröffnete und 1992 geschlossene Parkbad Süd. Nach der Schließung wurde es unter Denkmalschutz gestellt und ist heute ein Kultur- und Freizeitzentrum mit Restauration. Der 1942 erbaute Hochbunker Münsterstraße wurde 1975 gesprengt. [1]


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Gedenktafel am Simon-Cohen-Platz


Jüdische Synagoge in Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Gebäudeumriss der ehem. Synagoge im Pflaster markiert


Die ehemalige Synagoge in Castrop-Rauxel befand sich an der Wegkreuzung der Straße „Im Ort“ am heutigen Simon-Cohen-Platz. Der frühere Standort der Synagoge ist heute durch einen Gebäude-Umriss im Pflaster markiert, zusätzlich weist eine Gedenktafel auf das frühere Bauwerk hin. Auf ihr ist zu lesen: „Hier stand die Castroper Synagoge, errichtet im Jahre 1845; sie wurde unter der Herrschaft der Gewalt und des Unrechts am 10. November 1938 zerstört“. Eine weitere im Boden eingelassene Gedenktafel aus Bronze mit Inschrift und einem Relief der ehem. Synagoge weist auf die Baugeschichte des religiösen Gebäudes hin.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Gedenktafel am Simon-Cohen-Platz


Auf ihr ist u.a. zu lesen:

„Der Synagogenbezirk Castrop umfasste laut Statut von 1857 das Amt Castrop, zu dem damals die Ortschaften Mengede, Bodelschwingh und Deusen gehörten. Die Synagoge wurde im Jahr 1845 als Fachwerkbau errichtet. Später folgte der Anbau einer Apsis an der Ostfassade und die Verkleidung mit Steinplatten. Der nach Osten ausgerichtete Betsaal hatte an beiden Seiten hohe gefächerte Rundbogenfenster. Die Innenwände waren bis zur Decke mit Kacheln in Ornamentmustern bedeckt. In der Apsis war der hölzerne Toraschrein mit seinen reich geschnitzten Holztüren eingelassen. Während des nationalsozialistischen Unrechtsregimes wurde die Synagoge in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 von SA-Truppen aus Herne und Castrop-Rauxel niedergebrannt. Die Feuerwehr beschränkte sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf die umliegenden Häuser zu verhindern. Die SA-Truppen verübten auch die gewaltsamen Übergriffe gegen jüdische Bürger und deren Eigentum“. [2]


Jüdischer Friedhof in Castrop

Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Jüdischer Friedhof in Castrop- Foto: Wikipedia - Autor: Arnoldius - Lizenz: s.u.


Der Jüdische Friedhof in Castrop, einem Stadtteil von Castrop-Rauxel im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen), wurde im Jahr 1743 errichtet. Der jüdische Friedhof zwischen Altstadtring und Oberer Münsterstraße ist ein geschütztes Baudenkmal. Die jüdische Gemeinde in Castrop bestattete ihre Toten seit 1743 auf dem eigenen Friedhof. Die letzte Bestattung auf dem jüdischen Friedhof in Castrop fand 1939 statt. In den Jahren 1938 bis 1945 sind viele Grabsteine (Mazewot) zerstört worden. Deshalb sind heute nur noch 59 Grabsteine vorhanden. [3]


Pfarrkirche St. Lambertus

Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Pfarrkirche St. Lambertus


Die Kirche St. Lambertus in Castrop-Rauxel ist eine katholische Pfarrkirche. Sie liegt im Zentrum des Stadtteils Castrop und ist Mutterkirche zahlreicher Gemeinden in Castrop-Rauxel, Herne und Gerthe. Ein erstes Gebäude an diesem Platz stammt aus dem 10. Jahrhundert und wurde als Saalkirche mit rechteckigem Chor errichtet. Im 12. Jahrhundert erfolgte die Errichtung eines romanischen Westturms am Ende des alten Teils vor dem jetzigen Sakristeieingang. Um etwa 1250 erfolgte die Errichtung einer spätromanischen Hallenkirche mit drei Schiffen, Chor und drei Apsis-Anbauten durch die Grafen von Kleve. Um 1344 wird erstmals der Name der Kirche - St. Lambertus und Blasius - erwähnt.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Pfarrkirche St. Lambertus


1889/90 erfolgte die Abtragung des alten Westturms und des südlichen Seitenschiffs nach dem Entwurf des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig und Einfügung einer neuen Kirche als Basilika im neugotischen Stil in den historischen Baubestand. 1926 - 1933 Modernisierung der Kirche, u.a. Höherlegung beider Altarräume, Umgestaltung des mittelalterlichen Chorraumes in eine Christus-Rex-Kapelle, Errichtung eines Hochaltars und eine neue Ausmalung des Kirchenraums. 1933 Veränderung der Lichtführung, u.a. durch Vermauerung der Seitenfenster im Hauptchor. 1942 Rückbau des Chores der alten Kirche im Sinne des Mittelalters und eine dadurch bedingte Verlegung des Standortes des Sakramentshauses in die Mitte. 1982 - 1984 Wiederherstellung der ursprünglichen Proportionen und Lichtführungen in beiden Teilen der Kirche und Anpassung an moderne liturgische Anforderungen. 1982 erfolgte der Neubau einer Sakristei an der Nordseite der Kirche.


