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Blankenstein

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein ...historisches Zentrum von Blankenstein...



Überblick

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Burg Blankenstein - Ansicht vom Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein - Foto: Wikipedia - Autor: Simplicius - Lizenz: s.u.



Hoch oben über dem Ruhrtal erhebt sich die alte Ritterburg Blankenstein mit dem weithin sichtbaren Bergfried. Aus der Siedlung rund um die Burg Blankenstein herum entstand seit dem Mittelalter der gleichnamige Ort Blankenstein, heute ein Ortsteil der Stadt Hattingen in Nordrhein-Westfalen. In der Ortsmitte sind zahlreiche Fachwerkhäuser zu sehen und in den ehemaligen Blankensteiner Amtshäusern - heute Stadtmuseum - ist eine historische Dauerausstellung zu sehen. Blankenstein - eine ehemalige Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis - nannte man früher Blankenstein/Ruhr und zählt etwa 2740 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2014). Blankenstein liegt unmittelbar am Südufer der Ruhr, gegenüber der Stadt Bochum.




Blankenstein/Ruhr

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Impressionen


Der Ort geht auf die Gründung der Burg Blankenstein durch Graf Adolf I. von der Mark im Jahre 1227 zurück. Vor der Burg wurde ein Ort gegründet, der in den Folgejahren aufblühte. 1355 bestätigte Graf Engelbert III. von der Mark die Freiheiten Blankensteins. 1554 war Blankenstein sogar Mitglied der Hanse. 1594 erhielten die Blankensteiner von Johann Wilhelm von Kleve das Recht, drei Jahrmärkte abzuhalten. Um 1607 entstand die protestantische Gemeinde. Im Jahre 1434 fand erstmals die Pfingstkirmes statt. Bereits 1614 wurde die Burg durch spanische Truppen besetzt. Es folgte der Dreißigjährige Krieg bis 1648.


Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Evangelische Kirche - Portal


Johann Georg von Syberg ließ die Burg 1662 abreißen, was für den Ort Folgen hatte, stellte sie doch auch einen wichtigen Arbeitgeber dar. Am Pfingstmontag 1665 brach schließlich ein Feuer aus, das fast den ganzen Ort vernichtete. Etwa um 1765 entstand die Evangelische Kirche Blankenstein. Die römisch-katholische Kirche St. Johannes Baptist entstand von 1794 bis 1801 auf dem Marktplatz an der Stelle des alten Rathauses. Der Bergbau, Eisenverarbeitung und die Textilindustrie verhalfen Blankenstein zu einem neuen Aufschwung. Die Halbach-Hämmer wurden 1804 von Johann Arnold Halbach errichtet. Die Tuchweberei der Familie Gethmann entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Arbeitgeber.


Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Gedenktafel Gethmannscher Garten


Der Kommerzienrat Carl Friedrich Gethmann ließ in einer Werft an der Ruhr Ruhraaken bauen, mit denen insbesondere auch Kohle transportiert wurde. 1806 legte er den bis heute bestehenden Gethmannschen Garten an. Die Familie war auch Mäzen der katholischen Kirche, die 1810 fertiggestellt war. 1848 gründete Heinrich Puth die Seilwerke Puth. Die Seile wurden im Bergbau benötigt. Der Preußische Landrat Pilgrim ließ sich überzeugen, die Chaussee Hattingen–Blankenstein–Steinenhaus bauen zu lassen. Sie wurde 1865 eröffnet. Im Jahre 1874 folgte die Ruhrtal-Bahn. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Blankenstein wurde am 2. Mai 1883 gegründet. 1884 wurde das St. Elisabeth-Krankenhaus, Vorläufer der Klinik Blankenstein, eröffnet. Der Ort entwickelte eine gute Gastronomie in der Burg und im Umfeld, begünstigt durch die gute Verkehrsanbindung.


Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Museum der Stadt Hattingen


Der Fremdenverkehr blieb für den Ort lange Zeit wichtig. Ende des 19. Jahrhunderts zählten zum Amt Blankenstein des Kreises Hattingen die Gemeinden Blankenstein, Welper, Holthausen, Buchholz und Stiepel. Am 1. April 1966 wurden die Gemeinden Buchholz, Holthausen und Welper in die Stadt Blankenstein eingemeindet. Am 1. Januar 1970 wurde die Stadt Blankenstein per Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises in die Stadt Hattingen eingemeindet. Der Ortsteil Buchholz wurde in die Stadt Herbede eingegliedert. 1970 wurde der Sportverein TuS Blankenstein gegründet, der die Sparten Turnen, Gymnastik, Handball und Fußball anbietet. 2001 wurde in Blankenstein das Hattinger Stadtmuseum eröffnet. Es befindet sich gegenüber der Kirche St. Johannes Baptist am Marktplatz. Die neue Umgehungsstraße und die Neugestaltung prägten das Areal der ehemaligen Seilfabrik neu. [1]


Katholische Kirche Blankenstein

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Katholische Kirche Blankenstein am Marktplatz


Ursprünglich diente die Schlosskapelle aus dem 13. Jahrhundert allen Blankensteinern als Gotteshaus. Ihr Hauptaltar war dem heiligen Johannes Baptist geweiht. Im Gefolge der Reformation verwies der protestantische Drost von Syberg 1643 die Katholiken aus der Kapelle. Der katholische Gottesdienst fand nun in dem kleinen auf dem Marktplatz gelegenen Rathaus statt. Nach langem Streit konnte die katholische Gemeinde das alte Rathaus erwerben und 1794 mit dem Bau einer neuen Kirche beginnen. Zudem verpflichtete sich die Gemeinde, ein kleines neues Rathaus am westlichen Rand des Marktplatzes zu errichten. 1801 wurde die Kirche durch den Abt Beda von Werden geweiht. Sehenswert ist der Innenraum mit dem barocken Altar sowie der spätgotischen Pieta aus der Zeit um 1450. An der Südwand befindet sich der fast lebensgroße Corpus Christi aus der Dürer-Zeit. Die schlichte Saalkirche wurde 1927/29 von Prof. Georg Metzendorf nach Osten erweitert.

Textquelle: Infoschild vor Ort - Heimatverein Blankenstein e.V.


Evangelische Kirche

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein Evangelische Kirche


An der rechten, südlichen Seite des Burgwegs wurde im 13. Jahrhundert eine Kapelle für die Bewohner von Burg und Freiheit Blankenstein errichtet. Auf Anordnung des protestantischen Drosten von Syberg wurde die Kirche 1643 der lutherischen Gemeinde zugesprochen. Die heutige Kirche wurde 1767 unter Verwendung des alten Baumaterials als Ersatzbau für die alte Schlosskapelle errichtet. Sie wurde in die Achse des alten Burgweges gebaut. So konnte auch der alte, beengte Friedhof um die Fläche der Schlosskapelle erweitert werden. Der Innenraum der Kirche ist von dem barocken Kanzelaltar des frühen 18. Jahrhunderts geprägt. 1849 erfolgte der Bau der Empore und des Treppenaufgangs im Turm. Die Kirchenfenster sind nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1947/48 erneuert worden. Der alte Taufstein mit der Jahreszahl 1689 gelangte als Geschenk in die Kirche. Anlässlich der Renovierung 1973/1974 erhielten der Kanzelaltar, der Orgelprospekt und die Sakristei wieder ihre ursprüngliche Farbgestaltung.

Textquelle: Infoschild vor Ort - Heimatverein Blankenstein e.V.


Haus am Marktplatz

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein ..ehemalige Schmiede...


Das kleine Nebengebäude des großen Fachwerkhauses Marktplatz 5, genannt „Michels Guth", nach dem großen Brand 1665 im Jahre 1666 erbaut, ist als Schmiede eines Ackerbürgerhauses ursprünglich für den eigenen Herstellungs- und Reparaturbedarf errichtet worden. Es ist jedoch auch ein Beispiel für die Integration des Handwerks in die Entwicklung des frühindustriellen Blankensteins. Im 19. Jahrhundert fertigte hier der Schmied Wilhelm Grote (1822 - 1879) zu seinem Broterwerb Spezialteile für Puth, insbesondere Nägel zur Fixierung der Drahtseile. Als Grote verstarb, wurde der Schmiedebetrieb aufgegeben und das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.


Skulptur der „Blanke Stein"

Hattingen - Blankenstein
Hattingen - Blankenstein ...der blanke Stein...


Die Skulptur der „Blanke Stein" des Hattinger Künstlers Egon Stratmann macht den Namen des Ortes Blankenstein sichtbar und gibt dem zur Piazza umgebauten Marktplatz eine künstlerische Begrenzung. Die Skulptur besteht aus drei Blöcken Ruhrsandstein, gebrochen im Jahr 2000 in 60 m Tiefe im Steinbruch Külpmann in Wetter-Albringhausen aus der Gesteinsschicht Gottessegen. Ruhrsandstein ist ein Sedimentgestein, 300 Millionen Jahre alt. In der Karbonzeit reichte das Meer bis an die Hänge des Ruhrtales. Sandablagerungen verdichteten sich unter hohem Druck bis zu 800 m Höhe in den Sprockhöveler Schichten. Pflanzen und Bäume wurden mit eingelagert und bildeten Kohleflöze. Bedeutende historische Bauten in Blankenstein wie die Burg, die Kirchen und das Stadtmuseum wurden ebenfalls aus Ruhrsandstein errichtet. Der im Kern gleichmäßig graue Ruhrsandstein zeigt gelbe bis rötliche Verfärbungen durch eingesickerte Eisenlösungen, die beim „Blanken Stein" nebst Kohlestreifen sichtbar sind. Aus der Tiefe geholt ist der Ruhrsandstein dauerhaft wetterbeständig und hart. Blanke polierte Flächen weisen auf den Ortsnamen hin. Die natürlichen Gesteinsschichten und Bearbeitungsspuren wie Bohrlöcher, Sägeschnitte und Meißelschläge sind bewusst sichtbar geblieben.

Textquelle: Infoschild vor Ort - Heimatverein Blankenstein e.V.





Burg Blankenstein

Hattingen - Burg Blankenstein
Hattingen - Burg Blankenstein Ansicht der Burg und Zugang - Foto: Wikipedia - Autor: Frank Vincentz - Lizenz: s.u.


Die Burg Blankenstein ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg im Hattinger Stadtteil Blankenstein. Im 13. Jahrhundert durch den Grafen Adolf I. von der Mark erbaut, war sie gemeinsam mit der Burg Altena, der Burg Wetter und der Burg Volmarstein eine der vier Hauptburgen der Grafen von der Mark, die von dort Teile ihres Herrschaftsgebiets durch Droste verwalten ließen. Nach allmählichem Verfall im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anlage Ende des 18. Jahrhunderts im Stil des Historismus wieder aufgebaut....

Weitere Informationen zur Burg Blankenstein in Hattingen finden Sie hier....!


Quellenangabe:

Wappen von Blankenstein
Wappen von Blankenstein Wappen des ehem. Amtes Blankenstein - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


1.: Die Informationen zur Geschichte von Blankenstein, einem heutigen Ortsteil von Hattingen, basieren auf dem Artikel Blankenstein (Hattingen) (Stand vom 19.02.2020) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Das Foto "Ansicht der Burg Blankenstein und Zugang - Autor: Frank Vincentz" stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported [24 KB] .


Fotos Blankenstein (Hattingen)


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