Castrop-Rauxel - City
Castrop-Rauxel - City Pfarrkirche St. Lambertus - Portal


Im Kirchenschatz der St.-Lambertus-Gemeinde befindet sich auch eine spätgotische Monstranz, eine Dortmunder Arbeit von 1500/1510. Die Orgel von St. Lambertus wurde 2005 von der Orgelbaufirma Eisenbarth (Passau) erbaut. Das rein mechanische Instrument hat 40 Register auf drei Manualen und Pedal. Das Geläut der Kirche besteht aus fünf Bronzeglocken in der Tonfolge c'-es'-f'-g'-as'. Glocke II wurde 1919 von der Glockengießerei Otto in Bremen-Hemelingen gegossen. Die Glocken I, III und IV stammen aus der Gießerei Junker in Brilon und wurden dort 1949 gegossen. Die kleinste Glocke (V) wurde 2005 von Petit & Edelbrock gegossen. Die Pfarrkirche gehört zur St.-Lambertus-Kirchengemeinde, die zusammen mit den Gemeinden St. Elisabeth, St. Franziskus, Hl. Kreuz, St. Marien und Hl. Schutzengel zum Pastoralverbund Castrop-Rauxel Süd im Dekanat Emschertal im Erzbistum Paderborn gehört.


Weitere Informationen:

  • Haus Goldschmieding

    Das Haus Goldschmieding ist ein ehemaliger Adelssitz auf dem Stadtgebiet von Castrop-Rauxel. Seine Ursprünge liegen in einem Rittergut aus dem 13. Jahrhundert, dessen Namen sich aus den mittelhoc...

  • Zeche Erin

    Die Zeche Erin war ein Steinkohle-Bergwerk in Castrop-Rauxel. Sie befand sich etwa 600 Meter westlich der Stadtmitte und war somit von jedem Punkt der Stadt erkennbar. Der Betriebsbeginn der Zech...

Weitere Informationen:

  • Schloss Bladenhorst

    Das Schloss Bladenhorst befindet sich in einer schönen ländlichen Umgebung. Das Anwesen wird im Norden begrenzt durch den Rhein-Herne-Kanal und im Süden durch den Landwehrbach. Schloss Bladenhors...

  • Erin-Park

    Wie in anderen Bergbaustädten nach Stilllegung von Zechen auch, stand die Stadt Castrop-Rauxel vor dem Problem, neue Arbeitsplätze zu schaffen und das Gelände der einstigen Schachtanlagen wirtschaftsfördernd zu vermarkten....



Herne

Herne
Herne Evangelische Kreuzkirche


Herne ist eine Großstadt und liegt mitten im Ruhrgebiet. Die Stadt zählt etwa 161 000 Einwohner und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Herne ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Harrani ist der ursprüngliche Name der Stadt und wird erstmals um 880 im Steuerregister der Benediktinerabtei Werden erwähnt. Die Stadt in ihren heutigen Grenzen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen, durch die umliegende Gemeinden, darunter die ehemalige Großstadt Wanne-Eickel, nach Herne eingegliedert bzw. mit dieser Stadt zusammengelegt....

Weitere Informationen zur Stadt Herne im Ruhrgebiet finden Sie hier....!


Quellenangabe:

Wappen der Stadt Castrop-Rauxel
Wappen der Stadt Castrop-Rauxel Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


1.: Die Informationen zur Geschichte von Castrop-Rauxel basieren auf dem Artikel Castrop-Rauxel (Stand vom 22.10.2020) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.:Ehemalige Synagoge am Simon-Cohen-Platz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-P363N504-20090701-0001 (Abgerufen: 11. November 2020)!

3.: Informationen zum Jüdischen Friedhof in Castrop-Rauxel stammen aus der Wikipedia- zuletzt abgerufen am 15.11.2020!

Die Fotos "Teaserfoto: Europa- und Stadthalle - Autor: Raenmaen" - "Teil des Castrop-Rauxeler Rathauses - Autor: User Schue" - "Markt und Reiterdenkmal mit Brunnen; ...ehemaliges Parkbad Süd....; Jüdischer Friedhof in Castrop; (3 Fotos) - Autor: Arnoldius" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und sind lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported [24 KB] .


Fotos Castrop-Rauxel


- Anzeige-




Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Alle aktivieren“ erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen